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Hochbegabte & besonders kreative Kinder denken und empfinden anders als andere – also können ihre Bedürfnisse im normalen Umfeld NICHT gestillt werden. Die Maslowsche Bedürfnispyramide  zeigt, worum es geht: 

Die menschlichen Bedürfnisse bauen sich stufenweise auf. D.h.: Wenn unterste, grundlegendste Bedürfnisse nicht gestillt werden, kann die nächst folgende Bedürfnisstufe – gemäß der Theorie von Maslow – auch nicht erfüllt werden – an der Stelle verkümmert der Mensch.

Diese Grafik ist auch als pdf mit Erläuterungen abrufbar – klick …

Ein Beispiel (Auszug; das Thema ist hier nicht vollständig erörtert):

Hochbegabte Kinder sind oft auch hochsensibel; leiden dadurch ständig an Reizüberflutung. Sie fühlen sich z. B. in großen Gruppen, u.a. im normalen Schul-Chaos unwohl, ziehen sich entsprechend zurück, stehen irgendwo mit dem Rücken zur Wand, fühlen sich „überrannt“ und unwohl in der Masse tobender Kinder – sie fühlen sich nicht nur einsam, sie werden es auch, weil sie nicht mitspielen ODER hyperaktiv oder aggressiv reagieren..

Deshalb erreichen hochbegabte Kinder oft noch nicht einmal die Stufe 2 und 3 der Bedürfnis-Pyramide! D. h., die nachfolgenden Stufen KÖNNEN sie nicht erklimmen und ganz sicher NICHT ihre Fähigkeiten entfalten!

* Diese Bedürfnispyramide beruht auf dem 1943 veröffentlichen Modell des US-amerikanischen Psychologen Abraham Maslow, um die (Selbst-) Motivationen von Menschen zu beschreiben.

Ist das so? Kann es sein, dass Hochbegabte anders denken und empfinden? Der eine Betroffene mag sagen, ja, tatsächlich. Der andere meint vielleicht: `Ach was, die kommen genauso gut klar im Leben.‘
Fakt ist: Viele hochbegabte Kinder und Erwachsene kommen im Alltag schwerer zurecht, da sie ihre Bedürfnisse nicht stillen und den Anforderungen der Gesellschaft, der Schule, Arbeitgebern, nicht gerecht werden können. Warum ist das so?
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© Susanne Braun-Speck (klick hier für die engl. Version)

Frei fliegender Geist?

Still und gelangweilt sitze ich am Platz;
Gähnend langsam fällt vorne Satz für Satz.
Ach… ruhelos rutsche ich hin und her;
das da vorne interessiert mich nicht mehr.

Viel lieber würde ich mich frei bewegen;
Draußen sein und forschen – das wäre ein Segen.
Ja – selbst die Welt mit Kopf und Hand entdecken
dabei könnte man den weißen Tiger in mir wecken.

Niemand sieht, wie schnell ich kann denken;
Kaum erfassen, wie kreative Ideen mich lenken.
Sieh, sieh, sieh – ich bin ein sii-kid;
mein Geist liebst es, frei zu fliegen wie ein Vogel!

Häufig bin ich lebhaft und unglaublich wild –
Andere hätten dann gern ein schützendes Schild.
Nein ehrlich mal – beruhige dich und schaue,
oft sitz ich auch entmutigt da und maule.

Du siehst dann ein Kind, das abwesend träumt
und bei Schulnoten nicht immer gut abräumt.
Aber, aber: Ich denke mir fleißig Sachen aus,
dabei schweifen meine Libellen-Augen halt raus!

Niemand sieht,, wie schnell ich kann denken;
Kaum erfassen, wie kreative Ideen mich lenken.
Sieh, sieh, sieh – ich bin ein sii-kid;
mein Geist liebst es, frei zu fliegen wie ein Vogel!

Mit meinen Ideen könnt ich die Welt verändern,
aber irgendwie scheine ich damit nur zu kentern.
Standard; der übliche Weg ist nicht meiner,
verstehen tut mich eigentlich keiner.

Chaos und viele Kinder auf dem Haufen,
stressen mich und verleiten mich zum raufen.
Tja – darum bleibe ich gern auch mal weg,
und lebe einsam wie ein Wolf im Versteck.

Niemand sieht, wie schnell ich kann denken;
Kaum erfassen, wie kreative Ideen mich lenken.
Sieh, sieh, sieh – ich bin ein sii-kid;
mein Geist liebst es, frei zu fliegen wie ein Vogel!

Wie kann ich glücklich sein? Was brauche ich?

Gleichgesinnte; Freunde, die so denken wie ich.
Geduldige Familie, von der ich weiß: sie liebt mich!
Lehrer, die richtig mit mir umzugehen wissen,
Auch Förderung möchte ich nicht missen!

Gebt mir einfach die Lizenz zum Rennen –
dann kann ich wie eine Antilope schnellen.
Seht, ja bitte seht mein spannendes Wesen,
das immens bereichern kann euer Leben!


Autor / © Susanne Braun-Speck, Großhansdorf 3/2011 Creative Commons Lizenzvertrag

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