Der Verein Sii-Kids & -Talents e.V. war Teilnehmer beim Nachhaltigkeitspreis von Schleswig-Holstein. Dort trat er mit seinem Konzept für digitale Bildung unter dem Namen “Media4Schools” an. Anfangs war es gezielt für Lehrer und Schüler entwickelt worden, jetzt wurde es für Azubis von Betrieben (Berufsschüler), sowie für außerschulische Kinder- und Jugendeinrichtungen geöffnet und heißt nun: “Media4Teens”

Aktuell geplante Workshops

Am 8. Mai soll ein 4-tägiger Workshop in Segeberg beginnen. Die Buchung ist dort nur für Mitarbeiter des Bildungsminsteriums (Lehrer, Betreuer im Ganztag, etc), Schüler- sowie Elternvertreter kostenfrei beim IQSH buchbar (Link zu PRV0086).

Im Juni soll zudem ein reiner “Technik-Tag”, vermutlich wieder in Barsbüttel, stattfinden. Daran können auch alle Jugendlichen und ihre Lernbegleiter von Kinder- und Jugendtagesstätten teilnehmen, wie auch Betriebe, die mit ihren Azubis zum Beispiel einen Azubi-Blog aufbauen möchten. Interessenten melden sich bitte (unverbindlich) für den Kurs 3) Technikkurs … hier an: https://sii-kids.de/workshops/

Nachhaltig ist, was längere Zeit wirkt.

Bei der Preisverleihung des Nachhaltigkeitspreises am 3. April sagte Staatssekretärin Anke Erdmann vom Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung in Schleswig-Holstein bei ihrer Einführungsrede unter Anderem:

Der Begriff “Nachhaltigkeit” wird vielzählig interpretiert. Es war spannend zu entdecken, was darunter alles verstanden wird!”

Beim sii-kids & -talents e.V. ging und geht es um digitale Lernprojekte, die Schülern und Lernbegleitern einen leichten Einstieg in digitale Bildung möglich machen.

Nachhaltig ist zum Einen die Wirkung: Was die Media4Teens-Teilnehmer lernen, werden sie teilweise ihr Leben lang brauchen können – für Schule, Privates und Beruf. Ja, sogar für eine mögliche Selbständigkeit! Zum Anderen wirkt das dazugehörende digitale Lernportal “Media4Teens.de” nachhaltig, weil den Teilnehmern und ihrem Peer2Peer-Netzwerk dort alle Workshop-Inhalte mit Lernvideos, etc dauerhaft zur Vergügung stehen.

Das Referenzprojekt erkant.de hat bereits den 1. Nachfolger in Barsbüttel

Referenz zum Nachmachen ist die, 2018 als beste Online-Schülerzeitung Deutschlands ausgezeichnete, ErKant.de aus Reinfeld (Holstein), welche Vereinsvorstand Susanne Braun-Speck über sii-kids zusammen mit Schülern und Schülerinnen aufgebaut hat. Nachwuchs hat erkant.de gerade bekommen – mit der BluePage-EKG.de aus Barsbüttel (Süd-Stormarn).

Unterstützer mach(t)en es möglich!

Die Gemeinschaftsschule mit Oberstufe wird finanziell von der “Bürgerstiftung Barsbüttel” unterstützt; die Schulungen konnten die Teilnehmer kostenfrei über das IQSH (Bildungsministerium) buchen. Das digitale Lernportal “Media4Teens.de” haben die Stiftung der IHK zu Lübeck, die “ProEconomia und der “Inner Wheel Club Stormarn” (IWC) finanziell, sowie tiefenschaerfe.de mit fachlicher Menpower, unterstützt.

Für die außerschulischen Kurse und die funktionale Erweiterung des Lernportals werden weitere Unterstützer gesucht!


Was ist Nachhaltigkeit laut Duden?

Laut dem Duden ist die Definition von Nachhaltigkeit zunächst: eine längere Zeit anhaltende Wirkung und meint damit z.B. ein ökologisches Prinzip, nach dem nicht mehr verbraucht werden darf, als jeweils nachwachsen, sich regenerieren, künftig wieder bereitgestellt werden kann. Auf letzteres bezogen sich die meisten Nachhaltigskeitspreis-Bewerbungen im weitesten Sinne.

Viele Projekte, die sich beim Nachhaltigkeitspreis 2019 von Schleswig-Holstein beworben hatten, insbesondere die von Schulen und Kindertagesstätten, beschäftigen sich mit der Bewusstseinslenkung bei Kindern und Jugendlichen und wirken damit indirekt.

Nachhaltigkeitspreis-Gewinner 2019 vor dem Landhaus in Blunck bei Bad Segeberg.

Nachhaltigskeits-Preisträger 2019

Vier Preisträger zeichnete Staatssekretärin Anke Erdmann mit dem Nachhaltigkeitspreis 2019 am 3. April in Blunk bei Bad Segeberg aus. Zwei weitere Vorhaben würdigten die Veranstalter mit einer besonderen Anerkennung. Der Preis wurde bereits zum sechsten Mal verliehen und war mit insgesamt 11.000 Euro dotiert.

Den mit 5.000 Euro dotierten ersten Preis erhielt der Wildpark Eekholt, der seit 50 Jahren Besucherinnen und Besucher neben der Schönheit und Vielfalt der Natur die Zusammenhänge zwischen unserem Alltagshandeln und der Zukunft unseres Planeten entdecken lässt. Dass ländliche Regionen Zukunft haben zeigt das Landhaus Schulze-Hamann in Blunk. Es erhielt den zweiten Preis und 3.000,- Euro. Der Gärtnerhof Wanderup wirtschaftet nach dem Prinzip einer solidarischen, regenerativen Landwirtschaft in einem interdisziplinären Kooperationsnetz. Ergebnis hier: ein dritter Preis (2.000,- Euro).

Der erstmals vergebene IB.SH-Nachwuchspreis in Höhe von 1.000,- Euro ging an die ResteRitter aus Kiel. Sie haben der Lebensmittelverschwendung den Kampf angesagt. Zwei undotierte besondere Anerkennungen gingen an Moin Bio Backwaren GmbH aus Glückstadt, die für ein umfassendes Nachhaltigkeits-Engagement im mittelständischen Handwerk ausgezeichnet wurden, und die AktivRegion Nordfriesland Nord für ihren Aufbruch zur Umsetzung nachhaltiger Ziele im kommunalen Verbund.

5 Zukunftsmacher aus Stormarn

Die Teilnehmer aus Trittau vom Projekt-Lichtoptimierung.de

Aus dem Kreis Stormarn waren fünf der 55 Projekte eingereicht worden. Aus Bad Oldesloe hatten sich die Stadtschule, die Stormarner Werkstätten, der SchanZe e.V. sowie aus Trittau eine Forschungsgruppe vom Gymnasium und aus Reinfeld der Verein sii-kids beworben.

Bei den Schülern der Trittauer Forschungsgruppe (Foto) geht es um optimale, energiesparende Beleuchtung, zum Beispiel von Klassenräumen an Schulen. Ihnen ist es gelungen, ein System zu entwickeln, das die Umgebungshelligkeit und Farbtemperatur eines Raumes misst, die Informationen verarbeitet, die Helligkeit an die Anforderungen des Raumes anpasst und die Farbtemperatur dynamisch darstellt. Bei dem Reinfelder Verein sii-kids & -talents e.V. geht es, wie oben bereits geschrieben, um digitale Lernprojekte, die Schülern und Lernbegleitern hilft, fit für die digitale Welt von morgen zu werden.

Drei Bewerbungen kamen aus Bad Oldesloe: Die DraußenSchule der Stadtschule Oldesloe bietet zum Beispiel jeder Klasse einen DraußenTag pro Woche an, an dem sie Exkursionen zum Bootsverein im Brenner Moor, zum Bauernhof Wilken oder auf den Bauspielplatz Erle e.V macht. Dabei lernen die Schüler viel über die Natur, Umweltbelastungen und Nachhaltigkeit. Beim SchanZe e.V. geht es ums Wohnen und Leben in guter Nachbarschaft: Sie hat einen Quartierstreffpunkt geschaffen, an dem nachhaltig der Vereinsamung entgegen gewirkt werden soll. Dritter Teilnehmer aus Bad Oldesloe sind die Stormarner Werkstätten, welche aus gebrauchter Feuerwehr-Einsatzkleidung neue Upcycling-Produkte entstehen lässt. Unter dem Label handic@pp bieten sie Kulturtaschen, Handy- oder iPad-Taschen, Schlüsselanhänger, Ringkissen, Grillschürzen, etc an.


Kontaktdaten:

Tel. 0172-4332277 (Vorstand Susanne Braun-Speck)
E-Mail: kontakt@sii-kids.de

 

Die Zukunft ist digital. Die Zukunft hat KI. Die Zukunft braucht kreative Köpfe! Sind  “Kreativität” und “Begeisterung” das, was Menschen zukünftig brauchen? Was die Wirtschaft braucht? Dies ist ein Essay zum Thema „neue Arbeitswelt“ und „Bildung“ im Rahmen der digitalen Transformation, nach einem Gespräch mit Gerald Hüther, Neurobiologe & Autor populärwissenschaftlicher Bücher. Hierin versucht die Autorin u.a., die Zusammenhänge zwischen Bildung / Schulsystem und Wirtschaft / digitale Arbeitswelt herauszukristallisieren.

Als Forscher sieht Hüther die Verbreitung und Nutzbarmachung von Erkenntnissen aus der Hirnforschung als seine zentrale Aufgabe an. Ziel ist, Lebensbedingungen zu schaffen, die es ermöglichen, menschliche Potenziale zur Entfaltung zu bringen – nicht nur im Bereich Erziehung und Bildung. Als Vorstand der „Akademie für Potenzialentfaltung“ berät er hierzu auch auf der Ebene der politischen und wirtschaftlichen Entscheidungen. Autorin dieses Essays, Susanne Braun-Speck, ist seit 1996 in der IT-/Medien-Branche tätig und Mutter eines hochbegabten Mädchens, welche im hiesigen Schulsystem zum „Underachiever“ geworden ist. Mit Gerald Hüther sprach sie erstmalig im Rahmen des XING #NWX19 Events in der Elbphilharmonie in Hamburg und konnte danach mit ihm über seine Sichtweisen und möglichen Lösungen etwas länger sprechen.

Autor des Artikels / copyright by: Susanne Braun-Speck (tiefenschaerfe.de und sii-kids.de).  Portrait von Gerald Hüther (privat), Foto von der NWX19: #SBraunSpeck

Gerald Hüther eröffnete die NWX19 in der Elphi (Foto: #SBraunSpeck)

 


Auf der „New Work Experience“ am 7. März 2019 ging es um die Arbeitswelt der Zukunft. Gerald Hüther lieferte morgens um zehn Uhr die Auftakt-Rede im großen Saal der Elbphilharmonie. Zusammenfassend erklärte er den Teilnehmern, das Kreativität und selbstbestimmtes Lernen sowie Arbeiten mit Begeisterung zukünftig von noch höherem Wert für Gesellschaft und Wirtschaft sein werden.

Denn: KI – künstliche Intelligenz – wird sehr viele Tätigkeiten von Menschen ablösen. Aber kreatives Denken und Entwicklungsarbeit kann sie nicht leisten! Hier wird der Mensch unersetzlich bleiben.

Damit Kinder kreative Entwickler für die Arbeitswelt der Zukunft werden können, brauchen sie ein Lernumfeld, dass selbstbestimmtes, motiviertes und kreatives Lernen zulässt. Darin liegt die Verbindung zwischen den Themen „Lernen/Bildung“ und „New Work“.

Die Bildungs- / Schullandschaft ist nur ein Abbild unserer Gesellschaft und Wirtschaft.

Dieser Zusammenhang veranlasste den Neurobiologen dazu, die „Akademie für Potenzialentfaltung“ zu gründen. Bei ihr geht es darum, Gemeinschaften entstehen lassen, in der die freie Entfaltung von Talenten und Begabungen möglich ist. Aktuell begleitet er ein Stadtentwicklungsprojekt in Tulln dazu, einer Bezirkshauptstadt an der Donau. Hüther ist so in die gesamtgesellschaftliche Diskussion zur Transformation in die digitale Zukunft geraten. Dafür notwendige Veränderungen sind nicht nur in der Bildung, sondern in der gesamten Gesellschaft, jeder Kommune, jedem Sportverein und natürlich auch in der „neuen Arbeitswelt“ der Wirtschaft notwendig. Dazu sprach er auf der „New Work Experience“

2013 erhitzte er mit dem Buch „Jedes Kind ist hoch begabt” (siehe amazon) die Gemüter. Unabhängig vom Buchtitel wird allgemein zwischen den Begrifflichkeiten „hochbegabt“ und „hoch begabt“ mit Leerzeichen unterschieden. Meinte er vielleicht eher „Talent“ oder „Fähigkeit“? Vielleicht hätte der Titel „Jedes Kind hat ein Talent“ es besser getroffen? Auf jeden Fall ist in jeder Gesellschaft etwas Anderes wichtig und wird etwas Anderes als besondere Begabung bezeichnet. Im Regenwald zählen zum Beispiel mathematische Fähigkeiten gar nichts.

Fakt ist: Mit der heutigen digitalisierten Gesellschaft verändert sich auch, was ein wichtiges Talent ist, und was nicht. Das Industriezeitalter ist vorbei. Heute und in der digitalen Zukunft sind andere Fähigkeiten wichtig, als noch vor wenigen Jahren.

Auf der #NWX19 sprach nicht nur Gerald Hüther davon, dass Mitarbeiter der Zukunft deutlich kreativer sein müssen.

Doch wie kann selbständiges Denken und Kreativität bei Kindern und Jugendlichen sowie Mitarbeitern gefördert werden? Unter welchen Bedingungen können sie ihre Talente entfalten? Wie, fragte sich die Autorin, wieder aktiviert werden, wenn deren Hirn im langweiligen Frontalunterricht von Schulen oder in Firmen, mit festgeregelten Arbeitsalltag, längst abgeschaltet hat?

Neurowissenschaftler Hüther meinte, dafür werden lokale Initiativen benötigt, die Schritt für Schritt vormachen, wie es gehen kann und dafür sorgen, dass sich die Transformation mit der Zeit flächendeckend durchsetzt. Durchaus auch mit digitalen Lernprojekten, wie Media4Schools von sii-kids, bei denen kreative und agile Methoden gelebt und digitales Arbeiten erfahren wird?

Auf jeden Fall wird die Welt in der Zukunft stark digitalisiert sein – Industrie 4.0 heißt sie in der Wirtschaft. In 20 Jahren soll künstliche Intelligenz die Routineaufgaben von Menschen übernommen haben – nicht nur in der industriellen Produktion und dem Autofahren, nein, auch bis hin zu Hochschuldozenten, die Semester für Semester Wiederholungen durchführen. Wiederholungen, feste Abläufe, sind automatisierbar und können grundsätzlich von KI übernommen werden.

Damit der einzelne Mensch in der digitalen Welt von morgen noch eine Rolle spielt, muss er zum Entwickler werden. Zum kreativen Entwickler, der sich für seinen Job begeistert.

Doch: unser Schulsystem fördert kreative und freie Entwicklung nicht; viele Schüler haben aufgrund von starren und langweiligen Unterricht die Lust am Lernen verloren. Kurz: Die Motivation wurde geraubt.

Fähigkeiten können sich nur entwickeln und Leistung entstehen, wenn aus intrinsischer Motivation heraus gehandelt wird. Das heißt, wenn Menschen aus eigener Motivation heraus lernen möchten. Zum Beispiel, weil sie sich für ein Thema interessieren, daran Freude haben oder es ihren Stärken entspricht oder sie sich anderweitig dazu ermutigt fühlen – zum Beispiel, wenn sie sehen, wie jemand anderes Freude an dem jeweiligen Thema hat. Belohnungs- und Bestrafungssysteme zählen dagegen nicht zu den Motivations-Förderern.

Doch welches (Berufs-) Schulsystem lässt Schüler ihre Lerninhalte nach Interesse wählen?

Für alle Schulen gibt es vorgeschriebene Lernpläne, die Lehrer ihren Wünschen entsprechend ausgestalten können. Daraus folgt oft lehrer- anstatt schülerzentrierter Unterricht. Beim schülerzentrierten Unterricht würde das Lerngeschehen wesentlich durch die Lernenden und ihre Interessen, Impulse und Aktionen bestimmt werden. Sie könnten dabei möglichst selbst Etwas erarbeiten, kritisch miteinander diskutieren und Lerntempo und Lernziele weitestgehend selbst bestimmen.

Praktisch wird das aber im allgemeinen sowie beruflichen Schulalltag viel zu selten gelebt, kreatives Arbeiten kaum gefördert und gefordert. Themen Auswählen geht nur im untergeordneten Sinne, zum Beispiel bei Projektarbeiten. Die gibt es in der Regel einmal im Schuljahr für ein Fach oder fächerübergreifend und werden überwiegend Zuhause durchgeführt, anstatt im Unterricht – der bleibt, so wie er bisher war. Außerdem ist das Regelwerk, wie solche Projektarbeiten inhaltlich und optisch gestaltet werden müssen, oft so eng, dass jegliche kreative Entwicklungsfreiheit schon im Ansatz unterdrückt wird.

Doch: Die Zukunft ist digital. Die Zukunft hat KI. Die Zukunft braucht kreative Köpfe!

Was Gesellschaft und Wirtschaft zukünftig an Nachwuchs brauchen, liefert das Bildungssystem bisher kaum. Wie können Begeisterung, Motivation, Kreativität und Lernwille, bei demotivierten Kindern und Jugendlichen wieder entfacht werden? Was braucht es dazu noch? Wie bereiten wir sie auf die Zukunft vor? ….
Der weitere Text wird gerade noch geschrieben …


Nachtrag für Eltern hochbegabter und vermeitlicher ADHS-Kinder:

Gerald Hüther vermittelt als Hirnforscher seit vielen Jahren, dass Schüler, die den Unterricht in der Schule durch (Hyper-) Aktivität stören, nicht nach dem Krankheitsbild ADHS behandelt werden sollten. Das oft verschriebene Medikament „Ritalin“ greift seines Erachtens tief in die Entwicklung des Gehirns von Kindern und Jugendlichen ein und übernimmt die Impulskontrolle – auf Dauer. Es verändert die Gehirnstrukturen nachhaltig, und raubt so viele Fähigkeiten. Da seiner Erfahrung nach insbesondere oft bei Jungs in der vierten Klasse die Diagnose „ADHS“ gestellt wird und sie alle kaum plötzlich „krank“ geworden sein können, kann es kein medizinischer Grund sein, der dazu führt. Vielmehr stellt Hüther das deutsche Schulsystem infrage, was ihn vor Jahren schon in den Mittelpunkt einer generellen Auseinandersetzung zum Thema Bildung stellte.

Autor des Artikels / copyright by: Susanne Braun-Speck (tiefenschaerfe.de und sii-kids.de). Foto oben: Gerald Hüther auf der xing #nwx19 bei seiner Eröffnungsrede im großes Saal in der “Elphi”, Foto: xing

Am 9. Februar 2019 freuten sich zehn gemeinnützige Institutionen über einen 1.000 €-Scheck oder höher. Im Café des Kultur- und Bildungszentrums (KUB) in Bad Oldesloe übergaben die Präsidentin Sabine Hintze und Schatzmeisterin Ellen Witt des “Inner Wheels Club Stormarn” die Geldgeschenke. (Foto: MSB, erkant.de/sii-kids.de)

Erste Frühlingsluft begleitete die Gäste und Teilnehmer zur Veranstaltung am späten Samstagvormittag, bei der “Sekt & Selters” und kleine Snacks bereitstanden. Überwiegend waren die erwachsenen Vertreter als Spendenempfänger dabei; nur ein jugendliches Redaktionsmitglied von “erKant“, welche auch Vertreterin von “sii-kids” ist, sowie drei zauberhafte Kinder vom “Drachenturm” waren dabei. Letzteres ist eine Anlaufstelle für Kinder von fünf bis zwölf Jahren, außerhalb der Kindergarten- und Schulzeiten, wo sie betreut und bekocht werden und die deutsche Sprache lernen.

Soziales Engagement und Dienst am Nächsten ist eins ihrer Kernziele.

Der Inner Wheels Club Stormarn wurde 2001 gegründet und engagiert sich seitdem sozial. Jedes Jahr aufs Neue veröffentlicht er im Herbst einen Adventskalender mit Türchen, wohinter sich Nummern zu Gewinnen verbergen. Durch den Verkauf von 3.000 Stück zu jeweils 5 € wurden 2018 Erlöse in Höhe von 15.000 EUR erzielt, die nunmehr an gemeinnützige Institutionen verteilt wurden.

Es freuten sich die Vertreter vom “Kaktus”, vom „Wünschewagen“ des ASB und Kindertreff “Drachenturm” in Bad Oldesloe, vom Förderverein “Lebensweg” sowie Hospizbewegung “DaSein”, von der Oldesloer und Reinfelder Tafel, der Initiative “Asyl in Reinfeld”, von der ambulanten Hilfe “Horizonte” – auch Betreiber des sozialen Cafés im KUG” sowie “sii-kids”. Viele davon freuen sich seit Jahren über diese Spende.

Neu im Kreise der Empfänger war der Verein sii-kids & -talents e.V. aus Reinfeld. Er ist u.a. Förderpartner von erKant.de, welche 2018 die beste Online-Schülerzeitung von Deutschland wurde. In 2019 wird der Verein unter dem Titel “Media4Schools” digitale Lernprojekte durchführen, welche nachhaltig für digitale sowie politische Bildung sorgt und damit die Lese- sowie Rechtschreibkompetenz und Kreativität von Kindern und Jugendlichen fördert. Was die anderen Spenden-Empfänger wie zum Beispiel die Tafeln machen, ist langjährig bekannt. Sie möchten sich Berufskleidung beschaffen, etwas Instandsetzen, Ladenmiete bezahlen oder Ausflüge machen. Manch ein Empfänger überlegt noch, was am Notwendigsten ist.

 

“Inner Wheel” ist eine der größten internationalen Frauenvereinigungen, deren Mitglieder zunächst weibliche Angehörige von Rotariern waren. Heutzutage werden auch Frauen ohne rotarischen Hintergrund aufgenommen. Der Club zählt zu den wenigen, von den Vereinten Nationen anerkannten, nichtstaatlichen Organisationen, verbunden mit einem beobachtenden Status im Wirtschafts- und Sozialrat der UNO. Die Geschichte von Inner Wheel begann in England während des Ersten Weltkrieges, als Frauen von Rotariern die sozialen Aktivitäten ihrer im Krieg weilenden Männer fortführten. Der erste deutsche Club wurde 1968 in Lübeck gegründet, heute gibt es mehr als 220 Clubs in Deutschland (Quelle: http://www.iwc-stormarn.de)

Das ganze Land spricht von Digitalisierung – auch im Bildungswesen. Dabei muss nicht nur technische Ausstattung, sondern auch digitales Lehren und Lernen flächendeckend in Schulen transportiert werden. Digitale Lernprojekte helfen dabei, zum Beispiel Online-Schülerzeitungen, denn sie sind ein digitales Produkt und nutzen vielzählige digitale Methoden. Als Pressewerk sind sie zudem ein Grundpfeiler der Demokratie!

In 2019, dem Jahr der politischen Bildung in Schleswig-Holstein, sollen circa 30 digitale Online-Schülerzeitung entstehen. Weitere Informationen stehen hier. Auch die LN berichtete bereits davon. Dafür werden Förderer und Sponsoren gebraucht (Details siehe unten oder hier). Interessierte Schüler / Lehrer / Schulsoz.A finden auf der Seite Workshops & Termine für sie relevante Infos.

Hashtags: #Media4Schools, #JdpB19 #online_SZ (Foto oben: Britta Matzen)

Ein Pilotprojekt zum Nachmachen!

Die Online-Schülerzeitung erkant.de aus Reinfeld (Holstein), ist aktuell eine der Gewinnerinnen des Schülerzeitungswettbewerbs in SH. Sie wurde von Vereinsvorstand Susanne Braun-Speck vom sii-kids & -talents e.V. initiiert und aktiv dauerhaft begleitet. Anfang 2018 wurde das Redaktionsteam bereits auf Bundesebene 2fach ausgezeichnet und darf sich durch den Innovationspreis des Bundesverbands der deutschen Zeitungsverleger (BDZV) sinngemäß als beste Online-Schülerzeitung 2018 von Deutschland bezeichnen.

Für das Vorhaben “Media4Schools – 30 Online-Schülerzeitungen im Jahr der politischen Bildung in SH” dient erKant.de als Vorbild und Referenz – sie ist nun ein Pilotprojekt zum Nachmachen! Mit der erweiterten Idee “Media4Schools” ist der sii-kids & -talents e.V. auch Teilnehmer des Nachhaltigkeitspreises von Schleswig-Holstein!

Schülerzeitungen leisten in Sachen Demokratie einen wichtigen Beitrag.

Denn: es geht bei Pressearbeit immer ein Stück weit um freie Meinungsäußerung und den Mut, Wahrheiten ans Licht zu bringen. Demokratie wird hier gelebt!

Bildungsministerin Karin Prien teilte im August 2018 in einer Pressemeldung (Quelle) mit: „70 Jahre nach der Gründung der Bundesrepublik soll 2019 zum Jahr der politischen Bildung in Schleswig-Holstein werden – das ist natürlich auch ein Auftrag an die Schulen!“ Dazu gehört zum Beispiel die Stärkung des Politikunterrichts, demokratiepädagogische Angebote von kultureller Bildung bis Gedenkstättenarbeit, die Stärkung von Gewaltprävention, Angebote zum frühen Erkennen von Extremismus sowie Unterstützung beim Thema Schule und Ehrenamt.

Digitale und politische Bildung durch Lernprojekte unterstützen.

Wegen der perfekten Kombination aus digitaler und politischer Bildung werden in 2019 digitale Lernprojekte als Workshops für Schulen angeboten, bei denen die Teilnehmer lernen, wie Online-Schülerzeitungen aufgebaut werden.

Der Sii-Kids-Verein bietet das unter dem Titel “Media4Schools” zusammen mit dem IQSH (Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein, Bildungsministerium) sowie mit Unterstützung der IHK zu Lübeck an. Projektleiterin und Referentin ist die einschlägig qualifizierte Vereinsvorsitzende Susanne Braun-Speck.

Workshops sind für die Teilnehmer über das IQSH kostenfrei buchbar; Vorbereitungen werden allerdings nicht bezahlt und das Aufsetzen der technischen Plattform jeder Online-Schülerzeitung (kurz: #online_SZ) muss auch finanziert werden. Unternehmen aus der Wirtschaft, Stiftungen und private Spender werden entsprechend um Hilfe gebeten.

IHK zu Lübeck, Dr. Ulrich-Hoffmeister

Es ist lobenswert, diese besondere Form der politischen Bildung voll digital anzubieten. Die Jugendredakteure lernen auf diesem Weg das digitale Arbeiten sowie die Bedeutung von Demokratie. Mehr Online-Schülerzeitungen könnten ein Leuchtturmprojekt für Schleswig-Holstein werden!“, meint Dr. Ulrich Hoffmeister Geschäftsbereichsleiter Aus- und Weiterbildung der IHK zu Lübeck und erweist sich damit als ideeler Unterstützer von Media4Schools, insbesondere aber für das digitale Lernprojekt “Online-Schülerzeitungen”.

Medien-Machen ist voller Erlebnisse, kreativ und hier: digital

Susanne Braun-Speck, von Beruf Marketing-Fachfrau mit Schwerpunkt Webdesign & Content (siehe tiefenschaerfe.de) sowie Ausbilderin (AdA) etc, die 20 Jahre lang in der IT-Branche tätig war und “nebenbei” Sii-Kids Vereins-Vorstand und Ideen-Entwicklerin von Media4Schools, sowie Coach von erKant.de ist überzeugt:

„Durch die Aufgaben und Tätigkeiten bei dem „Unternehmen“ Online-Schülerzeitung lernen die beteiligten Schüler das, was sie für ihr Leben und den Arbeitsmarkt der Zukunft brauchen. Zudem erleben sie bei der journalistischen “Arbeit” sehr viel – im echten Leben!!! Was wir hier tun, ist digitales Lernen und kreatives Arbeiten in allen Facetten sowie ein Event-Angebot – die echten Erlebnisse für die Redakteure wirken sich positiv auf die Persönlichkeitsentwickung aus und stärken sie!

Fit für den Arbeitsmarkt der Zukunft

Jugendredakteure (Schüler) sowie ihre Lernbegleiter (Lehrer, Schulsozialpädagogen oder Eltern) lernen beim Aufbau einer Online-Schülerzeitung die Nutzung eines CMS-Systems sowie von Text- und Bildbearbeitungs-Programmen; das digitale Recherchieren und Online-Arbeiten; das Entwickeln von digitalen Medien (Text, Bild, Audio, Video, Online-Umfragen), Ansätze von Online- und Social-Media-Marketing sowie schlussendlich auch Methoden wie agiles Arbeiten, „blended learning“ (Präsenz- und E-Learning), und vieles mehr. Außerdem müssen sie sich mit vielen Unternehmensbereichen auseinandersetzen – mit Marketing und Werbung, Controlling und Personalwesen, etc.

Nachhaltiger und themenübergreifender Lernen geht kaum!

Auch die Jugendredakteure von erKant finden es toll, Vorbild sein zu können. Marvin Ladwig teilte im Auftrag der gesamten erKant-Redaktion im Dezember 2018 mit:

Wir freuen uns, dass unsere Arbeit für so gut befunden wird und hoffen, vielen Jugendlichen einen Anreiz zu liefern, selbst Medien zu machen. Das, um Menschen zu informieren und Wahrheiten ans Licht zu bringen –  auch bei Gegenwind!

Fachliche, ideele und organisatorische Unterstützung ist gesichert. Es fehlt die Finanzielle.

Wer hilft und unterstützt das Projekt “Media4Schools – 30 Online-Schülerzeitungen im Jahr der politischen Bildung” monetär? Unternehmen aus der Wirtschaft, Sponsoren, private Stifter? Spendenkonto vom sii-kids & -talents e.V.: Sparkasse Holstein, IBAN: DE 08 213 522 400 179 094 214 – mehr Informationen zum Verein siehe: www.sii-kids.de


Weiterführende Infos für Unterstützer:

Lassen Sie den Traum wahr werden, dass großflächig Demokratie gelebt und kreative Arbeit für Nachwuchs-Journalisten möglich wird! Der Verein sii-kids & -talents eV. ist federführend in der Sache, aber nicht allein. Die IHK zu Lübeck unterstützt uns ideell und die Workshop-Kosten für die Teilnehmer trägt das IQSH (Bildungsministerium SH) – siehe oben. Aber: das Aufsetzen der techn. Plattform jeder Online-Schülerzeitung (kurz: O-SZ) muss finanziert werden (jeweils 750,- €).

Außerdem soll ein digitales Lernportal für ALLE O-SZ entwickelt werden, welches auf Jahre nachhaltig nutzen wird!

Das könnten Unterstützer möglich machen! Spenden Sie gerne für eine bestimmte Schule, Gemeinde oder bevorzugt generell für das gesamte Vorhaben. Geben Sie dazu einfach ein Stichwort in der Überweisung an, z.B.

  • “O-SZ generell inkl. Lernportal” oder
  • “O-SZ in Gemeinde XY” oder
  • “O-SZ für die Schule XY in Stadt XY”.

Schreiben Sie ggf bitte zusätzlich in die Überweisung, ob Ihre Spende geheim oder öffentlich gehandhabt werden soll (ein Stichwortangabe “geheim” oder “öffentlich” in der Überweisung reicht).