Zum 16. Mal fand im August 2018 das Benefizkonzert ROCK AM SCHLOSS des LIONS Club Stormarn in der historischen Remise von Schloss Blumendorf statt. Die Erlöse daraus gehen an gemeinnützige Organisationen, die bedürftigen Kindern und Jugendlichen aus Stormarn helfen. Der Verein sii-kids & -talents e.V. ging dabei leer aus …

Der Reinfelder Verein hilft nur indirekt sozialschwachen Kindern, in dem er kostenlose Kurse, etc anbietet – siehe Dokumentation. Er ist eingetragener Verein und steuerlich begünstigt, weil er gemeinnützige Bildungsarbeit leistet. Nicht passend zum Auftrag von “Rock am Schloss” … Der LIONS-Club-Vorstand durfte sii-kids nicht berücksichtigen.

Aber: Die Bildungsarbeit, die der sii-kids & -talents e.V. leistet, werden gut geheißen und deshalb rief der LIONS-Club Präsident Dirk Möller am 17.11.18 bei Vereinsvorstand Susanne Braun-Speck an und verkündete:

“Ihre Arbeit würden wir gerne unterstützen und einen Betrag von 400,- € überweisen!”

Vielen Dank für diese Unterstützung! Die Mitglieder und Vorstandsmitglieder freuen sich, insbesondere die Jugendredakteure von erkant.de, die auch hiervon wieder profitieren werden.

Übrigens steht sii-kids schon eine Weile zudem mit dem LIONS Club in Kiel in Kontakt – dabei geht es um die Jugendbotschafter, die jährlich gesucht werden.

Link zur Website: https://rock-am-schloss.net/

Nicht alle Talente werden Wissenschaftler – ganz im Gegenteil! Besonders begabte und kreative Kinder und Jugendliche fallen oft negativ auf, weil sie nervig-zappelig, sensibel-einsam oder gelangweilt-zurückhaltend sind – letzteres oft in der Schule. Viele werden verkannt und in die falsche “Schublade” gesteckt, z.B. in die von ADHS-krank; Selbstwertprobleme und Depressionen sind nicht selten.

Klar kommen viele Hochbegabte und Kreative auch gut durchs Leben, entwickeln sich prima, schreiben gute Schulnoten, sind genauso froh und/oder erfolgreich, wie andere. Aber: Bei vielen Anderen passiert das Folgende (so oder ähnlich; sehr individuell):

  • ihre Persönlichkeitsentwicklung wird gehemmt; angeborene Fähigkeiten können sich nicht entfalten.
  • durch die oft parallel auftretende hohe Sensibilität / Empathie sind hochbegabte Kinder oft emotional stärker belastet und häufiger depressiv.
  • In der Schule …
    • schalten hochbegabte Kinder und Jugendliche aufgrund von langweiligem Unterricht geistig ab
      • bekommen deshalb wenig mit und bleiben im Stoff zurück
      • werden zu Minderleistern und das Abrutschen auf Hauptschul-Niveau kann folgen
    • lernen sie das Lernen nicht (ihrer „Denkerstirn“ fehlt die Herausforderung)
    • zudem lassen sie sich sehr schnell ablenken, können sich nicht konzentrieren, reagieren mit Hyperaktivität und Unruhe (daher oft der ADHS-Verdacht)
    • spielen aus Langeweile den Klassen-Clown, ringen um Aufmerksamkeit
    • stellen sich quer, verweigern ggf. jegliche Mitarbeit, reagieren mit Aggression
    • verlieren ihre Lern-Motivation, wollen nicht mehr zur Schule gehen (Schulverweigerer)
  • ziehen sich zurück, werden Außenseiter und Einzelgänger; viele HB sagen: sie fühlen sich unter Anderen z.B. in der Schule allein (Gleichgesinnte fehlen).
    • Die Folge davon: erst “nur” Traurigkeit; langfristig: Depressionen
  • Selbstaufgabe: Viele hochbegabte Ki/Ju passen sich dem Umfeld an, um nicht aufzufallen

Infolge oben genannter Kindheit mit Schullaufbahn zeigen sich im Erwachsenenleben oft zwei Szenarien:

  • die Einen entdecken und entwickeln ihre Fähigkeiten erst als junge Erwachsene und finden dann doch noch ihren Weg – wenn auch auf Umwegen.
  • Andere tragen die Minderwertigkeitsgefühle und Depressionen ein Leben lang mit sich herum und schaffen es nie, “etwas” aus sich zu machen.
  • etc

Wer wissen möchte, wie sich das anfühlt, liest das “Free Flying Mind“.

Wenn hochbegabte Kinder keine hohen Leistungen in der Schule zeigen, bleiben sie unter ihren Möglichkeiten zurück. Sie werden Minderleister genannt; engl.: underachiever

Es ist für viele Menschen unverständlich, wenn ein hochbegabter Schüler keine guten Noten schreibt. Dritte können nicht nachvollziehen, warum das so ist. Auch werden viele hochbegabte Kinder und Jugendliche nicht erkannt, weil sie eben schlechte oder nur mittelmäßige Leistungen zeigen! Bei Verdacht auf eine sehr hohe Intelligenz könnte ein professioneller IQ-Test aufklärend wirken. Expertin hierfür ist z.B. Dr. Karin Joder, siehe Fachpartner von sii-kids.

Weiterlesen -> Welche Maßnahmen können den Kindern helfen?

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Wenn andere Leute in den Feierabend gehen, geht für manche erst die Arbeit los … Die Reinfelder Jugendredakteure von erKant.de und ihr Coach zum Beispiel investieren viel Freizeit in ihre Online-Schülerzeitung – voll digital. Dabei arbeiten und lernen sie genauso, wie die Bildung der Zukunft aussehen soll! Sind sie, ist “Media4Teens” ein Pilotprojekt zum Nachmachen?

Eine Online-Schülerzeitung ist ein digitales Produkt, mit digitalen multimedialen Inhalten und digitalen Arbeitsvorgängen. Obwohl die Redakteure von erKant.de ein eigenes Redaktions-Büro im Alfa-Park #1, aber aktuell keinen Internetzugang haben, treffen sie sich dort zwar zu Meetings, aber nicht zum aktiven Arbeiten. In der Praxis gestaltet sich die Teamarbeit also überwiegend digital. Beispielsweise so, wie jetzt bei Marwin, 12j, neu bei Schülerzeitung. Er war bereits bei zwei Meetings von erKant.de dabei und arbeitet und denkt virtuell über deren WhatsApp-Gruppe bereits mit. Leider fand das Team noch nicht die Zeit, einen weiteren Workshop abzuhalten. Die Einarbeitung sowie Teamarbeit findet also überwiegend digital statt. Das nach Schulschluss, sehr oft am späten Nachmittag und an den Wochenenden.

Die Anfänge lernte Marwin in der Schulprojektwoche kennen. Projektleiter waren zu dem Zeitpunkt die Redakteure Minoka Braun und Marvin Ladwig; unterstützt aus der Ferne (remote) von ihrem Coach Susanne. Auch bei solchen, eigentlich schulinternen, Aktionen steht sie immer bereit – per Whatsapp, Telefon und E-Mail, in 2017 auch persönlich vor Ort. Grundsätzlich investiert sie seit Februar 2017 je Woche zwischen drei und zehn Stunden Arbeit in das gemeinnütziges Projekt, das von ihrem Verein sii-kids & -talents e.V. gesponsert wird.

Seit der Projektwoche sind zweimal Ferien vergangen, bevor das jüngste Mitglied endlich seinen zweiten Artikel schreiben konnte. In der Zeit waren die Erinnerungen verblasst, aber das ist nicht schlimm, denn: Wie auf der Online-Schülerzeitung Artikel gestellt werden können und vieles Weitere, ist in Lern-Videos erklärt. Diese Videos können sich die Jugendredakteure und solche, die es werden wollen, jederzeit online ansehen – so oft sie wollen. Die einen Schüler und Schülerinnen (kurz: SuS) begreifen schnell, die anderen brauchen Wiederholungen – jeder lernt im eigenen Tempo und: Wann und wo und was er will!

Zur Zeit stehen den Redakteuren von erkant.de 18 Lern-Videos sowie diverse Infotexte (auch zum Thema Recht wie Datenschutz, uvm.) zur Verfügung, die ihr Coach nach und nach produziert hat. Die Videos sind nicht professionell und nur so nebenbei – probono, wie alles andere – von ihr erstellt worden. Aber es reicht, um als SuS einfach loszulegen und Schritt-für-Schritt Online-Redakteur zu werden.

Soweit die Theorie. Ansonsten gilt hier: learning by doing … Das digitale Lernen und Arbeiten kann selbständig begonnen und erprobt werden. Für das Erlernen des journalistischen Handwerks und für die vielen tausenden Details der digitalen Arbeit braucht es allerdings auch Menschen – d.h. bei erKant.de die Teamkollegen aus dem Kreis der Jugendredakteure und deren Coach. Manche Fragen kehren immer wieder, zu Themen und Inhalten, Schreibstil, Bilddateigrößen, Datenschutzfragen und vielem mehr.

Arbeitsmittel sind überwiegend Smartphones und die PC´s der Eltern zuhause. Smartphones werden zu Allem und Nichts genutzt: zum Schreiben auf der Website, zum Fotografieren und Video drehen, zum Aufnehmen von Interviews, Terminplanung und natürlich zur Kommunikation (Whatsapp und E-Mail) sowie für grafische Arbeiten (Plakate entwerfen, etc.). Besser wären dafür eigene Tablets – etwas Geld dafür haben die Jugendredakteure – selbst gewonnene Preisgelder. Für ein interaktives Whiteboard würden die Eigenmittel aber nicht reichen …

Ein „Unternehmen“ führen und digital Lernen und Arbeiten in allen Facetten

„Tatsächlich ist es ja so, dass eine unabhängige Schülerzeitung (beachte die rechtliche Abgrenzung zur Schulzeitung) wie eine Firma ist. Das heißt, wir starteten im Februar 2017 bei der Team- und Namensfindung, es folgte die Marktpositionierung und das Logo- und WebDesign. Heute haben wir natürlich immer wieder Aufgaben im Bereich des Personalwesens, Marketing, Technik und Finanzen  – und das überwiegend digital!“ sagt Susanne Braun-Speck, die auch Initiator der Schülerzeitung war. „“Meine“ Jugendredakteure lernen hier fürs Leben und sind teilweise enorm daran gewachsen – persönlich, als Menschen. Nicht zuletzt durch die zwei Gewinne beim Schülerzeitungs-Wettbewerb der Länder 2018 #2. Außerdem weiß ich, dass ich sie durch unsere Online-Schülerzeitung fit für den Arbeitsmarkt der Zukunft mache – was wir hier tun, ist digitales Lernen und Arbeiten in allen Facetten.“

Ist das ein Pilotprojekt zum Nachmachen?

Bei der Online-Schülerzeitung lernen die Schüler z.B. das Folgende:

  • die Nutzung eines CMS-Systems
  • sowie von Text- und Bildbearbeitungs-Programmen
  • digitales Recherchieren und Online-Arbeiten
  • Erstellen von digitalen Medien (Text, Bild, Audio, Video, Online-Umfragen)
  • „blended learning“ (Präsenz- und E-Learning)
  • Entwicklung und Nutzung ihrer Kreativität
  • eine höhere Lesekompetenz und Rechtschreibung
  • Ansätze von Online- und Social-Media-Marketing
  • Team- / kollaborative Arbeit (z.B. beim Schreiben von gemeinsamen Artikeln)
  • das Kommunizieren per E-Mail und auf allen sozialen Netzwerken
  • Ansätze von Datenschutz, Einhaltung von Persönlichkeitsrechten
  • etc

Gerne würden wir „Media4Schools“ in vielen Schulen gemeinnützig als digitales Projekt für Schüler einführen. Infos: https://media4teens.de

#2 Gewinne beim Schülerzeitungswettbewerb der Länder 2018

erKant.de wurde 2018 beim SZWdL zweifach ausgezeichnet. Die aktuelle beste Online-Schülerzeitung Deutschlands gewann den Innovationspreis vom Bundesverband der deutschen Zeitungsverleger sowie mit ihrem Artikel über „Mobbing“ (Werner-Bonhoff-Stiftung)

#1 Das Redaktionsbüro wird gesponsert.

Der Raum an sich wird von Armin Moghaddam (pistazien.de) zur Verfügung gestellt; die Büro-Ausstattung vom Coach Susanne Braun-Speck (tiefenschaerfe.de); 2 PC´s aus dem sii-kids-Forscherlabor kamen von IT-Tec.