Hier werden Begriffe rund um Hochbegabung, Lernen, etc erklärt.

Binnendifferenzierung-Praxisbeispiele

(Autor: SuS) Besonders lebhafte, begabte und kreative Kinder langweilen sich sehr schnell im Unterrricht. Zum einen, weil sie oft schneller begreifen als ihre Mitschüler. Zum anderen, weil es ihnen schwerfällt, nur zuzuhören. Sie agieren lieber selbst und lernen dabei auch besser.

Im Unterricht könnten diese besonders lebhaften, begabten und kreativen Schüler, von den Lehrern „angestiftet“ werden, zum Beispiel Folgendes tun:

Quellenangabe: mit Ideen von A. Schönberg, IQSH, Kiel

Material

  1. Bringe Dein eigenes Material zum Thema mit in den Unterricht, z. B.: Bücher / Zeitungsberichte/ Bilder/ Rätsel/ Texte aus dem Internet…
  2. Erstelle eigenes Anschauungsmaterial, mit dem Du wichtige Zusammenhänge zum Thema darstellst, z.B.: Skizzen/ Mind Maps/ Tabellen/ Lernplakate/ Bilder/ Diagramme/ Collagen/ Tafelbilder…
  3. Erstelle eine Liste mit Internetseiten, die Informationen zum Thema bereitstellen.
  4. Stelle eine Bücherkiste zum Thema zusammen (Schulbücherei / Leihbücherei).
  5. Entwickle, z.B. mit Hilfe eines PC- Programms, Übungsmaterial zum Thema.

Mitarbeit

Wichtig: Damit deine Lehrkraft erfahren kann, dass du gerade „Langeweile im Kopf hast“ oder Wartezeiten sinnvoll überbrücken möchtest, vereinbare (Hand-) Zeichen mit ihr. Sie muss dir ebenfalls mit (Hand-) Zeichen das OK geben, dass du selbstständig arbeiten darfst, wie folgt (Beispiele):

  1. Überlege Dir eine eigenständige Forschungsfrage zum Unterrichtsthema, die Du z.B. anstelle der Hausaufgaben bearbeiten kannst.
  2. Bearbeite weitere Übungsaufgaben, die im Ordner/Ablagefach___________ zu finden sind.
  3. Entwickle während der Stunde ein Tafelbild, das die Inhalte des Unterrichts zusammenfasst.
  4. Erfinde eigene Aufgaben und notiere die dazugehörigen Lösungen, Du könntest sie z.B. als Übungsmaterial zur Verfügung stellen.
  5. Hilf anderen.
  6. Arbeite still an eigenen, komplexeren Aufgaben, die Du in Dein Lerntagebuch einträgst. Dafür musst Du (nach Absprache) keine Hausaufgaben erledigen.
  7. in Wartezeiten: Du könntest ein Buch lesen und eine Buchvorstellung vorbereiten.
  8. Erfinde eigene Rätsel- oder Quizfragen zum Unterrichtsinhalt, die Du am Ende der Stunde vorstellen kannst.

-> Wenn du vor Energie platzt, darfst du auch einmal die Treppen hoch und runter laufen – nach Absprache mit deiner Lehrkraft.

Hausaufgaben:

  • Erstelle Deine Hausaufgaben nach eigenem Ermessen. Diese Regelung gilt, wenn die Klassenarbeiten mindestens mit der Note „gut“ ausfallen.
  • Schreibe eigene Texte, Gedichte oder Geschichten, die Dir zu dem behandelten Thema einfallen.
  • Dokumentiere im Lerntagebuch, wie Du beim Lernen vorgegangen bist.
  • Fällt es Dir schwer, Deine vielfältigen Gedanken aufzuschreiben, kannst Du die Texte (z.B. bei Aufsätzen) auch auf ein Tonbandgerät aufnehmen.
  • Statt der Hausaufgaben kannst Du auch ein Kurzreferat zum Thema halten.
  • Du könntest auch Aufgaben aus einer höheren Jahrgangsstufe bearbeiten (Teil-Akzeleration)
  • Erstelle Übungsmaterial für MitschülerInnen, z.B. in Form von Rätseln / Quizfragen/ Memoryspielen / Arbeitsblättern, …
  • Du kannst die Hausaufgaben durch Unterrichtsprotokolle ersetzen. Wende dazu z.B. die „Fünf- Satz – Methode“ an. Links dazu:

Infos zu Methoden wie Mind Mapping / Rätsel / Lernplakate / … findest Du z.B. hier:

Fragen an den Autor schreibe an: kontakt@sii-kids.de

Ein „Projekt“ ist  ein einmaliges Vorhaben, dass

  • zeitlich befristet ist (festgelegtes Start- und Enddatum),
  • bestimmte Ziele mit klaren Aufgaben und
  • begrenzte Ressourcen hat (in puncto Personal, Material, etc)

Projektunterrricht ist immer fächer- und themenübergreifend Weiterlesen

Beim Epochen- bzw. fächerübergreifendem Unterricht wird das NEBENeinander von Fächern aufgehoben und sich auf ein Thema in der Breite und Tiefe konzentriert. Weiterlesen

Eine Kontingentstundentafel legt für jede Schulart fest, wie viele Jahreswochenstunden insgesamt in den Schuljahren bis zum Abschluss des Bildungsgangs zu erteilen sind.

Diese Jahreswochenstunden können von den Schulen selbst auf die Klassenstufen verteilt werden. Die Gymn. können sogar welche von Kl. 5+6 auf Kl. 7 verlegen. Weiterlesen

Legasthenie kann jeden treffen – auch Hochintelligente

Eltern von 4.-Klässlern bekommen zurzeit Formschreiben der Schulen bezüglich Lese-Rechtschreib-Schwächen (Legasthenie). Das Ministerium für Bildung und Frauen hat erlassen, dass Schüler der vierten Klassen mit Lese-Rechtschreib-Schwäche gefördert werden müssen. Schritt 1 dafür ist die Testung mit dem Intelligenztest „CFT 20-R“ und dem Rechtschreibtest „DRT 4“. Was spricht dafür und was dagegen?

Weiterlesen


Definiert wird Intellektuelle Hochbegabung zum Beispiel so: Sie bezeichnet eine weit über dem Durchschnitt liegende intellektuelle Begabung eines Menschen. Seine kognitiven Fähigkeiten liegen über einem IQ-Wert von 130 Punkten.

Es gibt auch sogenannte „Teil-Hochbegabungen“ im sprachlichen, mathematischen oder logischen Bereich, bei denen einer dieser Bereiche bei einem IQ von mind. 130 liegt, der Gesamt-IQ jedoch geringer als 130 ist.

Kognitive Fähigkeiten sind informationsverarbeitende Denk-Fähigkeiten wie:

  • Erinnerungs- und Lernvermögen
  • Kreativität
  • Organisations- und Planungsfähigkeit
  • Argumentations- und Imaginationsfähigkeit
  • etc

Achtung: Hochbegabung ist nicht gleich Höchstbegabung! Leider wird in den Medien immer wieder von DEN Hochbegabten gesprochen. Wunderkinder wie Einstein & Co waren aber nicht hoch- sondern höchstbegabt! Dieser Unterschied ist massiv; viele Irrtümer und falsche Meinungen kursieren deshalb über hochbegabte Kinder.

Differenziert:

  • Der durchschnittliche IQ liegt bei rund 100 (als durchschnittlich begabt gelten all die mit 90-109 IQ-Punkten)
  • Ein IQ ab 110 Punkten weißt auf eine überdurchschnittliche Intelligenz hin – er ist lt. Statistik perfekt.
  • Menschen mit einem IQ von 110 bis 119 können gut mit Norm-Strukturen in Schule und Berufsleben umgehen; ihre Fähigkeiten gelten als optimal, um im Leben erfolgreich sein zu können (kein Neid auf Höherbegabte notwendig …).
  • Werte zwischen 120 und 129 zählen zum “deutlich überdurchschnittlichen” Begabungsbereich, was einer Höherbegabung entspricht (damit ist man “deutlich außerhalb der Norm”)
  • Menschen mit einem IQ von über 130 gelten in der Regel als hochbegabt (“weit außerhalb der Norm” – und das merkt man auch im wirklichen Leben …)
  • Ausnahmen – die sogenannten Wunderkinder – haben einen IQ von über 145 Pkt. – in diesen Bereichen differenzieren die verfügbaren Testverfahren nicht mehr hinreichend, sodass genaue IQ-Werte oft nicht ermittelt werden können.

Häufigkeit: 2-3% der Menschen sind hochbegabt; darunter ist ein verschwindend kleiner Teil an Höchstbegabten.

Der Anteil der genetischen Komponente (Vererbung) liegt bei etwa 50-80%. Das, was der Mensch daraus macht, hängt zu 20-50% von seiner Umwelt (Förderung, Familiensituation, Stress, etc) ab. Je jünger der Mensch, desto abhängiger ist er von der Förderung durch das Umfeld. Mit zunehmendem Alter setzt sich immer mehr die Genetik (Vererbung) durch.

Zu beachten ist: Nur in einem verständigen, individuellen Lernumfeld, einer stressfreien, selbstbestimmten und anregenden Umgebung können Kinder ihre Fähigkeiten weiterentwickeln und sich wohlfühlen.

Schon wieder Achtung: HochBEGABUNG heißt nicht gleich HochLEISTUNG

Hochbegabte schulische „Minderleister“ (Underachiever) sind nicht selten. Lies dazu weiter bei: „Was passiert, wenn hochbegabte Kinder nicht gefördert werden?“– in kürze hier. Bis dahin im amazon ebook


Minderleister (engl.: Underachiever, von: to achieve, zu Deutsch: „etwas zustande bringen“, „ein Ziel erreichen“) ist eine Bezeichnung für Personen (z.B. Schüler), die in ihren Leistungen (z.B. in Form von Schulnoten) unter ihren Möglichkeiten (hier: angeborene intellektuelle Fähigkeiten) bleiben. Im Gegensatz dazu stehen Überleister, sogenannte Overachiever (Quelle: wikipedia)


Roberta / Lego NXT

Das Fraunhofer IAIS entwickelte das Roberta® Konzept, um junge Menschen – auch Mädchen – für Technik zu begeistern. Schülerinnen und Schüler werden in die faszinierende Welt der mobilen Roboter entführt.

Gendergerechtes Schulungsmaterial, zertifizierte Kursleitungen und das Roberta-Netzwerk bieten “hands-on” Roboterkurse, die für Mädchen und Jungen gleichermaßen geeignet sind. Berührungsängste mit Technik und Naturwissenschaft kommen mit Roberta gar nicht erst auf.

Das LEGO® Education WeDo™ vermittelt anhand einfacher Robotermodelle das Basiswissen über die Funktion und das Programmieren von Maschinen. Die nach Anleitung erstellten LEGO – Figuren sind – je nach Modell und Aufgabe – mit funktionsfähigen Motoren und Sensoren ausgestattet. Die Robotermodelle werden anschließend an den Computer angeschlossen, wo mittels einer Programmiersprache ein Programmcode erstellt werden muss.

Hochbegabung bezeichnet eine weit über dem Durchschnitt liegende intellektuelle Begabung eines Menschen. Seine kognitiven Fähigkeiten liegen über einem IQ-Wert von 130 Punkten (Durchschnitt IQ: 100) Weiterlesen