Hochbegabt und trotzdem schlechte Noten? Wie gut Kinder in der Schule lernen, hat oft nichts mit der Intelligenz der Kinder zu tun, sondern mit den unterschiedlichen Lerntypen.

Niemand lernt nur mit 1 Sinnesorgan. Menschen erleben die Welt über alle Sinne – über Hören, Sehen, Riechen, Schmecken, Tasten und dem 6. Sinn, der Intuition. Bei einem Lernprozess sollten deshalb immer möglichst viele Sinne einbezogen werden. Geschieht dies nicht, könnte z.B. ein visueller Typ dem auditiven Unterricht schlecht folgen. Soviel lernt man beim:

  • Nur Hören: 20%
  • Nur Sehen: 30%
  • Sehen und Hören: 50%
  • Sehen, Hören und Diskutieren: 70%
  • Sehen, Hören, Diskutieren und selber Tun: 90%

Da die einzelnen Sinnesorgane bei jedem Menschen unterschiedlich ausgeprägt sind, bedeutet dies, daß es unterschiedliche Lerntypen gibt. Man spricht von auditiven, visuellen, kommunikativen und motorischen Lerntypen.

Der auditive Lerntyp lernt am besten durch Hören. Klassischer Frontalunterricht ist für ihn geeignet. Er lernt gut, wenn der Lehrer Stoff mündlich vorträgt, kann sehr gut auswendig lernen, indem er den Text laut spricht und ihm liegen mündliche Aufgaben.

Lernhilfen: Lernkassetten, Gespräche, Vorträge, Musik, ruhige Umgebung (keine Nebengeräusche)

Der visuelle Lerntyp (Sehen)

Der visuelle Lerntyp lernt am besten durch das Lesen von Informationen und betrachten von Bildern, Illustrationen und Grafiken. Er braucht eine schöne Lernumgebung und arbeitet gerne mit schriftlichen Unterlagen. Dieser Lerntyp läßt sich leicht durch visuelle Unordnung ablenken.


Lernhilfen: Bücher, Skizzen, Mindmaps, Grafiken, Bilder, Lernposter, Videos, Lernkarteien

Der kommunikative Lerntyp (Gespräche)

Der kommunikative Lerntyp lernt am besten durch Diskussionen und Gespräche. Für ihn ist die sprachliche Auseinandersetzung mit dem Lernstoff und das Verstehen im Dialog von großer Bedeutung.

Lernhilfen: Dialoge, Diskussionen, Lerngruppen, Frage-Antwort-Spiele

Der motorische Lerntyp (Bewegung)

Der motorische Lerntyp lernt am besten indem er Handlungsabläufe selber durchführt und auf diese Weise nachvollzieht. Für ihn ist wichtig, am Lernprozess unmittelbar beteiligt zu sein und durch das “learning by doing” eigenständige Erfahrungen zu sammeln.

Lernhilfen: (rhythmische) Bewegungen, Nachmachen, Gruppenaktivitäten, Rollenspiele, praktische Aufgaben

Weitere Infos dazu finden Sie z.B. hier:


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