Um das Miteinander in der Region zu fördern, veranstaltet der Golf-Club Reinfeld am 3. Mai 2020  wieder ein internes Golf-Turnier für die Mitglieder des HanseBelt e.V. und deren Freunde. Das Turnier ist als vorgabewirksames 9-Loch Turnier nach Stableford ausgeschrieben. Austragungsort ist der Golfplatz des Golfclub Reinfeld e.V. .

Spiel- und Anmeldemodus entnehmen Sie gerne der hier hinterlegten pdf-Einladung.

Der Löwenanteil des Startgeldes wird wieder einem gemeinnützigen Zweck zugeführt. 2020 geht diese Summe an die Initiative sii-kids & -talents e.V., die sich erfolgreich um die Förderung von Kindern und Jugendlichen und um die Vermittlung von nachhaltiger Medienkompetenz bemüht.

Das Turnier ist für HanseBelt e.V.-Mitglieder & -Freunde, d.h. auch für Nicht-Mitglieder!

Melden Sie sich bis zum 15.04.2020 per E-Mail der Golfclub-Geschäftsstelle in Reinfeld an – die Mitspielerzahl ist auf 36 Teilnehmer begrenzt.

Während Sie das Turnier spielen, können Angehörige und Freunde der Teilnehmer kostenlos am Schnuppergolf teilnehmen. Erfahrene Clubmitglieder erläutern Nicht-Golfern die Idee des Spiels und führen in die Grund-Techniken ein. Auch für die Kleinen ist gesorgt!

Im Anschluss an das Turnier sind eine Siegerehrung und gemeinsames Beisammensein am Grill geplant.

Zusatz von sii-kids: Wir würden uns freuen, wenn Kinder & Jugendliche aus unserem Vereins-Umfeld wieder dabei sein würden!

Unter dem Motto „Schule macht Zukunft – Impulse für ein nachhaltiges Leben“ findet am Freitag 28.2. in Kiel ein Kongress für Schüler und ihre Lehrkräfte mit 32 BNE-Workshops statt. Dieser leitet 2020, als Jahr in dem „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (kurz: BNE) ein Schwerpunkt ist, ein.  Schulen sollten ihre „Delegation“ als Teilnehmer dazu anmelden; die Anfahrtskosten werden übernommen.

Auch der sii-Kids & -talents e.V. ist mit „Media4Teens“, unter der Workshop Nr. 22, mit „Nachhaltige Smartphones, digital präsentiert“ dabei.

Themen des Kongresses sind die drei Säulen der Nachhaltigkeit: ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit und deren 17-Hauptziele (es gibt viele, viele Unterziele). Die Veranstalter möchten mit dem Kongress neue Impulse geben und die vielfältigen BNE-Aspekte aufzeigen. Dabei bieten BNE-Aktive 32 spannende Workshops zum Mitmachen an, in Kiel an der Uni (CAU) und weitere, parallel an anderen Orten in ganz SH. Außerdem sind alle Schulen im Land eingeladen, per Video-Stream die Eröffnung und den Abschluss der Veranstaltung an der Uni Kiel live zu verfolgen. Siehe Einladungs-Schreiben (pdf) dazu!

Hier sind alle 4 pdf-Dokumente für Schulen vom Bildungsministerium dazu als ZIP-Datei herunterladbar.

Der BNE-Kongress ist für „Schul-Delegierte„.

Genauer für Schülerinnen und Schüler von weiterführenden Schulen in SH und ihren Lehrkräften, die als Schul-Delegation im Bereich Nachhaltigkeit etwas bewegen wollen. Eine Schuld-Delegation besteht aus fünf bis zehn Schülern inklusive einer Lehrkraft. Die Teilnehmenden besuchen während des Kongresses von den 32 Angeboten jeweils 2 verschiedene, jeweils 90-minütige Workshops. Das Programm (pdf) kann hier heruntergeladen werden.

Alles ist kostenlos. Sogar ein Bus-Shuttle ist möglich!

Die Teilnahme am Kongress samt Workshops ist kostenlos, ebenso wie das Mittagessen. Außerdem werden die Kosten für die An- und Abreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln übernommen. Sollte eine rechtzeitige Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht möglich sein, kann ein kostenloser Bus-Service in Anspruch genommen werden. Siehe Anmeldeformular (ausfüllbare pdf) sowie Fotogenehmigung (pdf).

Das ausgefüllte Anmeldeformular bitte per Mail senden an: anmeldung.bnekonferenz@bimi.landsh.de oder per Fax an 0431 988–2527. Anmeldeschluss ist Montag, 10. Februar 2020. Eine Bestätigung folgt kurz danach.

Wichtigste Eckdaten:

  • Termin: 28. Februar 2019
  • Zeiten: 8:30 bis 16:30 Uhr, 1. Vortrag: 9.30 Uhr
  • Ort: Kiel, Max-Planck-Hörsaal am Campus vom CAU
    • Adresse: Campus der Christian-Albrechts-Universität (CAU),
      Max-Planck-Hörsaal, Leibnizstr. 13, 24118 Kiel
  • Anmeldeformular senden an: anmeldung.bnekonferenz@bimi.landsh.de oder Fax: 0431 988–2527.

Hintergründe & Beteiligte

Im Jahr 2020 rückt Schleswig-Holstein die Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) in den Fokus. Gemeinsam laden das Bildungsministerium, das Umweltministerium, die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) sowie das Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) zum Kongress ein. Beteiligt sind auch das IQSH sowie das BNUR.

Parallel zum Geschehen in Kiel an der CAU finden dezentrale Angebote statt, welche eine Weiterführung des Bildungsprojektes HIER FÜR DIE WELT LERNEN (BNUR / RENN.nord) sind. Schulen, die noch einen BNE-Referenten ins Haus holen möchten, können dazu beim BNUR (Bildungszentrum für Natur, Umwelt und ländliche Räume) anfragen: info@bnur.landsh.de

In Zeiten von medienpädagogischer Bildung nehmen auch außerschulische Lernangebote digitale Formen an: so wie die vom sii-kids-Kids & -talents e.V. aus Reinfeld. Seit November werden diese vom „Offenen Kanal“ aus Landesmitteln gefördert. Schul- und Jugendgruppen können nun auch 2020 an solchen Workshops teilnehmen.

Unter dem Titel „Media4Schools“ und „Media4Teens“ bietet der Verein seit Anfang 2019 digitale Lernprojekte und Workshops an, die teilweise mit Nachhaltigkeits-Themen kombiniert werden. Im Herbst 2019 war deren  Workshop „Nachhaltige Smartphones, digital präsentiert“ im Programm von „Hier für die Welten lernen“ von Renn.nord / BNUR (Bildungszentrum für Natur, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein).

Darüber nahmen, von Ende August bis Ende November, sieben Schul-, sowie eine Azubi-Gruppe kostenfrei teil. Da der Verein nunmehr vom „Offenen Kanal“ aus Landesmitteln* gefördert wird, kann er die eigene technische Ausstattung verbessern und in 2020 weitere Workshops für Jugend- und Schulgruppen ab der 9. Klasse anbieten.

Der „Offene Kanal Schleswig-Holstein“ kurz: OKSH ist eine Anstalt des öffentlichen Rechts und Rundfunk- sowie Medienbetreiber. Er veranstaltet auch eine Reihe von Wettbewerben, zuletzt den Medienkompetenzpreis von SH, und hält die Hand über medienpädagogische Fördermittel der Staatskanzlei. Ziel der Mittel ist, die Medienkompetenz im Land zu stärken. Siehe Beitrag über die Vertragsunterzeichnung.

Zu den in 2019/20 geförderten Projekten zählen nunmehr die Media4Teens-Angebote vom sii-kids & -talents e.V.

„Die Workshops finden wieder überwiegend im Innovationcenter von Dräger, der Dräger-Garage, in Lübeck statt. Sind die Schulgruppen zu weit weg, fahre ich auch schon mal dorthin“, erzählt Susanne Braun-Speck, 1. Vorsitzende des Vereins und diejenige, die sich die Media4Teens-Angebote ausgedacht und die Workshops  entwickelt hat. Sie ist 2019 auch freie Referentin für digitale Bildung beim IQSH geworden und schult Lehrkräfte – das in Bad Oldesloe.

Da es ihr insbesondere um digitale Bildung geht, die nachhaltig wirkt, hat sie im Laufe des Jahres das Lernportal „Media4Teens.de“ entwickelt. Das liefert Workshop-Inhalte in medialer Form und wird von Teilnehmern – Lehrkräften und Schülern – auch im Nachgang für digitale Bildung im und außerhalb des Schulunterrichts genutzt. Sponsoren, wie z.B. die Stiftung der IHK zu Lübeck und der Inner Wheels-Club Stormarn (IWC), unterstützten das finanziell ein wenig.

Das digitale Lernprojekt „Online-Schülerzeitungen entwickeln“ gibt es natürlich auch immer noch. Das auch als Abrufveranstaltung beim IQSH.

Die ersten Termine für 2020 stehen bereits online:


 

Am 11.9.2019 hatte Susanne Braun-Speck im CoWorkingLand auf der Kieler Woche die Gelegenheit, Digitalisierungs-Minister Jan Philip Albrecht Fragen zu stellen. Solche, die Schulen und ihre Beteiligten bewegen, zum Beispiel:

Wie soll Digitalisierung in Schulen gelingen – mit beispielsweise 800 Schülern und 60 Lehrern?

In der Regel ist es so, dass an einer Schule ein bis zwei Lehrer zwei Zusatzstunden pro Woche haben, um als technische Ansprechpartner und Supporter zu agieren. Kurz: sie haben „Land unter“ und wissen nicht, wie sie das stemmen sollen. Erzählt wurde auch von einer Schule, wo die Schülertechnik-AG – auch oder insbesondere während des Unterrichts – diesen Job an der Schule macht.

In Unternehmen mit rund 860 Mitarbeitern gäbe es eine ganze IT-Abteilung!

Mit 10, 20 oder mehr IT-Fachkräften. Minister Albrecht wurde gefragt, wie nun Schulen das ohne vergleichsweise viele IT-Mitarbeiter schaffen sollen. Zustimmende Rufe und Kritik am System folgten aus dem Publikum und seine abgekürzte Antwort war: Schulterzucken und: „Das Problem zu lösen, ist Aufgabe der jeweiligen Schule.“ Es müssten halt Personalressoucren dafür freigeschaufelt werden. Wer das bezahlt? Die Schulen bzw. Schulträger? Woher all die vielen IT-/Medien-Fachleute dafür kommen sollen?

#SBraunSpeck erwähnte abschließend das von ihr entwickelte Berufsprofil des „Digitalisierungs-Managers für Schulen“ – halten Lehrer das auch für sinnvoll? Siehe Anhang, pdf: Beruf Digitalisierungs-Manager für Schulen

Größere Artikel zum Thema:

Im Video geht es nur um das neue Schulportal:

 

Die Vergleichsstudie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) bewertet anhand von insgesamt 93 Indikatoren in 12 Handlungsfeldern, inwieweit ein Bundesland Bildungsarmut reduziert, zur Fachkräftesicherung beiträgt oder Wachstum fördert und vieles mehr.

Die Zahlen kommen von verschiedenen statistischen Einrichtungen wie beispielsweise den Statistischen Landesämtern und werden in Punkte umgerechnet. Die Daten stammen zumeist aus dem Jahr 2016 und 2017.

Info: Der Text stammt aus Presse-Infos der „INSM-Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft GmbH“ sowie deren Studie (pdf, Langfassung) und dem Factsheet für SH (Link).

Im Bildungsmonitor 2018 stand das Thema Bildung und Sicherung der digitalen Teilhabe im Mittel­punkt des Sonderkapitels.

Die Ausstattung der Schulen im Bereich der Digitalisierung sind sowohl hin­sichtlich der Infrastruktur als auch hinsichtlich der Lehrkonzepte unzureichend. Auch bei den Kenntnis­sen der Schüler zur Digitalisierung bestehen im internationalen Vergleich Rückstände und gleichzeitig sind die Kenntnisse sehr stark von der sozialen Herkunft der Schüler abhängig. Damit droht eine Spal­tung der Zukunftschancen der Schüler bezüglich einer vorhandenen oder fehlenden digitalen Grundbil­dung, da diese Kenntnisse zunehmend für den Arbeitsmarkt von hoher Bedeutung sind (Falck et al., 2016). Um die Chancen aller Schüler zu sichern, ergeben sich eine Reihe an Handlungsempfehlungen: Digitale Infrastruktur schaffen – Verbindliche Lehrerfortbildung, etc.

Siehe Artikel dazu vom letzten Jahr: Digitalisierung in Schulen? Ist-Situation in SH

Im Bildungsmonitor 2019 wird der Blick auf die ökonomische Bildung gerichtet.

Auch diese hat zwei wichtige Bezugspunkte zur Bildungsgerechtigkeit. Es zeigt sich, dass bei der ökonomischen Bildung – ge­messen durch Befragungen zur finanziellen Bildung – ein enger Zusammenhang zwischen der sozialen Herkunft der Schüler oder jungen Erwachsenen und den Kompetenzen in finanzieller Bildung bestehen. Gleichzeitig wirkt sich eine fehlende finanzielle Grundbildung auf die soziale Lage der befragten Perso­nen aus. So treten häufiger – kontrolliert um Einkommen und andere wichtige Aspekte – Überschul­dungsprobleme auf und auch das Spar­ und Anlegeverhalten fällt risikoreicher aus. Diese fehlende finan­zielle Grundbildung ist für Kinder aus sozioökonomisch schwächeren Haushalten besonders problema­tisch, da finanzielle Fehlentscheidungen nicht einfach durch das Vermögen der Eltern ausgeglichen wer­den können. Zudem gibt es einen starken Einfluss des Elternhauses auf die Berufswahlentscheidungen der Jugendlichen.

Durch bessere Lehrkonzepte zur ökonomischen Bildung sowie eine entsprechende Ausweitung des Unterrichts und einer gezielteren Berufsvorbereitung in den Schulen können bessere Grundlagen und Chancen für alle Jugendlichen geschaffen werden

Würde helfen, mehr Quereinsteiger aus der Wirtschaft als Lehrkräfte zu gewinnen?

Schleswig-Holstein liegt auf Rang 11 und hat sich in der Summe seit 2013 nur um 1 Punkt verbessert.

Berlin – Schleswig-Holstein rangiert im INSM-Bildungsmonitor 2019 auf Rang 11 der 16 Bundesländer und hat sich im Vergleich zum Jahr 2013 leicht verbessert (um 1,7 Punkte; zuvor um 0,7 Punkte verschlechtert; seit 2013 im Schnitt also um nur 1 Punkt verbessert (Quelle: Seite 136, Tabelle über Veränderungen zu Vorjahren)

SH schneidet in den untersuchten Handlungsfeldern sehr unterschiedlich ab:

  • Stärken weist Schleswig­Holstein bei den Handlungsfeldern:
    • Zeiteffizienz (Platz 1)
    • Bildungsarmut (Platz 4)und
    • Schul­qualität (Platz 6) auf.
  • Verbesserungsbedarf besteht insbesondere im Bereic:
    • Hochschule und MINT,
    • bei der Internationalisierung,
    • Digitalisierung (siehe 2018)
    • der Förderinfrastruktur,
    • bei der Forschungsorientierung,
    • der Ausgabenpriori­sierung und
    • bei den Betreuungsbedingungen (Abbildung 4­16).

INSM-Handlungsempfehlungen für SH

Neben den genannten Verbesserungspotenzialen zeigt der Bildungsmonitor zu verschiedenen Schwerpunkten Handlungsempfehlungen für die Bildungspolitik in Deutschland auf.

Integration: So sollten zur Stärkung der Integration und Durchlässigkeit des Bildungssystems die Bildungsausgaben stärker nach einem Sozialindex differenziert und Sprachförderung systematisch mit Beginn der Kita über die Bildungslaufbahn hinweg gestärkt werden.

Digitalisierung: Zur Sicherung der digitalen Mündigkeit sollte der Digitalpakt an Schulen und Berufsschulen zügig umgesetzt, Lehrkonzepte entwickelt und Lehrkräfte geschult werden. Auch hier sollte ein Zugang zur IT-Ausstattung durch eine Differenzierung der öffentlichen Bildungsausgaben über einen Sozialindex für alle Schüler gesichert werden. Ferner sollten bundesweit die IT-Ausbildung in der beruflichen und akademischen Bildung und die Forschung im Bereich der Digitalisierung gestärkt werden. Schleswig-Holstein hat im Bereich der Schulen Nachholbedarf bei der Digitalisierung und sollte auch bei der beruflichen und akademischen IT-Ausbildung und der Forschung zusätzliche Impulse setzen. Positiv zu bewerten ist, dass bei der IT-Ausbildung an Hochschulen Fortschritte erreicht werden konnten.

Ökonomische Bildung: Der aktuelle Bildungsmonitor zeigt ebenso auf, dass bei der ökonomischen Grundbildung und der Berufsorientierung bundesweit ein hoher Einfluss der sozialen Herkunft auf Kenntnisse und Informationsstand der Jugendlichen besteht und diese wiederum soziale Auswirkungen im späteren Leben haben. Hier sollten die Schulen bundesweit durch Lehrkonzepte zur ökonomischen Bildung sowie eine entsprechende Ausweitung des Unterrichts und der Berufsorientierung bessere Grundlagen und Chancen für alle Jugendlichen schaffen.

Stärken von SH

Zeiteffizienz (BM 2019: 1. Platz): Bei der Umsetzung des Bologna-Prozesses ist das Land relativ weit vorangekommen. Im Jahr 2017 begannen 77,3 Prozent der Studienanfänger in Schleswig-Holstein einen der neuen Bachelorstudiengänge. Im Bundesdurchschnitt belief sich dieser Anteil auf 72,5 Prozent. Auch die Wiederholerquoten waren im Jahr 2017 in Schleswig-Holstein geringer als in den meisten anderen Bundesländern. An den Grundschulen lag sie bei 0,3 und im Bundesdurchschnitt bei 0,5 Prozent. Die Wiederholerquote in der Sekundarstufe I betrug 1,5 Prozent und im Bundesdurchschnitt 2,8 Prozent.

Bildungsarmut (BM 2019: 4. Platz): In verschiedenen Kompetenzerhebungen (IQB) ist sowohl bei den Kindern aus der 4. Klasse als auch bei denen aus der 9. Klasse nur ein unterdurchschnittlicher Anteil zur Risikogruppe zu zählen. Zudem fiel die Absolventenquote des Berufsvorbereitungsjahres mit 68,3 Prozent im Jahr 2017 deutlich höher aus als im gesamtdeutschen Durchschnitt (50,0 Prozent). Der Anteil der Schulabgänger ohne Abschluss fiel im Jahr 2017 jedoch mit 7,5 Prozent in Schleswig-Holstein schlechter aus als im bundesdeutschen Durchschnitt (6,3 Prozent).

Schwächen und damit Potenziale von SH

Förderinfrastruktur (BM 2019: 16. Platz):

Bei den drei- bis sechsjährigen Kindern lag die Ganztagsquote in Schleswig-Holstein 2018 mit 35,0 Prozent unterhalb des Bundesdurchschnitts von 45,9 Prozent. Deutlich unterdurchschnittlich war auch die Ganztagsquote bei den Grundschülern und den Schülern aus der Sekundarstufe I. Im Jahr 2017 betrug der Anteil 20,9 Prozent bzw. 30,7 Prozent (Bundesdurchschnitt: 41,6 bzw. 44,8 Prozent).

Hochschule und MINT (BM 2019: 15. Platz):

Kurz: Die Relation der Studienabsolventen an der akademischen Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter war im Jahr 2017 der geringste in ganz Deutschland. Die Akademikerersatzquote betrug ebenso wie in Brandenburg 3,5 Prozent (Bundesdurchschnitt: 4,9 Prozent). Zudem war der MINT-Anteil am wissenschaftlich-künstlerischen Personal an den Hochschulen der niedrigste von allen Bundesländern.

Detaillierter: Im Jahr 2017 verließen Schleswig-­Holstein mehr Studienan­fänger als aus den anderen Ländern zuwanderten. In Relation zur Zahl der Schulabsolventen aus Schles­wig­Holstein, die ein Studium in einem anderen Bundesland aufnehmen, zieht Schleswig­Holstein die wenigsten Studienanfänger aus anderen Bundesländern an. Daher war der Anteil der Studienabsolven­ten an der akademischen Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter im Jahr 2017 auch der geringste in ganz Deutschland.

Die Akademikerersatzquote betrug ebenso wie in Brandenburg 3,5 Prozent (Bundesdurch­schnitt: 4,9 Prozent). Beim Anteil der Absolventen an der 25 ­bis 40­jährigen Bevölkerung nimmt Schles­wig­Holstein den vorletzten Platz ein. Darüber hinaus betrug der Anteil der Absolventen eines ingenieur­wissenschaftlichen Studiums an allen Absolventen im Jahr 2017 15,8 Prozent und liegt damit unter dem Bundesdurchschnitt von 19,3 Prozent.

  • Beim Anteil der Absolventen in Mathematik, Naturwissenschaf­ten und Informatik wurden dagegen überdurchschnittliche Werte erreicht, Schleswig­Holstein erzielt hier den besten Wert aller Bundesländer (Schleswig­-Holstein: 17,4 Prozent; Bundesdurchschnitt: 13,6 Prozent).
  • Mit 5,9 Prozent fiel der Anteil der Absolventen in den Ingenieurwissenschaften zu den sozial­versicherungspflichtig beschäftigten Ingenieuren wiederum unterdurchschnittlich aus (Bundesdurch­schnitt: 6,8 Prozent).
  • Zudem war der MINT­-Anteil am wissenschaftlich­-künstlerischen Personal an den Hochschulen der niedrigste von allen Bundesländern.

Frage dazu: Wie geht das? MINT-Absolventen in SH sind die besten, obwohl in keinem anderen Bundesland mehr MINT-Personal an den Hochschulen fehlt?

Betreuungsbedingungen (BM 2019: 14. Platz):

Die Schüler-Lehrer-Relation fiel insbesondere in der Sekundarstufe II und an den Ganztags-Berufsschulen ungünstig aus. In der Sekundarstufe II kamen im Jahr 2017 rechnerisch auf eine Lehrkraft 15,4 Schüler. Dies ist die schlechteste Relation aller Bundesländer (Bundesdurchschnitt: 12,0). Eine unterdurchschnittliche Betreuungsrelation besteht weiterhin an den Hochschulen. Auf eine Lehrkraft (Professor, Dozent, Lehrbeauftragter) kamen im Jahr 2017 22 Studierende (Bundesdurchschnitt: 17,7).

Forschungsorientierung (BM 2019: 14. Platz):

Das Volumen der eingeworbenen Drittmittel lag im Jahr 2016 gemessen an der Anzahl der Professoren mit 97.800 Euro deutlich unter dem Bundesdurchschnitt (144.000 Euro). Zudem fiel die Promotionsquote in Schleswig-Holstein im Jahr 2017 unterdurchschnittlich aus (Schleswig-Holstein: 4,4 Prozent; Bundesdurchschnitt: 5,7 Prozent).

Internationalisierung (BM 2019: 13. Platz):

Nur wenige Bildungsausländer studierten im Jahr 2017 in Schleswig-Holstein. Der Anteil an allen Studierenden war mit 6,3 Prozent der niedrigste Wert (Bundesdurchschnitt: 10,3 Prozent). Weiterhin fiel in Schleswig-Holstein im Jahr 2017 der Anteil der Grundschüler mit Fremdsprachenunterricht mit 49,2 Prozent deutlich unterdurchschnittlich aus (Bundesdurchschnitt: 65,7 Prozent). Beim Anteil der Berufsschüler mit Fremdsprachenunterricht erzielte Schleswig-Holstein dagegen einen überdurchschnittlichen Wert. Die Englischkompetenzen der Schüler im Hören und im Leseverständnis fielen ebenfalls überdurchschnittlich aus.

Das SH-Profil als PDF-Download

Das Handelsblatt veröffentlichte am 17. Juni einen Artikel zum Thema Digitalisierung und Beruf, speziell, was Frauen dahingehend erwarten und befürchten. Das, weil IT und Technik typische „Männerdomänen“ sind und Frauen seltener im Bereich der Naturwissenschaften, am wenigsten Informatik, studieren. Fragen lauten entsprechend:

Werden Frauen deshalb in Zukunft weniger verdienen? Werden sie beruflich eher durch die Digitalisierung abgehängt, als Männer?

Laut der Studie, auf die sich der Artikel bezieht, ist besonders auffallend: Um Studierende, die ein Staatsexamen als Abschluss anstreben, steht es besonders schlecht. Dabei: Nur 40% der Studierenden, die ein Lehramt anstreben, sieht sich gut auf die digitale Berufswelt vorbereitet. Das heißt im Umkehrschluss? 60% der zukünftigen Lehrer werden während ihres Studiums nicht im Bereich digitale Bildung fit gemacht?

Wie geht es erst den Lehrern, die schon viele Jahre lang im Beruf stehen?

Zitate aus dem Artikel:

„Der Digitalpakt von Bund und Ländern läuft ins Leere, wenn selbst junge Lehrer nicht auf die digitalen Anforderungen vorbereitet sind. Da helfen auch kein schnelles WLAN und digitale Whiteboards.“

„Die angehenden Lehrer und Erziehungswissenschaftler werden mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, die zu einem großen Teil in der digitalen Welt unterwegs sind. Wie wollen sie ihnen hier auf Augenhöhe begegnen?““

In Verbindung mit traditioneller Berufswahl und digitaler Bildung eine Anmerkung von Susanne Braun-Speck, Referentin sowie Betreiberin von media4 teens & schools dazu:

„Frauen arbeiten traditionell gerne als Pädagogen; als Lehrerin oder Erzieherin. Da digitale Bildung endlich umfassend und flächendeckend in die Schullandschaft einziehen muss, klingt es doch eigentlich logisch, wenn Frauen ein paar Semester Medien-Informatik studieren und dann auf Lehramt.

Sie werden demnach nicht in die Digitalsierungsfalle stürzen, nicht durch KI ersetzt, sondern können ihren Traumberuf zukunftsfähig ausführen. Perfekt wäre, wenn sie zukünftig das (zu schaffende) Fach „digitale Medien“ unterrichten würden. Das hat auch ganz viel mit Psychologie, Recht, Datenschutz, etc zu tun; ist also weniger Technik-lastig, als oft angenommen!“

Für alle Pädagogen, die längst mit beiden Beiden im Berufsleben stehen, bieten sich Weiterbildungsangebote des IQSH an.

Insbesondere die, die dort unter dem Titel „Media4Schools“ angeboten werden. Fünf verschiedene Nachmittagskurse sind geplant und stehen online (auf FORMIX, dem Buchungsportal des IQSH) zum kostenfreien Buchen bereit. Dabei geht es um Medien-Recht, Websites, Wiki´s, Online-Schülerzeitungen und Lernportale planen und entwickeln; um WordPress, Social-Media und Online-Marketing für Schulen, etc.

Welche Media4Schools-Kurse es in Bad Oldesloe, Kreis Stormarn (SH-Süd) gibt, steht auch in diesem Beitrag.


Quellen & Empfehlungen:

Foto: Schüler_mit_Lehrerin_Fotolia: 179998909

Medien-Recht? Websites, Wiki´s, Online-Schülerzeitungen oder Lernportale planen und entwickeln? Mit WordPress arbeiten? Social-Media und Online-Marketing für Schulen? Digitale Bildung hat in weiten Teilen der Gesellschaft und Wirtschaft eine hohe Priorität – bundesweit. Ab August 2019 gibt es in Bad Oldesloe (Kreis Stormarn) unter dem Titel „Media4Schools“ neue digitale Weiterbildungs-Angebote für Pädagogen.

„Ein guter Lehrer bleibt ein Schüler bis ans Ende seiner Tage“ – Das alte chinesisches Sprichwort gilt in der digitalisierten Welt noch viel mehr, denn: sie verändert sich ständig und damit hört das Dazulernen niemals auf.

Angebote für Lehrer-Schüler-Teams fanden im 1. Halbjahr 2019 als 4tägige Workshopreihe in Barsbüttel (Stormarn) statt. Titel: „Digitales Lernprojekt: Online-Schülerzeitungen entwickeln“ – als Nachfolger von erKant.de entstand dabei die BluePage-EKG.de; auch die Lehrer und Schüler von der Stormstory.de waren Teilnehmer.

Das dazugehörende Lernportal „Media4Teens.de“ wurde von Sponsoren unterstützt.

Von August bis Dezember 2019 gibt es 1x monatlich, in der Berufsschule des Kreises Stormarn (BSK) in Bad Oldesloe, digitale Weiterbildungsangebote speziell für Lehrer, Schulsozialpädagogen und Betreuer in Ganztagseinrichtungen.

Referentin ist die Reinfelderin Susanne Braun-Speck, welche Freiberuflerin im Webdesign- und Content-Marketing-Bereich (tiefenschaerfe.de) sowie Vorstandsvorsitzende vom sii-kids & -talents e.V. ist. Der Verein ist der Anbieter dieser Weiterbildungen; das IQSH (Institut für Qualitätsentwicklung in SH; zum Bildungsministerium gehörend) ist der Veranstalter. Pädagogen des schleswig-holsteinischen Bildungssystems sind berechtigt, über das IQSH an den Workshops teilzunehmen. Die KOSTENFREIE Buchung erfolgt über FORMIX, dem Weiterbildungsportal des IQSH.

Websites, Online-Portale, etc planen und/oder selber machen.

In der unten aufgeführten Tabelle sind die Angebote in Kurzform beschrieben. Details dazu stehen ebenfalls online im FORMIX. Individuelle Fragen beantwortet die Referentin gerne per E-Mail: kontakt@sii-kids.de

Gut zu wissen: Die Media4Schools-Angebote sind einzeln buchbar, hängen aber inhaltlich zusammen, sodass die Teilnahme an mehreren sinnvoll, aber nicht notwendig ist.

FORMIX-Nr.
mit Link
Titel / Inhalt jeweils Dienstags von 14:30 bis 18:30 Uhr.
PRV0088 Media4Schools – 1: Digitale Projekte günstig planen – egal ob Lernportal, Schülerzeitung, Wiki oder Website 27.08.2019
PRV0089 Media4Schools – 2: Einführung „Online-Schul- oder Schülerzeitung entwickeln“ & Medien-Recht 17.09.2019
PRV0090 Media4Schools – 3: Praxisarbeit mit WordPress. Online-Texte & digitale Medien fürs Internet suchmaschinen- & social-media-konform gestalten 22.10.2019
PRV0091 Media4Schools – 4: Redaktions-Alltag von (Online-) Schülerzeitungen sowie Mitgliedschaften & Wettbewerbe 12.11.2019
PRV0092 Media4Schools – 5: Online-Marketing & soziale Medien für Schulen nutzbar machen 03.12.2019

Die vorherige 4-tägige Workshopreihe „Digitales Lernprojekt: Online-Schülerzeitungen entwickeln“ ist als Abrufveranstaltung weiterhin buchbar (Formix-Nr.: FFB0023).

Außerschulische Träger und Ausbildungsbetriebe buchen ggf. direkt beim Verein, siehe: sii-kids.de/media4/

Bei der Mitgliederversammlung am 28.05.2019 wurde Folgendes beschlossen:

  • Aufgrund des Rücktritts der ehemaligen 2. Vorsitzenden (Sabine Nauruhn) soll die Vereinssatzung dahingehend geändert werden, dass der Vorstand nur noch aus zwei Mitgliedern besteht (dem Vorstand und dem Kassenwart); siehe Ziff. 6.1. Weitere Kleinigkeiten wurden in der Satzung geändert (siehe Anlage zur Einladung); nur dem Änderungsvorschlag von Ziffer 6.1.5 wurde widersprochen, da er keinen Sinn ergibt.

-> Neue Version der Satzung (pdf) ansehen (klick hier).

  • Es soll für Kinder und Jugendliche auch weiterhin keine fixen oder jährlichen Mitgliedsgebühren geben, da selbst kleinste Beträge für manche Familien nicht tragbar sind.
    • Für Kinder und Jugendliche soll zukünftig nur ein Teilnahmebeitrag pro Veranstaltung in Höhe von 2,- genommen werden.
  • Damit feste und wiederkehrende (jährliche) Kosten des Vereins, insbesondere die Vereinshaftpflichtversicherung bezahlt werden können, sollen mehr Fördermitglieder gefunden werden. Dazu sollen nun auch mal Reinfelder Firmen angesprochen; ein Spendenbutton prominent auf der Website und im E-Mail-Absender eingefügt werden.
    • Fördermitglieder sind in der Regel Eltern von regelmäßig teilnehmenden Kindern und Firmen (Firmen-Fördermitgliedschaft). Die jährlichen Mindestbeiträge bleiben wie folgt:
      • Privatpersonen: 24 €/jährlich
      • Firmen: 120,- € / jährlich, siehe auch Seite: Förderung

Zur Information wurden den Mitgliedern zudem berichtet von:

  1. den Media4Schools-Workshops beim IQSH, siehe Beiträge im Blog sowie auf der Seite „Media4 Teens & Schools
  2. unserer Teilnahme beim Nachhaltigkeitspreis von SH, siehe Beitrag
  3. Verschiedenem

 

Foto: Pipxabay, Nattanan23

Der Verein Sii-Kids & -Talents e.V. war Teilnehmer beim Nachhaltigkeitspreis von Schleswig-Holstein. Dort trat er mit seinem Konzept für digitale Bildung unter dem Namen „Media4Schools“ an. Anfangs war es gezielt für Lehrer und Schüler entwickelt worden, jetzt wurde es für Azubis von Betrieben (Berufsschüler), sowie für außerschulische Kinder- und Jugendeinrichtungen geöffnet und heißt nun: „Media4Teens & Schools“

Bei der Preisverleihung des Nachhaltigkeitspreises am 3. April sagte Staatssekretärin Anke Erdmann vom Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung in Schleswig-Holstein bei ihrer Einführungsrede unter Anderem:

Der Begriff “Nachhaltigkeit” wird vielzählig interpretiert. Es war spannend zu entdecken, was darunter alles verstanden wird!”

Beim sii-kids & -talents e.V. ging und geht es um digitale Lernprojekte, die Schülern und Lernbegleitern einen leichten Einstieg in digitale Bildung möglich machen.

Nachhaltig ist zum Einen die Wirkung: Was die Media4Teens- & Schools-Teilnehmer lernen, werden sie teilweise ihr Leben lang brauchen können – für Schule, Privates und Beruf. Ja, sogar für eine mögliche Selbständigkeit! Zum Anderen wirkt das dazugehörende digitale Lernportal „Media4Teens.de“ nachhaltig, weil den Teilnehmern und ihrem Peer2Peer-Netzwerk dort alle Workshop-Inhalte mit Lernvideos, etc dauerhaft zur Vergügung stehen.

Das Referenzprojekt erkant.de hat bereits den 1. Nachfolger in Barsbüttel

Referenz zum Nachmachen ist die, 2018 als beste Online-Schülerzeitung Deutschlands ausgezeichnete, ErKant.de aus Reinfeld (Holstein), welche Vereinsvorstand Susanne Braun-Speck über sii-kids zusammen mit Schülern und Schülerinnen aufgebaut hat. Nachwuchs hat erkant.de gerade bekommen – mit der BluePage-EKG.de aus Barsbüttel (Süd-Stormarn).

Unterstützer mach(t)en es möglich!

Die Gemeinschaftsschule mit Oberstufe wird finanziell von der „Bürgerstiftung Barsbüttel“ unterstützt; die Schulungen konnten die Teilnehmer kostenfrei über das IQSH (Bildungsministerium) buchen. Das digitale Lernportal „Media4Teens.de“ haben die Stiftung der IHK zu Lübeck, die “ProEconomia und der “Inner Wheel Club Stormarn” (IWC) finanziell, sowie tiefenschaerfe.de mit fachlicher Menpower, unterstützt.

Für die außerschulischen Kurse und die funktionale Erweiterung des Lernportals werden weitere Unterstützer gesucht!

Neue IQSH-Kurse finden ab August 2019 statt -> siehe Link


Was ist Nachhaltigkeit laut Duden?

Laut dem Duden ist die Definition von Nachhaltigkeit zunächst: eine längere Zeit anhaltende Wirkung und meint damit z.B. ein ökologisches Prinzip, nach dem nicht mehr verbraucht werden darf, als jeweils nachwachsen, sich regenerieren, künftig wieder bereitgestellt werden kann. Auf letzteres bezogen sich die meisten Nachhaltigskeitspreis-Bewerbungen im weitesten Sinne.

Viele Projekte, die sich beim Nachhaltigkeitspreis 2019 von Schleswig-Holstein beworben hatten, insbesondere die von Schulen und Kindertagesstätten, beschäftigen sich mit der Bewusstseinslenkung bei Kindern und Jugendlichen und wirken damit indirekt.

Nachhaltigkeitspreis-Gewinner 2019 vor dem Landhaus in Blunck bei Bad Segeberg.

Nachhaltigskeits-Preisträger 2019

Vier Preisträger zeichnete Staatssekretärin Anke Erdmann mit dem Nachhaltigkeitspreis 2019 am 3. April in Blunk bei Bad Segeberg aus. Zwei weitere Vorhaben würdigten die Veranstalter mit einer besonderen Anerkennung. Der Preis wurde bereits zum sechsten Mal verliehen und war mit insgesamt 11.000 Euro dotiert.

Den mit 5.000 Euro dotierten ersten Preis erhielt der Wildpark Eekholt, der seit 50 Jahren Besucherinnen und Besucher neben der Schönheit und Vielfalt der Natur die Zusammenhänge zwischen unserem Alltagshandeln und der Zukunft unseres Planeten entdecken lässt. Dass ländliche Regionen Zukunft haben zeigt das Landhaus Schulze-Hamann in Blunk. Es erhielt den zweiten Preis und 3.000,- Euro. Der Gärtnerhof Wanderup wirtschaftet nach dem Prinzip einer solidarischen, regenerativen Landwirtschaft in einem interdisziplinären Kooperationsnetz. Ergebnis hier: ein dritter Preis (2.000,- Euro).

Der erstmals vergebene IB.SH-Nachwuchspreis in Höhe von 1.000,- Euro ging an die ResteRitter aus Kiel. Sie haben der Lebensmittelverschwendung den Kampf angesagt. Zwei undotierte besondere Anerkennungen gingen an Moin Bio Backwaren GmbH aus Glückstadt, die für ein umfassendes Nachhaltigkeits-Engagement im mittelständischen Handwerk ausgezeichnet wurden, und die AktivRegion Nordfriesland Nord für ihren Aufbruch zur Umsetzung nachhaltiger Ziele im kommunalen Verbund.

5 Zukunftsmacher aus Stormarn

Die Teilnehmer aus Trittau vom Projekt-Lichtoptimierung.de

Aus dem Kreis Stormarn waren fünf der 55 Projekte eingereicht worden. Aus Bad Oldesloe hatten sich die Stadtschule, die Stormarner Werkstätten, der SchanZe e.V. sowie aus Trittau eine Forschungsgruppe vom Gymnasium und aus Reinfeld der Verein sii-kids beworben.

Bei den Schülern der Trittauer Forschungsgruppe (Foto) geht es um optimale, energiesparende Beleuchtung, zum Beispiel von Klassenräumen an Schulen. Ihnen ist es gelungen, ein System zu entwickeln, das die Umgebungshelligkeit und Farbtemperatur eines Raumes misst, die Informationen verarbeitet, die Helligkeit an die Anforderungen des Raumes anpasst und die Farbtemperatur dynamisch darstellt. Bei dem Reinfelder Verein sii-kids & -talents e.V. geht es, wie oben bereits geschrieben, um digitale Lernprojekte, die Schülern und Lernbegleitern hilft, fit für die digitale Welt von morgen zu werden.

Drei Bewerbungen kamen aus Bad Oldesloe: Die DraußenSchule der Stadtschule Oldesloe bietet zum Beispiel jeder Klasse einen DraußenTag pro Woche an, an dem sie Exkursionen zum Bootsverein im Brenner Moor, zum Bauernhof Wilken oder auf den Bauspielplatz Erle e.V macht. Dabei lernen die Schüler viel über die Natur, Umweltbelastungen und Nachhaltigkeit. Beim SchanZe e.V. geht es ums Wohnen und Leben in guter Nachbarschaft: Sie hat einen Quartierstreffpunkt geschaffen, an dem nachhaltig der Vereinsamung entgegen gewirkt werden soll. Dritter Teilnehmer aus Bad Oldesloe sind die Stormarner Werkstätten, welche aus gebrauchter Feuerwehr-Einsatzkleidung neue Upcycling-Produkte entstehen lässt. Unter dem Label handic@pp bieten sie Kulturtaschen, Handy- oder iPad-Taschen, Schlüsselanhänger, Ringkissen, Grillschürzen, etc an.


Kontaktdaten:

Tel. 0172-4332277 (Vorstand Susanne Braun-Speck)
E-Mail: kontakt@sii-kids.de

 

Am 9. Februar 2019 freuten sich zehn gemeinnützige Institutionen über einen 1.000 €-Scheck oder höher. Im Café des Kultur- und Bildungszentrums (KUB) in Bad Oldesloe übergaben die Präsidentin Sabine Hintze und Schatzmeisterin Ellen Witt des „Inner Wheels Club Stormarn“ die Geldgeschenke. (Foto: MSB, erkant.de/sii-kids.de)

Erste Frühlingsluft begleitete die Gäste und Teilnehmer zur Veranstaltung am späten Samstagvormittag, bei der „Sekt & Selters“ und kleine Snacks bereitstanden. Überwiegend waren die erwachsenen Vertreter als Spendenempfänger dabei; nur ein jugendliches Redaktionsmitglied von „erKant„, welche auch Vertreterin von „sii-kids“ ist, sowie drei zauberhafte Kinder vom „Drachenturm“ waren dabei. Letzteres ist eine Anlaufstelle für Kinder von fünf bis zwölf Jahren, außerhalb der Kindergarten- und Schulzeiten, wo sie betreut und bekocht werden und die deutsche Sprache lernen.

Soziales Engagement und Dienst am Nächsten ist eins ihrer Kernziele.

Der Inner Wheels Club Stormarn wurde 2001 gegründet und engagiert sich seitdem sozial. Jedes Jahr aufs Neue veröffentlicht er im Herbst einen Adventskalender mit Türchen, wohinter sich Nummern zu Gewinnen verbergen. Durch den Verkauf von 3.000 Stück zu jeweils 5 € wurden 2018 Erlöse in Höhe von 15.000 EUR erzielt, die nunmehr an gemeinnützige Institutionen verteilt wurden.

Es freuten sich die Vertreter vom „Kaktus“, vom „Wünschewagen“ des ASB und Kindertreff „Drachenturm“ in Bad Oldesloe, vom Förderverein „Lebensweg“ sowie Hospizbewegung „DaSein“, von der Oldesloer und Reinfelder Tafel, der Initiative „Asyl in Reinfeld“, von der ambulanten Hilfe „Horizonte“ – auch Betreiber des sozialen Cafés im KUG“ sowie „sii-kids“. Viele davon freuen sich seit Jahren über diese Spende.

Neu im Kreise der Empfänger war der Verein sii-kids & -talents e.V. aus Reinfeld. Er ist u.a. Förderpartner von erKant.de, welche 2018 die beste Online-Schülerzeitung von Deutschland wurde. In 2019 wird der Verein unter dem Titel „Media4Schools“ digitale Lernprojekte durchführen, welche nachhaltig für digitale sowie politische Bildung sorgt und damit die Lese- sowie Rechtschreibkompetenz und Kreativität von Kindern und Jugendlichen fördert. Was die anderen Spenden-Empfänger wie zum Beispiel die Tafeln machen, ist langjährig bekannt. Sie möchten sich Berufskleidung beschaffen, etwas Instandsetzen, Ladenmiete bezahlen oder Ausflüge machen. Manch ein Empfänger überlegt noch, was am Notwendigsten ist.

 

„Inner Wheel“ ist eine der größten internationalen Frauenvereinigungen, deren Mitglieder zunächst weibliche Angehörige von Rotariern waren. Heutzutage werden auch Frauen ohne rotarischen Hintergrund aufgenommen. Der Club zählt zu den wenigen, von den Vereinten Nationen anerkannten, nichtstaatlichen Organisationen, verbunden mit einem beobachtenden Status im Wirtschafts- und Sozialrat der UNO. Die Geschichte von Inner Wheel begann in England während des Ersten Weltkrieges, als Frauen von Rotariern die sozialen Aktivitäten ihrer im Krieg weilenden Männer fortführten. Der erste deutsche Club wurde 1968 in Lübeck gegründet, heute gibt es mehr als 220 Clubs in Deutschland (Quelle: http://www.iwc-stormarn.de)