Es stehen die nächsten zwei Workshops des Kursprogramms „Lokale Akteure werden digital“ für ehrenamtlich / gemeinnützig tätige Jugendliche und Erwachsene, welche in der Kinder- & Jugendarbeit aktiv sind (zum Beipiel für Engagierte aus dem Sportverein, von der freiw. Feuerwehr, Jugendorganisationen) an.

Ziel ist, dass lokale Akteure digitales Knowhow erwerben, um mit der Zeit gehen und digitale Möglichkeiten nutzen zu können. In den Workshops arbeiten wir möglichst praxisnah und niederschwellig!c

  • am 25.11. beschäftigen wir uns mit digitalen Gestaltungsmitteln und entwerfen Logos und Flyer auf Canva.com
  • am 2.12. mit Content-Marketing (genauer mit Bloggen mit WordPress und Social-Media-Marketing-Grundlagen)

Die Workshops findet online, per Videokonferenz, mit dem Tool BigBlueButton statt. Zur Anmeldung geht es hier (Link).

Jeder Teilnehmer braucht ein digitales Endgerät (PC, Smartphone, Tablet). Eine Anleitung und Link werden den TN vorab per E-Mail zugesendet.

Zur Info: Das Kursprogramm „Lokale Akteure werden digital“ vom sii-kids & -talents e.V. wird vom D-S-E-E aus öffentlichen Mitteln gefördert und ist deshalb kostenfrei!

Trotz Corona und der drohenden 4. Welle können Vereine, etc ihre gemeinnützige Arbeit in Teilen weiter betreiben. Sich online treffen geht, es können in Videokonferenzen auch Abtimmungen erfolgen und Beschlüsse gefasst werden; individelle persönliche (Betreuungs-) Gespräche ebenso wie Fortbildungen durchgeführt werden.Teamarbeit und Dokumentation / Protokollführen ist möglich, etc.

In diesem Workshop treffen wir uns per Videokonferenz – genauer: auf einem datenschutzkonformen BigBlueButton Server – und lernen das ViKo-Tool kennen und wie oben Genanntes funktioniert.

Jeder Teilnehmer braucht für die Videokonferenz ein digitales Endgerät (Tablet, Notebook, PC, notfalls Smartphone) sowie Internetverbindung (LAN oder WLAN). Eine Anleitung wird vorab per E-Mail zugesendet!

Zielgruppe: Dieser Workshop ist für ehrenamtlich / gemeinnützig tätige Erwachsene und Jugendliche bzw. Non-Profit-Organisationen (Vereine, etc), welche in der Kinder- & Jugendarbeit aktiv sind (zum Beipiel für Engagierte aus dem
Sportverein, von der freiw. (Jugend-) Feuerwehr oder Flüchtlingshilfe und anderen gemeinnützigen Einrichtungen).

Dieser Workshop, als Teil des Kursangebotes „Lokale Akteure werden digital“ vom sii-kids & -talents e.V., wird vom D-S-E-E aus öffentlichen Mitteln gefördert.

Durch eine Förderung des Offenen Kanals Schleswig-Holstein (OKSH) konnten wir in den letzten Monaten mehrere Workshops für Schüler:innen zum Thema “Online-Schülerzeitungen entwickeln & organisieren” kostenfrei anbieten. Weiterhin können wir für diese ihre Websites dazu entwickeln. Passende Lehrkräfte-Workshops gibt die Vereinsvorsitzende über das IQSH (siehe Formix unter dem Stichwort #Media4Schools).

Schulgruppen aus Schleswig-Holstein können gerne anfragen, ob noch Kontingente für eine kostenfreie Entwicklung im Rahmen der oben genannten Förderungen verfügbar sind. Kontakt

Ein neues Ferien-Angebot vom Sii-Kids & -talents e.V. ist die Jugend-Kunst-Werkstatt Reinfeld, welche aus Kultur-Macht-Stark-Fördermitteln des Bundes bzw. vom BUNDESVERBAND SOZIOLKULTUR e.V. (siehe Logo-Leiste und weitere Infos unten) finanziert wird. Für die Mittelbeantragung musste ein lokales „Bündnis für Bildung“ mit drei weiteren Partnern gegründet werden.

„Wir haben über das Bundesprogramm „KulturMachtStark“, die Mittel für das Konzept und die Umsetzung einer JugendKunstWerkstatt in Reinfeld genehmigt bekommen. Die Antragstellung war recht aufwendig und wir mussten mindestens drei lokale Bündnispartner dafür finden. Doch jetzt ist die Tinte der vielen Beteiligten auf den Verträgen trocken und wir können loslegen“, sagt die Projektleiterin Susanne Braun-Speck.

Das „Bündnis für Bildung“ besteht aus 3 lokalen und 1 landesweiten Partner.

Zum neuen Reinfelder „Bündnis für Bildung“ gehört der Antragsteller sii-kids & -talents e.V. aus Reinfeld (vertreten durch Susanne Braun-Speck und Projektbezogen auch vertreten durch Solveig Nerlich), der Offene Kanal aus Kiel (vertreten durch den Geschäftsführer Hennig Fietze), die alfaLot GmbH & Co. KG > AlfaPark (vertreten durch Armin Adib-Moghaddam) sowie der Förderverein Lokfelder Brücke e.V. (vertreten durch Melanie Otto).

Jeder Bündnis-Partner hat eine oder mehrere Kooperationsaufgaben: der eine stellt die Räume, der andere technisches Equipment oder hat die Kontakte zur Zielgruppe, und so weiter. Doch die konzeptionelle, verwalterische und organisatorische Aufgaben verantwortet der sii-kids & -talents e.V.

Im Rahmen des Bundesprogramms „Kultur-Macht-Stark“ gibt es Programmpartner.

In diesem Fall ist es der „Bundesverband Soziokultur“, aus dessen Förderprogramm „Jugend-ins-Zentrum“ der Reinfelder Verein für seine Kunst-Werkstätten finanzielle Mittel erhalten hat.

Seit 2013 ist der Bundesverband Soziokultur e.V. mit seinem Projekt “Jugend ins Zentrum!” am Förderprogramm “Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung” des Bundesministeriums für Bildung und Forschung BMBF beteiligt.

Bis 2022 werden bundesweit lokale Bündnisse mit mindestens drei Partner*innen unterstützen, die Projekte der Kulturellen Bildung mit Kindern und Jugendlichen umsetzen, deren Zugang zu Kunst und Kultur erschwert ist. Der Bundesverband Soziokultur engagiert sich als Dach- und Fachverband für die Anerkennung und angemessene Förderung der soziokulturellen Arbeit. Mitglieder des Bundesverbands sind die jeweiligen Landesverbände, in denen bundesweit rund 600 Organisationen, soziokulturelle Zentren, Netzwerke und Initiativen organisiert sind.

Gute Nachricht von RENN / RNE: Das Kijuaa.de Projektteam und die Sii-Kids & -talents e.V. Mitglieder freuen sich sehr über die wunderbare Auszeichnung beim „Projekt Nachhaltigkeit“! Den Corona-Folgen bei Kindern & Jugendlichen nachhaltig zu begegnen ist unser Anliegen; ebenso wie Nachhaltigkeits-Workshops & -Events durchzuführen.

Die Auszeichnung „Projekt Nachhaltigkeit“ prämiert Projekte, die sich herausragend und wirksam für eine Nachhaltige Entwicklung engagieren. In Kooperation mit dem Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) verleihen die vier Regionalen Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien (RENN) auch dieses Jahr wieder den Preis an 40 Gewinner:innen, die von einer Jury aus Nachhaltigkeits-Expert:innen  ausgewählt wurden. Zum ersten Mal wurden auch vier Beiträge in der Sonderkategorie Foto prämiert. Die Gewinner:innen werden detailliert unter: www.projektnachhaltigkeit.renn-netzwerk.de aufgelistet. Eine Presse-Info befindet sich auf der Website des Nachhaltigskeitsrats. Die Gewinnerprojekte erhalten neben einer Förderung (1.000 EUR) den Zugang zum bundesweiten RENN-Netzwerk um neue Impulse zu erhalten und ihre Projekte sichtbarer zu machen.

„Kijuaa.de“ ist 1 von 10 ausgezeichneten Projekten der Region Nord, dabei 1 von 3 aus Schleswig-Holstein.

Mit dem Motivations-Kanal Kijuaa.de möchte der Trägerverein Sii-Kids & -talents e.V., welcher vom Deutschen Kinderhilfswerk unterstützt wird, Kindern & Jugendlichen helfen, raus aus der Lockdown-Krise (mit Depressionen, Mediensucht, etc), wieder rein in die Aktivität zu kommen.

Dafür werden corona-konforme Aktivitäten angeboten, wie zum Beispiel Sport und Gruppen-Ausflüge, Events, sowie Online- & Live-Workshops, etc. Dabei sind auch Nachhaltigkeits-Themen, wie z.B. Kochen mit Foodsharing-Lebensmitteln und DIY-Upcycling, ebenso wie der, im Vorjahr ausgezeichnete „Media4Teens – digitale Bildung mit Nachhaltigkeits-Themen“ vom sii-kids & -talents e.V. Der Preis war Corona-bedingt erst im Dezember 2020 im Reinfelder Rathaus überreicht worden – siehe Blogbeitrag mit Video-Botschaft von Minister Albrecht.

Grund für die Entwicklung von Kijuaa.de:

Menschliches Wohlbefinden konnte es aufgrund der Corona-Lockdowns insbesondere für Kinder und Jugendliche schwer geben; insbesondere wo die Familien-Situation sehr angespannt war – ggf. getoppt durch knappe finanzielle Mittel.

Homeschooling, immer öfter Medien & Internet nutzen, Zuhause alleine sitzen; keine Freunde treffen, kein Sport, kein nichts – das macht krank, körperlich und seelisch: Rückenschmerzen, Gewichtszunahmen, Frust und Angst, Einsamkeit und psychische Erkrankungen (Depression, Computer-/Mediensucht, u.a.) sind die Folgen der Lockdowns bei Kindern und Jugendlichen. Betroffen sind ganz Viele – Millionen! Das kijuaa-Team, und eine Allianz von weiteren Beteiligten, möchte Kinder und Jugendliche wieder motivieren, aktivieren und dabei helfen, dass sie in eine lebendige, gesunde Lebenswelt zurückkehren können.

Dem Kijuaa-Team geht es überwiegend um menschliches Wohlbefinden und soziale Gerechtigkeit und hat folgende Nachhaltigsziele / SDG´s besonders im Fokus:

3. Gesundheit und Wohlergehen
10. Weniger Ungleichheiten
16. Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen
17. Partnerschaften zur Erreichung der Ziele

Im Rahmen des Bundesprogramms „Aufholen nach Corona“ sowie „Kultur-Macht-Stark“ wird bald Vieles dahingehend möglich sein! Hierzu steht bald mehr im Blog.

In Schleswig-Holstein gibt es viele Möglichkeiten, um seine Medienkompetenz zu stärken: Workshops in denen die Teilnehmer:innen lernen, eigene Radio- und Videobeiträge oder eine Online-Schülerzeitung zu entwickeln, aber auch sogenannte MakerSpaces, in denen Menschen vorbeikommen können, um neue digitale Medien kennen und nutzen zu lernen.

In 2021 fördert der Offene Kanal Schleswig-Holstein (OKSH) 24 Projekte mit insgesamt fast 100.000 Euro, die aus Landesmitteln zur Verfügung stehen. Der Chef der Staatskanzlei, Staatsekretär Dirk Schrödter, und der Leiter des OKSH, Peter Willers, hatten dazu Anfang des Jahres eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet.

Sii-Kids Vorsitzende Susanne Braun-Speck hatte 6.540 € für die Entwicklung von multimediafähigen Online-Schülerzeitungen inklusiver medienpädagogischer Workshops beantragt. Nun sind sie bewilligt.

Durch die Aufgaben und Tätigkeiten bei dem „Unternehmen“ Online-Schülerzeitung lernen die beteiligten Schüler das, was sie für ihr Leben und den Arbeitsmarkt der digitalen Zukunft brauchen. Zudem erleben sie bei der journalistischen „Arbeit“ sehr viel – im echten Leben! Was beim Schülerzeitungs-Machen alles so erlebt wird, zeigen diverse Videos des Pilotprojekts zum Nachmachen – erKant.de – siehe Youtube-Kanal. Dort ist unter Anderem ein Erlebnis-Video 2018 zu sehen, Preisverleihungen 2018 und 2020 sowie diverse Interviews mit Prominenten – siehe YT-Kanal.

„Es macht mir ein riesige Freunde, mit Jugendlichen soviel Spannendes und Lustiges zu erleben und sie auf ihre digitale Lebens- und Arbeitswelt vorbereiten zu können.“, sagt Susanne Braun-Speck. „Das unsere Vereins-Schülerzeitung dabei auf Bundesebene so erfolgreich ist, ist natürlich super toll!“

Screenshot von dem Pilotprojekt erkant.de

Fit für den Arbeitsmarkt der Zukunft

Jugendredakteure (Schüler) sowie ihre Lernbegleiter (Lehrer, Schulsozialpädagogen oder Eltern) lernen beim Aufbau einer Online-Schülerzeitung die Nutzung eines CMS-Systems sowie von Text- und Bildbearbeitungs-Programmen; das digitale Recherchieren und Online-Arbeiten; das Entwickeln von digitalen Medien (Text, Bild, Audio, Video, Online-Umfragen), Ansätze von Online- und Social-Media-Marketing sowie schlussendlich auch Methoden wie agiles Arbeiten auf Distanz, und vieles mehr. Außerdem müssen sie sich mit vielen Unternehmensbereichen auseinandersetzen – mit Marketing und Werbung, Controlling und Personalwesen, etc. Alles digital!

Im Rahmen der Förderung finden auch zwei Workshops statt, welche auf Kijuaa.de buchbar sind. Der erste soll am 10. Juni, der zweite Workshop nach den Sommerferien.

Bewerbungen für die technische Erstellung können (zukünftige) Schülerzeitungs-Redaktionen bei Sii-Kids per E-Mail einreichen (kontakt@sii-kids.de)


PresseInfo der Landesregierung dazu: https://www.schleswig-holstein.de/DE/Landesregierung/I/_startseite/Artikel2021/II/210514_medienkompetenz_projekte.html

Während der Corona-Pandemie wurde das Leben von Kindern und Jugendlichen massiv beschnitten – das hat negative Folgen. Nun will ein bundesweit aufgestelltes Team rund um den Verein sii-kids & -talents e.V. aus Reinfeld (Holstein), mit seiner Initiative „Kijuaa“ dem Nachwuchs helfen. Viele weitere Akteure und Anbieter aus der Kinder- und Jugendarbeit werden dafür gesucht. Erster Unterstützter ist das Deutsche Kinderhilfswerk (Berlin).

 Download der Presse-Info (ZIP)

Homeschooling, dauernd digitale Medien nutzen, in Gruppenchats und Videokonferenzen sitzen, im Internet surfen, bei PC-Spielen die Zeit vergessen, dabei Zuhause sitzen. Ständig sitzen. Hinzu kommen arbeitslose und besorgte Eltern, einsame, traurige Großeltern, geschlossene Geschäfte und keinerlei Freizeit-Aktivitäten, kein Sport, kein Nichts – selbst Treffen im kleinen Freundeskreis ist verboten. Außerdem gibt es abgebrochene Studiengänge und Ausbildungsbetriebe, die Azubis nachhause schicken und/oder in 2021 keine neuen einstellen – was macht all das mit Kindern und Jugendlichen?

Was machen die Corona-Lockdowns und die Kita- und Schulschließungen mit ihnen?

Nichts Gutes, das steht fest. Das ewige zu Hause sitzen, das oft allein und/oder von Familienstress und Ungewissheiten geprägt, macht krank – körperlich und seelisch! Rückenschmerzen, Gewichtszunahmen, Frust und Angst, Einsamkeit und psychische Erkrankungen wie Depressionen, sowie Computer- und Mediensucht sind einige der Folgen. Diverse Studien belegen mittlerweile, wie schlimm es ist. Aussagen und Weblinks dazu sind im Blog von kijuaa.de zu finden.

Nicht umsonst hat die Bundesregierung das Aktionsprogramm „Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche“ auf den Weg gebracht und am 7. Mai offiziell bekannt gemacht. Das in Höhe von 2 Mrd. Euro in den Jahren 2021 / 2022 zum Abbau von Lernrückständen (1 Mrd. Euro) und zur Förderung frühkindlicher Bildung, für Freizeit, Ferien- und Sport-Aktivitäten sowie für die Begleitung von Kindern und Jugendlichen im Alltag und in der Schule (1 Mrd. Euro).

Das Aktionsprogramm* hat vier Säulen. Die dritte Säule – Ferienfreizeiten und außerschulische Angebote – entspricht zufällig dem Konzept von Kijuaa!

Die Idee dazu hatte die Vorsitzende des sii-kids & talents e.V. aus Reinfeld (Holstein) Susanne Braun-Speck Anfang März 2021. Vom 19.-21. März nahm sie damit beim Hackathon von Update-Deutschland* teil und fand dabei ein Team: Mit dabei sind jetzt Claudia Hennig aus München, Pati Keilwerth aus Berlin und Joana Piron aus Darmstadt. Damit ist Kijuaa jetzt bundesweit aufstellt!

Unterstützung bekam das Team bereits vom Deutschen Kinderhilfswerk aus Berlin, welche die finanziellen Mittel für Fremdkosten zur Verfügung stellt. Fremdkosten sind insbesondere Rechtsanwaltsgebühren sowie Plugin-Lizenzen für die Website-Entwicklung. Die Entwicklung der Website übernimmt, wie immer bei Projekten des sii-kids & -talents e.V., die Vorsitzende Braun-Speck selbst.

„Dieses Projekt hat uns total überzeugt, deshalb fördern wir den Verein sii-kids & -talents e.V. sehr gerne. Die Corona-Pandemie hat die Kinder und Jugendlichen besonders hart getroffen, jetzt hoffen wir, dass möglichst viele Kids bald wieder Licht am Ende des Tunnels sehen“, sagt Uwe Kamp, Sprecher des Deutschen Kinderhilfswerkes.

Kijuaa ist eine Online-Plattform und versteht sich als Motivationskanal, welcher Kindern & Jugendlichen dabei helfen soll, aus der Lockdown-Mediensucht- & Depressionsfalle wieder herauszukommen. Dafür bieten viele verschiedene Akteure Corona-konforme Aktivitäten an – jetzt und auch in Zukunft. Kijuaa soll auf Dauer bleiben!

Aktivitäten sind Freizeit- und Ferienangebote als (Online-) Kurse und (Live-) Events, Ausflüge, etc., die selbstredend Corona-konform durchgeführt werden. Dazu gibt es auf der Kijuaa-Plattform auch die Möglichkeit, Gesundheits-Formalien per Mausklick auszuwählen.

„Mit Kijuaa versuchen wir das zu tun, was Therapeuten mir mal geraten haben: Kindern und Jugendlichen Perspektiven bieten und immer wieder Etwas anbieten, anbieten, anbieten – in der Hoffnung, dass sie anbeißen und wieder aktiv werden, anstatt computer-/mediensüchtig und/oder depressiv im Kinderzimmer zu sitzen. Wir wünschen uns, sie aus der Krise, wieder rein in die Aktivität zu bekommen! Unsere Mission, unser Ziel für 2021 ist, Kindern & Jugendlichen den Sommer ihres Lebens zu ermöglichen. Das mit Hilfe vielen, vieler Akteure und Anbieter aus der Kinder- und Jugendarbeit in ganz Deutschland!“ erzählt Susanne Braun-Speck stellvertretend für das Team.

Erfreulicherweise hat SH für Kinder- und Jugendliche ab 17. Mai bereits Lockerungen geplant! Ab da an ist in Schleswig-Holstein zum Beispiel draußen, im Freien, wieder Kontaktsport erlaubt. Das in Gruppen bis zu 10 erwachsenen Personen oder 20 Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren. Entscheidend dabei: Die Jugendsport-Ausnahme wird bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres ausgedehnt – das war bisher anders. Bisher wurden 15+jährige bei Corona-Regeln wie Erwachsene behandelt, was dazu führte, dass sie eigentlich nichts durften. Damit steht den Aktivitäten von Kijuaa und all seinen Anbietern und Akteuren nichts mehr im Wege.

Akteure aus der Kinder- & Jugendarbeit werden jetzt gesucht!

Dies können beispielsweise Sportvereine, Tanz- sowie Surf- & Segel-Schulen, Reit- und Hundeschulen, Action- & Abenteuer-Anbieter z.B. Kletterparks, Kanu-Center, etc., Künstler & Musiker, Gemeinden (Bauhöfe, Ki/Ju-Vertretungen), Institutionen der Kinder- & Jugendarbeit, Therapeuten & Coaches sowie Jugendpresse & andere Jugendvereine, Mensa / Mind sowie DGhK, Nachhaltigkeits-Kursanbieter aus dem RENN-, Foodsharing-, NABU-Netzwerken, Anbieter mit Schnupperkursen für Ki/Ju zum Beispiel ADAC Trainingsplätze und Golfclubs, sowie Ferienfreizeit-Anbieter.

Wie solche Akteure und Anbieter sich auf Kijuaa registrieren und wie sie dort Aktivitäten anlegen können, steht auf der Website unter FAQ / Anleitungen. Link: https://kijuaa.de/faq/ 


Weiterführende Links & Quellen:

  • Projekt: https://kijuaa.de
  • Aktionsprogramm „Aufholen“: https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/themen/corona-pandemie/aufholen-nach-corona
  • Hackathon: UpdateDeutschland.org

Download der Presse-Info (zip)

Corona-Regeln ab 17. Mai in SH, die Kinder & Jugendliche insbesondere betreffen (Stand: 11.5.2021 sofern der Inzidenzwert unter 100 liegt):

  • Private Zusammenkünfte außerhalb geschlossener Räume sind generell mit bis zu 10 Personen wieder zulässig – also Draußen, am Strand, im Park, auf Sportanlagen.
  • Veranstaltungen im Außenbereich sind wieder für Gruppenaktivitäten bis 25 Teilnehmer zulässig (das gilt NICHT private Feierlichkeiten).
  • Alle Freizeit- und Kultur-Einrichtungen können ihre Außenbereiche öffnen bei Wahrung der Abstände Flächenbeschränkungen analog VSK
  • Für Präsenzunterrichte im Freien finden die Regeln für Sitzungen aus dem VSK Anwendung.
  • Die bestehenden Regelungen für Angebote der Kinder- und Jugendhilfe (10er-Gruppen) werden auf Kinder- & Jugendarbeit (Vereinsarbeit, Kinder- und Jugendtreffs) ausgedehnt.
  • Zudem dürfen diese (analog zur Jugendsport-Ausnahme) außerhalb geschlossener Räume ohne Körperkontakt in festen Gruppen von bis zu 20 Kindern bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres, unter Anleitung von bis zu zwei Aufsichtspersonen, zusammenkommen.

Quelle: https://www.schleswig-holstein.de/DE/Landesregierung/I/_startseite/Artikel2021/II/210504_oeffnungen_mai/210505_oeffnungen_mai_uebersicht.html

RENN.nord in Schleswig-Holstein, angesiedelt beim Bildungszentrum für Natur, Umwelt und ländliche Räume (BNUR) in Flintbek, zeichnete jüngst 30 verschiedene Bildungsakteure mit einem Gesamtpreisgeld von 36.000 Euro aus, die mit frischen und ungewöhnlichen Ideen neue Angebote aus der Krise heraus entwickelt haben. Sii-Kids ist mit dem Projekt Media4Teens einer dieser Akteure.

Ob Corona-Pandemie oder Klimawandel: Alle Menschen sind denselben großen Krisen ausgesetzt. Im Bildungsbereich bedeutet das geschlossene Schulen, Kitas mit Notbetreuung und Lern- und Freizeitangebote, die seit Monaten auf Eis liegen. Was im Norden aus der Corona-Situation gemacht wird, untersucht das von RENN.nord initiierte Verbundprojekt SEGEL SETZEN /20/21. Darin kommen Menschen zu Wort und erzählen, wie sie mit den Herausforderungen von Krisen umgegangen sind und noch umgehen.

Sii-Kids Vereinsvorsitzende Susanne Braun-Speck hatte sich mit ihren Media4Teens-Kinder- und Jugend-Workshops „BNEdigital“ bei RENNnord beworben und damit einen der 30 Preise erhalten. 2020 war sie damit bereits eine von 40 Ausgezeichneten auf Bundesebene gewesen (siehe Artikel).

Das Projekt media4teens.de gehört zu media4schools, beide sind sii-kids & talents e.V. Projekte. Susanne Braun-Speck bietet darüber medienpädagogische Kurse & Workshops an, welche praxisnah sind und nachhaltig wirken. Pädagog*innen sowie Kinder & Jugendliche finden durch Ihre Angebote einen leichten Einstieg in die digitale Bildung und Nachhaltigkeit!

Dr. Maria Grewe von RENN.nord betonte, wie wichtig gerade in Krisenzeiten außerschulische Angebote sind: „Bildung und Aufklärung sind Grundpfeiler für die Beteiligung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen am gesellschaftlichen Gemeinwohl. Sie tragen maßgeblich zur Verringerung von Diskriminierung und Ungleichheit bei.“ Alina Cornelissen von RENN.nord erläutert: „Wir möchten mit unserem Wettbewerb einen kleinen finanziellen Anschub für die Umsetzung der zahlreichen guten Ideen geben, die bei uns eingereicht worden sind.“


Einige Akteurinnen sind darüber hinaus für SEGEL SETZEN /20/21 ausführlich portraitiert worden. In Susanne Braun-Specks Portrait (Link dorthin) steht das:

Digitales Lernen ganzheitlich gedacht.

„Insbesondere 2020 hat gezeigt, dass Digitale Bildung nachhaltig gestaltet werden muss. Es reicht nicht, dass Kinder und Jugendliche lernen, Tablets zu bedienen – es geht um vielmehr! Es geht darum, sie für eine nachhaltige und digitale Berufs- und Lebenswelt fit zu machen. Das gelingt nur mit einem ganzheitlichen Angebot, welches auch gesundheitliche, rechtliche und soziale Aspekte sowie Verbraucherbildung (Online-Kaufverträge, Zahlungssysteme, etc.) enthält. Eine besondere Gefahr für Kinder & Jugendliche sehe ich in der Computer-und Medien-Abhängigkeit. Auch das ist ein Grund, weshalb ich in meinen Kursen erlebnisreiche Bildung im echten Leben mit Digitalem verknüpfe!“

Weiterhin: „Viele freiberufliche Digital- & Medien-Experten wie ich können Schulen mit digitalem Knowhow und Lernangeboten professionell unterstützen. Damit das möglich wird, brauchen die Schulen Budgets, um uns beauftragen zu können. Hier sehe ich dringenden Handlungsbedarf!“ Susanne Braun-Speck vom sii-kids & talents eV. mit Media4Teens


Weitere Infos:

Dem Reinfelder Verein sii-kids & -talents e.V. (u.a. Initiator & Unterstützer der Online-Schülerzeitung erkant.de) wurde am 16.12.20 im Rathaussaal eine Auszeichnung für seine Nachhaltigkeits-Kurse überreicht.  Einige Kurse sind jetzt offen zugänglich.

Die für den 17. November 2020 geplante feierlicher Preisverleihung in Kiel musste Coronabedingt abgesagt werden. Kurz vor dem erneuten harten Lockdown hat RENN.nord den Preisträgerinnen aus Schleswig-Holstein den Preis in Rendsburg und Reinfeld vor Ort überreicht.

Umweltminister Jan Philipp Albrecht drückte den Preisträgerinnen seine Glückwünsche mit einer Video-Botschaft aus und gratulierte (siehe unten).

Vom Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) in Kooperation mit den Regionalen Netzstellen Nachhaltigkeits-Strategien (RENN.nord) wurden bundesweit 40 Initiativen als „Projekt Nachhaltigkeit 2020“ ausgezeichnet. Zwei davon aus Schleswig-Holstein. Dabei: Das Flensburger Projekt „Nachhaltig erzählen“ der Büchereizentrale Schleswig-Holstein, vertreten durch Susanne Brandt. Sowie das Projekt „Media4Teens“ vom Verein sii-kids & -talents eV., vertreten durch Susanne Braun-Speck, mit digitalen Angeboten für „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (kurz: BNE) aus Reinfeld.

„Eigentlich wollten wir die Preisverleihung im November in der Lille-Brauerei in Kiel feiern, inklusive einem Auftritt von MASH!-Der Musical Academy Schleswig-Holstein, die ein Musical zu den 17 Nachhaltigkeitszielen entwickelt haben. Nun haben wir die Preisträgerinnen vor Ort besucht, um die Preise zu überreichen. Beide Projekte sind tolle Beispiele für gelungene Bildung für nachhaltige Entwicklung.“, sagt Dr. Maria Grewe, Mitarbeiterin von RENN.nord.

Online-Schülerkurse von Media4Teens sind jetzt offen zugänglich!

„Ich beschäftigte mich 2020 überwiegend mit nachhaltiger „Digitaler Bildung“. Wie sieht digitale Bildung aus, die Schülern nachhaltig nutzt und langfristig wirkt? Aktuell erschweren unter Anderem fehlende informatische Grundkenntnisse Schülern (m/w/d) und Lehrkräften das Distanzlernen per Homeschooling. Dazu gibt es jetzt offene Kurse“, verkündigte Susanne Braun-Speck. In diesen geht es um:

  • Online- / Video-Konferenzen – als SuS daran teilnehmen
  • E-Mails einrichten & nutzen
  • Hausaufgaben-Organisation bei Homeschooling
  • Text-Bearbeitung & -Formate
  • PDF-Dateien kennen, erstellen & nutzen
  • sowie der BNE-Kurs mit dem Thema “Smartphones” als mögliche Projektarbeit

Der folgende Link führt zu den Kursen: https://media4schools.de/kurse/

Hier die Video-Botschaft von Minister Albrecht:

Im Mittelpunkt der Corona-Krise steht insbesondere auch das Bildungssystem. Wie kann Schule funktionieren, wenn Schüler ständig in Quarantäne sitzen? Wie werden Lehrkräfte er- oder eingesetzt, die zu Corona-Risikogruppen gehören? Wie gelingt digitale Bildung krisengerecht und nachhaltig, wenn Erfahrung und Fachleute dafür fehlen? Endgeräte gerade erst geliefert und Lern-Management-Systeme im Quarantäne-Fall spontan eingerichtet werden? Das bei IT-Fachkräftemangel? Die Lösung in Kürze:

Freiberufler unterstützen Schulen!

IT- / Digitalisierungs-Manager und Medien-Coaches werden in Schulen gebraucht, um digitale Bildung nachhaltig gestalten zu können. Genauso wie in Firmen – auf Dauer. Während der Corona-Krise, sofort, können und sollten solche freiberufliche Experten helfen, denn: sie sind verfügbar.

Mit #Freelancer4Schools können akute Corona-Probleme auf zwei Seiten gelöst werden: Beratungs-, Schulungs- und Support-Bedarf bei Schulen sowie Auftrags-Bedarf bei Freiberuflern. Hier könnte eine neue „Symbiose-Art“ entstehen, meint Susanne Braun-Speck, Referentin für digitale Bildung und ehemalige IT-Personalvermittlerin.

Ist-Situation Herbst 2020: Der Schulalltag ist von AHA-L-Regeln geprägt sowie von Bildung, die entweder im Eiltempo oder auf Sparflämme läuft. Einige Schulen setzen auf Vorarbeit und verlangen von Lehrkräften und Schülern 150% Leistung. Andere Schulen setzen auf Minimalismus und specken den Lehrplan auf das Notwendigste ab. Mögliche CoVid19-Erkrankungen und eventuelle Quarantänen erzeugen Druck und Stress – seit vielen Monaten! Die mangelnde Erfahrung mit Homeschooling, mit Fernunterricht, der pädagogischen Herangehensweise und der digitalen Technik dazu, sorgt zunehmend für Stress. Obwohl die Lehrkräfte teilweise in Sachen Lern-Management-Systemen, Online-Konferenzen führen, etc. mittlerweile geschult sind, Glasfaserleitungen, WLAN und mancherorts neue Endgeräte vorhanden sind, funktioniert es dennoch sehr, sehr häufig nicht. Und: Schüler werden darin noch längst nicht geschult. Sie müssen alles erproben und weitestgehend zusehen, wie sie klarkommen. Funktionierende und nachhaltige digitale Bildung ist das nicht.

„Oft bricht die Internetverbindung ab oder ist grundlegend zu schwach; bei Online-Konferenzen haben viele noch nicht einmal Ton – wie soll so digital kommuniziert werden? Außerdem sind auch Schüler zwar Smartphone-affin, aber nicht in der Anwendung von Tablets mit all seinen vielen Software-Anwendungen (APP´s) s und Tools geübt. In meinen Workshops erlebe ich seit Corona-Krisenbeginn ständig solche Situationen oder bekomme sie erzählt. Manchmal auch mit Beschwerden – ich hätte ja gesagt, das empfohlene Online-Konferenztool würde super funktionieren“, ist Braun-Specks Erfahrung.

Tut es auch, die Probleme liegen woanders. Aber wo?

Eins weiß die Referentin ganz sicher: Am Online-Konferenztool selbst liegt es nicht. Sie selbst nutzt BigBlueButton, welches seit 2007 für die Bildungsbranche entwickelt wird. Es ist datenschutzkonform und bietet mehr integrierte Funktionen als ähnliche Tools: zum Beispiel ein digitales Whiteboard als Tafelersatz. Wenn ihre Kursteilnehmer Zuhause sind und sich vor dort in die Onlinekurse einwählen, gibt es vereinzelt Verbindungsprobleme. Insbesondere dann, wenn die Teilnehmer im ländlichen Raum leben. Doch in Schulen vor Ort gibt es sehr oft, fast unlösbare Probleme mit Internetverbindungen bei allen Teilnehmern.

Was ist jeweils die tatsächliche Ursache dafür? Liegt es am (W)LAN der Schule? Am Landesserver? An den Endgeräten? Am Benutzer? An alten Kabeln oder falsch verlegten? An den Online-Konferenztools selbst liegt es nicht – möglicherweise aber an dem Server, auf dem sie installiert sind. Oder weil gerade Zuviele zeitgleich darauf zugreifen. Doch: Die Server-Leistung (RAM/Arbeitsspeicher, Kernel- oder sogar Server-Anzahl) könnte erhöht werden – aber wer weiß das schon? Wer sollte in der Schule herausfinden, was nicht funktioniert? Generell und in der Krise unter Corona-Bedingungen?

Es gibt in den Schulen niemanden, der einschlägiges Knowhow und die Zeit für sowas hätte. Also Niemanden, der Netzwerk- und Systemadministrator ist, Content-Manager oder Dozent für digitale Anwendungen.

„Es gibt mehr als 150 IT- und Medienberufe, für welche jeweils eine einschlägige Ausbildung, meistens ein Studium, erforderlich ist. Entsprechend ist verwunderlich, dass Politik und Gesellschaft erwarten, dass nicht-digitalaffine Lehrkräfte das mal eben nebenbei lernen und leisten. Auch können Schüler allein keine Websites entwickeln oder sind als Smartphone-User am PC fit – es sind doch nicht alle Wunderkinder“, meint Braun-Speck, welche vor 19 Jahren (2002) das erste Berufe-Glossar der Branche erstellt hatte (siehe Quellen unten oder Link).

Zwar ist auch auf Bundesebene mittlerweile angekommen, dass Schulen „IT- und Medienexperten“ brauchen – aber: wann die kommen können, steht in den Sternen.

Dabei spricht die Politik von „Informatikern“, aber: Das ist das falsche Berufsbild.

Im Sprachgebrauch von Beteiligten des Bildungssystems wird ständig von Informatik-Unterricht und Informatik-Fachlehrern gesprochen, welche dringend gebraucht werden. Doch: Tatsächlich müssen Lehrkräfte wie auch Schüler KEINE Aufgaben von Informatikern ausführen können. Informatiker beschäftigen sich in ihrer Berufstätigkeit überwiegend mit der Entwicklung von Programmen, Software, Hardware und Systemlösungen, sowie mit Künstlicher Intelligenz, Maschinen-Programmierung oder zum Beispiel mit der Installation und Administration von Systemen & Netzwerken.

Lehrkräfte und Schüler brauchen in einer digitalen Welt “nur” Anwender-Kenntnisse.

In der elektronischen Datenverarbeitung (kurz: EDV) steht der Ausdruck “Anwender / User / Benutzer” für eine Person, die einen Computer, eine APP, ein Online-Portal oder andere digitale Medien benutzt. Zukünftig werden sowohl in Schulen, wie auch in fast allen anderen Berufsbereichen solche digitalen Anwender-Kenntnisse benötigt. Also zum Beispiel digitales Schreiben und Kommunizieren, online Recherchieren und Lernen, etc.

Klar wird: Für manche Aufgaben auf Dauer, sowie für neue Vorhaben und Projekte, sowie für die Corona-Krise werden einschlägig qualifizierte ITK- und Medien-Experten in Schulen gebraucht. Anders ist nachhaltige, digitale Bildung nicht möglich.

Bereits im Sommer 2018 entwarf Braun-Speck den Beruf des IT- / Digitalisierungs-Managers für Schulen und versuchte, dafür im Bildungswesen Gehör und in der Wirtschaft Unterstützung zu finden. Solche Digitalisierungs-Manager oder auch Medien-Coaches sollen die treibende, führende und organisatorische Kraft zur Entwicklung und Einführung von Medienkonzepten und Technik sein. Für jede Schule einen Digitalisierungs-Manager war angedacht, denn:

Wie sollte sonst Digitalisierung in Schulen gelingen – mit beispielsweise 800 Schülern und 60 Lehrern (= 860 User), wenn kein einziger IT-Experte im Hause ist?

In der Regel ist es so, dass an einer Schule ein bis zwei Lehrer zwei Zusatzstunden pro Woche haben, um als technische Ansprechpartner und Supporter zu agieren. Bedeutet: sie haben ständig “Land unter” und wissen nicht, wie sie diese umfangreiche Zusatzaufgabe stemmen sollen. Erzählt wird auch von Schulen, wo die Schülertechnik-AG – auch oder insbesondere während des Unterrichts – diesen Job an der Schule machen. Hausmeister sind auch involviert. In manchen Bundesländern gibt es mittlerweile Medienzentren oder IT-Systemhäuser in öffentlicher Hand, sowie Beratungs- und IT-Unternehmen, aber … Es funktioniert ja nicht. Wie kann es sein, dass Schulen immer noch überwiegend alleine im Regen stehen?

Ein vergleichsweiser Blick in die Wirtschaft: In Unternehmen mit beispielsweise 860 Usern gäbe es eine ganze IT-Abteilung! Und externe Berater für neue Vorhaben und Projekte.

Zuletzt sprach Braun-Speck von der Situation und der Idee der Digitalisierung-Managern in Schulen im Juni 2020 mit ihrem gleichnamigen Impuls-Beitrag beim

Barcamp #SchuleNeuDenken von Dorothee Bär

Am 20.6. fand das Online-Barcamp #SchuleNeuDenken auf digitalitaet20.de statt. Veranstalter war das Bundeskanzleramt in Verantwortung der Beauftragten der Bundesregierung für Digitales, Dorothee Bär. Dabei: 1.700 aktive Teilnehmer plus Zuschauer, 32 Sessions (Aufgabenfelder), aufgeteilt in 80 Online-Konferenzräume (mit dem Tool BigBlueButton). In jeder Session gab es mehrere Impuls-Beiträge, welche dann in den Live-Sessions diskutiert wurden.

Leider wurde die Website des Barcamps https://digitalitaet20.de gehakt – aktuell (Stand: 6. und 7.11.20 morgens) ist die Website nicht erreichbar. Sie war gehakt worden und zwischenzeitlich mit Fremdinhalten gefüllt. Braun-Speck entdeckte das zufällig, weil sie Jemanden den Link zu ihrem Impuls senden wollte. Sie informierte sowohl die Staatssekretärin von Dorothe Bär – Dr. Dorit Bosch – wie auch die betreibende Agentur. Diese arbeitet bereits daran, die Website wiederherzustellen. Aber zum Glück gibt es noch eine weitere Domain, auf der die einleitenden Sessions des Barcamps erreichbar sind. Die von Braun-Speck ist diese > bitte Link im Webbrowser öffnen: https://digitalitaet20-impulse.de/?p=4273

Dennoch werden derzeit die Ergebnisse des Barcamps ausgewertet. Aber nicht vom Digitalisierungs-Ministerium, sondern von Privatpersonen und Unternehmern – warum? Dazu gab es bisher keine Antwort. Siehe Twitter unter den Hashtags #schuleneudenken #digitalitaet20

Problem: Der Arbeitsmarkt gibt solche Fachkräfte nicht her!

Selbst wenn die Politik bereits IT- / Digitalisierungs- sowie Medien-Experten im Bildungssystem vorsehen würde und die Finanzierung sichergestellt wäre: Am ITK-Arbeitsmarkt fehlen laut dem Branchenverband BITKOM circa 125.000 IT-Fachkräfte. Entsprechend gibt es KEINE Fachkräfte, die das Bildungssystem für sich finden könnte. ITK ist die Abkürzung von Informations- und Telekommunikations-Technik. Für die pädagogischen Aufgaben gibt es mittlerweile den Beruf des Medienpädagogen – aber welche Schule hat so jemanden? Wie viele sind davon auf dem Arbeitsmarkt verfügbar?

Die Einzigen, die zu moderaten Honoraren wenigstens tage-, wochen- oder monatsweise bzw. projektweise helfen können, sind hochqualifizierte Freiberufler.

Zwar könnten – bei ausreichender Mitarbeiteranzahl – auch IT-Systemhäuser und Beratungsfirmen solche Fachkräfte für Schulen  liefern, doch: Dort kosten diese 1/3 bis doppelt soviel. Freiberufler sind dagegen inklusive aller Arbeitgeber- und Personalnebenkosten nicht teurer als zum Beispiel Lehrer. Das im Durchschnitt 75 €/Stunde (netto). Berechnung dazu siehe Quellen-Angaben oder direkt hier.

Insbesondere, aber nicht nur während der Corona-Krise, könnten Freiberufler aus der ITK-/ Digitalisierungs- & Medienbranche eingesetzt werden. Kurz: #Freelancer4Schools oder auch #Consultants4Schools.

Diese könnten als medienpädagogische Lernbegleiter & Coaches in Schulen unterstützen; dort und fernmündlich mit Rat und Tat (Support) helfen; auch Workshops geben, etc. Sie könnten die Aufgaben übernehmen, für die weder Lehrkräfte noch Hausmeister ausgebildet worden sind. Das geht auch kurzfristig und relativ spontan und würde enorm beim Homeschooling helfen! Zunächst stunden- oder tageweise? Auf jeden Fall auf Abruf und nur bei Bedarf. Das heißt, es entstehen keine Fixkosten. Außer Einzelne, die als schuleigene Digitalisierungs-Manager auf Dauer besser bleiben sollten und so für nachhaltige digitale Bildung sorgen können.

Um das realisieren zu können, brauchen Schulen im Grunde genommen nur einen „Topf“, sprich finanzielle Mittel, mit denen sie Freiberufler-Honorare bezahlen könnten. Möglicherweise aus den Vertretungsfonds? Dem Digitalpakt?

Sogar die am schlimmsten von der Corona-Krise gebeutelten Freiberufler, die Kreativen und Künstler, könnten in Schulen eingesetzt werden – als Lernbegleiter für digitale Bildung.

Wie das? Digital, digital, digital … Die Lehrpläne und Medienkonzepte sehen vor, dass Lehrkräfte und Schüler sich zunehmend mit Software-Anwendungen und Medien auseinandersetzen. Sie sollen digitale Texte schreiben, digitale Videos und Podcasts (Audios) erstellen, digitale Bilder und Videos – das ist digitaler Content!

Solch ein digitaler Content wird teilweise, nicht nur, von freiberuflichen Künstlern erstellt. Diese heißen Webdesigner, Content-Manager, Online-Journalisten, Video-Producer und und und. Sie könnten derzeit als Lernbegleiter in Schulen aushelfen – und Geld verdienen, wodurch sie dann nicht auf Hilfen vom Staat angewiesen wären.

Content ist eins der neuen Buzz-Worte im Bildungssystem!

„Content ist King“ heißt es seit Jahren in der Wirtschaft, wenn es um Online- und Social-Media-Marketing geht. Jetzt auch in der Bildung! Denn: Die Lerninhalte in Lern-Management-Systemen (kurz: LMS) sind Content. LMS basieren zudem auf Content-Management-Systemen – sie sind technisch in der Regel das Gleiche. Das bedeutet: Webdesigner können Lern-Management-Systeme betreuen, Lehrkräfte und Schüler in der Nutzung schulen und die Lerninhalte (Content) dafür produzieren. Ja, sogar freiberufliche Kunstmaler könnten die fehlenden Kunstlehrer in Schulen ersetzen – wenigstens zeitweise. Auch freiberufliche Event-Manager könnten bei Corona-Quarantänen helfen. Organisation und Planung ist ihr Job.

Aus welch einem Grund, sollen sie arbeitslos Zuhause sitzen, „Stütze“ bekommen, obwohl sie in Schulen gebraucht werden?

Klar wird durch diese Ausführung: Informatiker sind dafür nicht die Richtigen. Aber in der Kreativ- / Künstler-Branche sind die dafür passenden Fachkräfte zu finden. Sind sie Freiberufler und keine Festangestellten, sind sie auch in nennenswerter Zahl am Arbeitsmarkt verfügbar. Heute, während der Corona-Krise, aber auch auf Dauer.

Lehrer-Risikogruppen fit für Homeschooling machen.

Erste Aufgabe der Freiberufler könnte sein, die Lehrkräfte, welche zu Corona-Risikogruppen gehören und aktuell vorsorglich krankgeschrieben sind, absolut fit in Sachen digitaler Bildung zu machen? Dann könnten diese Lehrkräfte vorn Zuhause aus Arbeiten und Schüler unterrichten, die in Corona-Quarantäne sitzen.

Bleibt nur noch die Frage, wie nun diese Freiberufler bezahlt werden und wie sie mit den Schulen zusammenkommen. Finanzierung ist Bundes- bzw. Ländersache. Für die Prozesse und Technik dazu hat Braun-Speck ebenfalls ein Konzept parat und die technische Lösung dafür vorbereitet. Mit dem Bildungsministerium von Schleswig-Holstein steht sie dazu bereits in Kontakt. Doch um das aus den Angeln zu heben wird ein interdisziplinäres Team gebraucht, sowie die Förderung und Unterstützung der Politik und Wirtschaft.

Wie einige Andere meinen, sagt auch sie:  „Digitale Bildung muss nachhaltig angelegt sein und kann nur gemeinsam gelingen. Wirtschaft und Bildung müssen hier eng zusammenwirken. Freiberufler (aus der Wirtschaft) für Schulen sind eine mach- und verfügbare sowie finanzierbare Ressource. Dafür suche ich Unterstützung!“ Kontakt: kontakt@media4schools.de


Urheber des Textes und der oben genannten Ideen:

Susanne Braun-Speck, 52j aus SH, ist heute freie Referentin für digitale Bildung und freiberufliche Online-Marketing-Beraterin mit Schwerpunkt Webdesign und Content-Management. Zuvor 1996-2016 war sie IT-Personalvermittlerin und Franchise-Geber mit ehemals größerer (eigener) Firma. Kunden waren Mittelstand und Großunternehmen wie T-Systems, Dräger Medizintechnik, und viele mehr in der Größenordnung. Es gab von ihrer Vermittlungsagentur 9 Franchise-Niederlassungen in Deutschland.

Seit 2011 engagiert sie sich in Schulen, organisierte zunächst Kurse im Ganztagsbereich für hochbegabte Kinder (mit Themen wie Bionik, Scratch, Robotik, etc); wurde dann selbst zur Referentin im Enrichment-Bereich; war mehr als 4 Jahre aktive Elternvertreterin, und kennt somit Schule in mehreren Rollen. 2017 gründete sie mit Schülern eine Online-Schülerzeitung (als digitales Lernprojekt), welche 2018 und 2020 die beste Online-SZ von Deutschland wurde (Niveau: GYM/GMSmO). Seit Anfang 2019 führt sie auch für Lehrkräfte in Schleswig-Holstein Workshops zu digitalen Themen durch. Aktuelles steht hier: media4schools.de (Betreiber ist ihr Verein sii-kids & -talents e.V.). Ihre Freiberufler-Website ist tiefenschaerfe.de


Quellenangaben:

  • IT- und Medien-Berufe: Booklet von S. Braun-Speck von 2002 (Link)
    • IT-Berufe > Berufe-Net der Agentur für Arbeit (Link)
    • Medien-Berufe > Berufe-Net der Agentur für Arbeit (Link)
  • IT-Fachkräftemangel Bitkom (Link)
  • Lernplattformen / Content > Wikipedia (Link)
  • Barcamp SchuleNeuDenken, Digitalitaet20 (Link)
  • Was kosten Freiberufler, was Mitarbeiter im öffentlichen Dienst? (Link)