“Fantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt!” Dieses Zitat von Albert Einstein nutzen wir in abgewandelter Kurzform “Kreativität ist wichtiger als Wissen” ständig. Das aus gutem Grund:

In unserer komplexen Gesellschaft mit komplizierter Technik, undurchdringlichen Strukturen und verstreuten Daten, etc sowie stetiger Veränderung sind Kreativität, Lösungskompetenz und das vernetzte Denken die wichtigsten Fähigkeiten, die Menschen brauchen.

Wissen? Wissen ist unendlich im Internet zu finden. Differenzieren zu können, was davon echtes Wissen und damit relevant ist – DAS ist die Fähigkeit, die gebraucht wird.

Doch wer kann das? Lernt das?

Im März habe ich – Susanne Braun-Speck – mit einem Lehrer und Schülern im Alter von 11-17 Jahren eine Online-Schülerzeitung aufgebaut (siehe Bild). 2014 tat ich ähnliches – aber als Print (siehe Doku).

Bei beiden Schüler-Zeitungen mussten wir einen Namen und Text-Ideen finden, konzeptionell und kreativ Arbeiten. Dabei musste ich als Dozent unerwartet häufig kreative Prozesse anregen und steuern! Denn: Den Schülern fehlt überwiegend die kreative Kompetenz. Ohne Steuerung und Anwenden von Kreativmethoden fanden ausschließlich Abkürzungen wie IKZ (Immanuell-Kant-Zeitung) ihren Weg auf die Namensliste.

Doch dabei wollten wir etwas Besonderes schaffen …

Also wurde meine Projektbegleitung zu einer richtigen Dozenten-Aufgabe. Besonders überraschend war, dass selbst Oberstufenschüler bis dahin nicht ahnten, WAS alles mit der Kreativ-Methode “Mindmapping” möglich ist. Einen Zeitungsartikel spontan entwerfen und spontan mündlich vortragen zum Beispiel.

“Ach, das ist ja farbig?!” – Ja, Mindmaps sollten bestenfalls schön bunt sein.

Das regt die Fantasie an und, wenn Mindmapping zum Lernen genutzt wird, dann verbessert die Farbgestaltung die Merkfähigkeit. Fantasie ist wichtiger als Wissen … Und ich fühle mich mit dieser jüngsten Erfahrung erneut dazu berufen, Schulungen zur Kreativitäts-Förderung & Lösungs-Kompetenz-Steigerung anzubieten.

Text-Ideen gefunden und dann WIE online schreiben?

Die technische Herausforderung bei der Schüler-Online-Zeitung lag in dem CMS-Berechtigungssystem (welcher Nutzer darf was) und Vereinfachung der Nutzung. So habe ich dann einen Sonntag damit verbracht, ein Interview-Formular zu stellen, dass auf Smartphones ausgefüllt und als Blog-Beitrag automatisch veröffentlicht wird. Siehe hier ein Ergebnis; das Formular an sich ist nur von Nutzern mit Passwort sichtbar!

In diesem Zusammenhang fragen Sie sich als Leser vielleicht, warum ich viele Begriffe mit Bindestrich schreibe, wie z.B. Kreativitäts-Förderung?

Bessere Lesbarkeit ist ein Grund, Google der Zweite …

Einer der kleinen Tricks bezüglich Suchmaschinen-Optimierung ist nämlich (was nicht unbestritten ist, ich aber glaube),  das Google den Bindestrich wahrnimmt und zugleich ignoriert.

D.h. das Wort “Kreativitäts-Förderung” wird bei Google so 4-fach gefunden: als ganzes Wort “Kreativitätsförderung” (hier ignoriert Google den Bindestrich), als das, wie es geschrieben wurde: Kreativitäts-Förderung UND einzeln, d.h. die Suchbegriffe “Kreativitäts” und “Förderung” werden durch die Bindestrich-Variante auch bei Google erfasst.

Soviel dazu.

 

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