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Der 6. Münstersche Bildungskongress findet vom 19. bis 22. September 2018 unter dem Titel „Begabungsförderung. Leistungsentwicklung. Bildungsgerechtigkeit – für alle!“ statt. Veranstaltet wird der Kongress alle drei Jahre von den Universitäten Münster, Nijmegen und Osnabrück und durch das Internationale Centrum für Begabungsforschung (ICBF) sowie das Landeskompetenzzentrum für individuelle Förderung NRW (lif).

Die aktuellen Ergebnisse der internationalen Schulvergleichsstudien (TIMSS, PISA) haben erneut gezeigt, dass neben der gezielten Unterstützung von (benachteiligten) Kindern auf den unteren Kompetenzstufen auch die

Individuelle Förderung von (talentierten) Kindern auf den oberen Kompetenzstufen erforderlich ist.

Dies brachte jüngst die gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und der Kultusministerkonferenz zur Förderung leistungsstarker und potenziell besonders leistungsfähiger Schülerinnen und Schüler zum Ausdruck.

Beim 6. Münsterschen Bildungskongress vom 19. bis 22. September 2018 werden die Themen der Begabungsförderung und Leistungsentwicklung vor dem Hintergrund der Bildungsgerechtigkeit im Mittelpunkt stehen. Bildungsgerechtigkeit als eine der drängenden Fragen des 21. Jahrhunderts rückt das Thema der Begabungs- und Leistungsförderung in einen weiteren Blickwinkel, den es zusätzlich zu berücksichtigen gilt. So soll der Bildungskongress dazu beitragen, dass der Begriff der Bildungsgerechtigkeit nicht nur die Entkopplung von sozialer Herkunft und Bildungserfolg beinhaltet, sondern das allgemeine Ziel fokussiert, alle Kinder und Jugendlichen in ihrer Unterschiedlichkeit und Vielfalt anzuerkennen, ihre Begabungen zu entwickeln und optimal zu fördern.

Während in Haupt- und Parallelvorträgen an den Vormittagen allgemeine Aspekte aufgegriffen und diskutiert werden, bietet der Call for Papers aus dem Nachmittagsbereich eine Differenzierung hinsichtlich pädagogisch-praktischer Implikationen sowie wissenschaftlicher Aspekte. Hierdurch soll ein Dialog über die Professionen hinaus befördert werden. So sollen sowohl auf wissenschaftlicher wie auch auf praktischer Ebene Diskussionen und Innovationen angestoßen und neue Impulse gesetzt werden.

Eine Anmeldung für den 6. Münsterschen Bildungskongress ist ab sofort über die Kongresswebseite (https://icbfkongress.de/icbf2016/anmeldung) möglich. Bewerbungen für Beiträge im Rahmen des Call for Papers können unter folgendem Link eingereicht werden: https://icbfkongress.de/icbf2016/call-for-papers

Quelle / Presse-Info des Kongress-Veranstalters, dem ICBF

Derzeit überarbeiten wir CI & Website – Änderungen werden noch folgen!

Auf dem Bild ist die alte Version …

Leider verschwenden selbst die Fähigsten oft ihre Talente. Nur Abhängen und sich nicht besonders gut entwickeln, sind das kleinste Problem …

Besonders kreative und / oder begabte Kinder werden oft nervig-zappelig, sensibel-einsam oder gelangweilt-zurückhaltend, wenn sie z.B. keine Lern-Umgebung haben, die ihrem Naturell entspricht – oft wird kein entdeckendes und selbstaktives Lernen in Schulen angeboten. Dort fallen solche Schüler dann negativ auf oder gehen in der Masse unter – und leiden selbst darunter.

  • Ihre angeborenen Fähigkeiten verkümmern, entwickeln sich nicht.
  • Sie zeigen Hyperaktivität und Unruhe und werden mit ADHS-krank verwechselt.
  • Viele ziehen sich innerlich zurück, werden Außenseiter. Viele Kinder sagen: sie fühlen sich auf dem Schulhof immer so allein (Gleichgesinnte fehlen). Die Folge davon: erst “nur” Traurigkeit; langfristig: Depression.
  • Selbstwertprobleme / Minderwertigkeitskomplexe sind an der Tagesordnung
  • Einige neigen zur Selbstaufgabe. Gerade Mädchen versuchen sich dem Mittelfeld anzupassen, um dazuzugehören! Dafür geben sie ihre Talente auf.
  • Durch die oft parallel auftretende hohe Sensibilität / Empathie sind hochbegabte Kinder oft emotional stärker belastet und geraten schneller in Stresssituationen.
  • Für viele Menschen kaum nachvollziehbar: Solche Kinder versagen in der Schule und …
    • schalten ab, bekommen nichts mehr mit; bleiben im Stoff zurück
    • zeigen keine Leistung – das Abrutschen auf Hauptschul-Niveau kann folgen
    • Lernen das Lernen nicht (ihrer „Denkerstirn“ fehlt die Herausforderung)
    • lassen sich sehr schnell ablenken, können sich nicht konzentrieren, reagieren mit Hyperaktivität und Unruhe
    • spielen aus Langeweile den Klassen-Clown, ringen um Aufmerksamkeit
    • stellen sich quer, verweigern ggf. jegliche Mitarbeit, reagieren mit Aggression
    • verlieren ihre Lern-Motivation, wollen nicht mehr zur Schule gehen (Schulverweigerer)
  • und anderes

Dies, weil ihnen das förderliche, verständnisvolle Lernumfeld fehlt. Lies dazu gerne auch den Blog-Artikel: “Hirnforschung – hochbegabte Kinder lernen anders“.

Fälschlich als ADHS-krank eingestufte Kinder bringen Eltern zum Weinen.

Die ggü sii-kids am häufigsten genannten Dramen sind das Versagen in der Schule und die ganze ungerechtfertigte Kritik, die auf die Kinder und Eltern prasselt. Und: Die damit verbundenen Selbstwertprobleme. War im Kindergartenalter alles gut, beginnt dieses Drama mit der Einschulung.




Leider herrscht ganz viel Unwissenheit zu dem Thema Hochbegabung – nicht ohne Folgen! Eine ganze Reihe der Wesensarten von Hochbegabten zeigen zum Beispiel auch ADHS-kranke Kinder. In diese “Schublade” werden entsprechend viele von Ärzten und Lehrern gesteckt und nicht selten sogar mit Ritalin behandelt. Eltern, die ahnen, dass es eigentlich ganz anders ist, sind oft hilflos – selbst mit passendem Attest wird ihnen teilweise in den Schulen kein Glaube geschenkt. Die Kinder selbst werden nicht selten todunglücklich, falsch mit Medikamenten “behandelt”, gehen für sich selbst und die Gesellschaft verloren und:

Schlechte Schulnoten verbauen ihnen die Zukunft.

Ausbildungsbetriebe achten (leider) oft nur auf Noten, anstatt auf angeborene Fähigkeiten zu setzen. Dabei können lange brachliegende Talente durchaus später entdeckt und entwickelt werden! Es gibt tatsächlich nicht wenige Berechte darüber, wie Hochintelligente in der Schule schlecht waren und sich in der Ausbildung oder im Studium z.B. als Mathe-Ass entpuppten.

Beispiel: Ein Punk mit Hauptschulabschluss ohne Chance?

Vor mehr als 15 Jahren gab Vereinsvorstand Susanne Braun-Speck (damals Ausbilderin in einem IT-Personalunternehmen), einem jungen Oldesloer seine Chance. Sie und der Schüler lernten sich zuvor über einen Grafiker kennen und arbeiteten zusammen an einem Web-Projekt. Er bat darum, bei ihr ausgebildet zu werden; sie machte es mithilfe der IHK zu Lübeck möglich.

Er war Punk mit schlechtem Hauptschulabschluss. Mit Zahnlücke, Ratte, ungepflegtem Äußeren, Depressionen und Aggressionen. Anders war er schon irgendwie … und dachte in Nullen und Einsen – wie Programmierer es eben tun. Deutsch? Betriebswirtschaftliches Denken? Zeugnisnoten? Alles schlecht.

Doch Susanne sah seine versteckten Fähigkeiten und bildete ihn zum IT-Systemkaufmann aus.

Als Hauptschüler saß er in der Berufsschule zwischen Abiturienten. Mit der Zeit wurde ihm klar, dass er ihnen trotzdem das Wasser reichen konnte. Den Unterschied zwischen Brutto und Netto begriff er allerdings bis zum letzten Ausbildungstag nicht. Aber er entwickelte gemeinsam mit seiner Chefin ein Controlling-System für ein Franchisesystem; baute diverse Netzwerke auf, programmierte Websites und vieles mehr. Alles was mit Programmierung und System-/Netzwerk-Management zu tun hatte, musste er sich praktisch selbst erarbeiten – seine Ausbilderin war Kauffrau und Kreative …

Im Bereich “Logik” ist er relativ sicher hochbegabt. Zum Ende seiner Ausbildung waren Zahnlücke und Ratte weg, dafür trug er bei passenden Gelegenheiten einen Anzug!

Geschäftspartner und Kunden lobten stets sein zuvorkommendes Verhalten: Er war ein sehr beliebter Ansprechpartner in der Firma, Beratungs- und Vertriebsaffin. Dieser schlechte Schüler hatte im verständnisvollen Umfeld seine versteckten Fähigkeiten entwickelte und seinen Weg gefunden – mit Hilfe einer Ausbilderin, die sein wahres Ich gesehen hat. Er war gut in seinem Job. Sehr gut sogar.

Im Anschluss arbeitete er viele Jahre lang als IT-Supporter, dies mit einer Vielzahl an Überstunden, die er gerne leistete. Jetzt und heute arbeitet er als …

Anwendungsentwickler an einer Uni – ohne jemals selbst studiert zu haben.

  • Lesen Sie hier, was Sie als Eltern oder Lehrer tun können.
  • Oder unterstützen unsere Arbeit als Sponsor.
  • Möchten Sie als Ausbildungsbetrieb auch die “Richtigen” entdecken, schreiben Sie uns.

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Hochbegabte & besonders kreative Kinder denken und empfinden anders als andere – also können ihre Bedürfnisse im normalen Umfeld NICHT gestillt werden. Die Maslowsche Bedürfnispyramide  zeigt, worum es geht: 

Die menschlichen Bedürfnisse bauen sich stufenweise auf. D.h.: Wenn unterste, grundlegendste Bedürfnisse nicht gestillt werden, kann die nächst folgende Bedürfnisstufe – gemäß der Theorie von Maslow – auch nicht erfüllt werden – an der Stelle verkümmert der Mensch.

Diese Grafik ist auch als pdf mit Erläuterungen abrufbar – klick …

Ein Beispiel (Auszug; das Thema ist hier nicht vollständig erörtert):

Hochbegabte Kinder sind oft auch hochsensibel; leiden dadurch ständig an Reizüberflutung. Sie fühlen sich z. B. in großen Gruppen, u.a. im normalen Schul-Chaos unwohl, ziehen sich entsprechend zurück, stehen irgendwo mit dem Rücken zur Wand, fühlen sich “überrannt” und unwohl in der Masse tobender Kinder – sie fühlen sich nicht nur einsam, sie werden es auch, weil sie nicht mitspielen ODER hyperaktiv oder aggressiv reagieren..

Deshalb erreichen hochbegabte Kinder oft noch nicht einmal die Stufe 2 und 3 der Bedürfnis-Pyramide! D. h., die nachfolgenden Stufen KÖNNEN sie nicht erklimmen und ganz sicher NICHT ihre Fähigkeiten entfalten!

* Diese Bedürfnispyramide beruht auf dem 1943 veröffentlichen Modell des US-amerikanischen Psychologen Abraham Maslow, um die (Selbst-) Motivationen von Menschen zu beschreiben.

Diese Seite mit Folgeseiten beinhaltet Informationen, mit denen wir uns am meisten Mühe geben möchten. Praxisnah sollen sie sein.

Aus Zeitgründen finden Sie hier z.Zt. nur eine kurze Darstellung der Möglichkeiten, die weder vollständig ist noch Beratungscharakter hat. Betrachten Sie das folgende bitte als “Ideen-Sammlung” …

Möglichkeiten im Schulumfeld und danach

Nur im richtigen, verständigen Lernumfeld mit Gleichgesinnten, einer stressfreien, selbstbestimmten und anregenden Umgebung, können (hoch-)begabte und interessierte Kinder ihre Fähigkeiten nutzen und weiterentwickeln.

Um dieses Lernumfeld unter Gleichgesinnten wie auch integrativ im normalen Schulalltag zu schaffen, bestehen folgende Möglichkeiten:

Zu allererst: Jeder von uns muss versuchen zu verstehen, WIE hochbegabte Kinder “funktionieren”. Dazu lesen Sie bitte auch die Seite “Hirnforschung / Lernumgebung”

Möglichkeiten in der Schule (“große” Maßnahmen):

  • Enrichment (Anreicherung, Be-) Enrichment-Angebote sollen den Lernalltag der besonders Begabten geistig und intellektuell bereichern.
    a) Der Unterricht wird durch besondere Arbeitsmethoden und Lerninhalte angereichert und vertieft = Differenzierung WÄHREND des Unterrichts (dabei sollte ein Zusatzangebot stets den gleichzeitigen Wegfall vertrauter, mechanischer Übungen beinhalten). siehe auch: Lehrplan für hochbegabte Kinder
    b) sowie durch außerunterrichtliche Angebote = Enrichtment-Kurse
    Enrichtment-Kurse finden meistens Klassen- und schulübergreifend am Nachmittag statt und sind vorrangig kognitiv-intellektuell und fächerübergreifend ausgerichtet. Dazu gehören z.B. Kurse wie Mathe-Knobeleien, Forschen, Chinesisch, Schach, etc.
    siehe auch hier: Bundesministerium SH -> Enrichment
  • Akzeleration (Beschleunigung): Akzelerationen-Maßnahmen dienen dazu, der höheren Lerngeschwindigkeit der Hochbegabten gerecht werden z.B. durch Klasse überspringen lassen (bitte ggf die Altersunterschiede in emotionaler Hinsicht / seelischer Entwicklung beachten)
  • Drehtürmodell / Teil-Akzeleration: z. B. durch Weglassen von Wiederholungsstunden in bestimmten Fächern; stattdessen können die betreffenden Schüler z.B. an besonderen Projekten teilnehmen oder am Unterricht der nächst höheren Klasse.
  • besonders effektiv: Einführung eines 4+1 Projekttages nach dem Vorbild der Claus-Rixen-Schule Altenholz. siehe Bericht

Während des Schulunterrichts (“kleine” Maßnahmen):

  • Anwenden von EVA-Methoden (eigenverantwortliches Lernen)
    • Wochenarbeitspläne
    • Projektarbeiten
    • Lernstationen
  • Bewegtes Lernen z.B. durch Lernspiele (“Denken in Bewegung” (beide Hirnhälften aktivieren und verknüpfen)) siehe auch: Bundesministeriums-Seiten mit praktischen Ideen für diverse Schulfächer
  • ggf. Montessori-Material und -methoden anwenden
  • kreatives, themenübergreifendes Lernen ermöglichen (häufiger Projekte durchführen, Referate, etc)
  • abwechslungsreicher Unterricht z.B.durch “Forschen+Entwickeln” (gerade hochbegabte Kinder möchten eigenständig, aktiv lernen).
  • psychologisch betrachtet:
    • wissbegierigen, lernwilligen Kindern besondere Aufgaben anbieten = gezielte Binnendifferenzierung (Achtung: NICHT Mehrarbeit, sondern stattdessen leistungsangepasste)
    • träumende, unaufmerksame Kinder (ADHS-ähnlich) möglichst weit vorne, nicht in Gruppen, setzen und immer wieder motivieren (u.a. durch Schwächeren helfen dürfen)
    • unruhige, zappelige Kinder ggf. zwischendurch sich bewegen lassen (verteil mal dies, tue mal das (Fenster schließen, Tafel wischen, …)
    • die ggf vorhandene starke Sensibilität / Feinfühligkeit inkl. Stressanfälligkeit ERNST nehmen und berücksichtigen.
    • Bitte stärken Sie das Selbstwertgefühl dieser Kinder besonders, da sie oft an sich selbst zweifeln!

Lehrern können wir empfehlen, Tipps im Umgang mit “schwierigen” Kindern zu berücksichtigen! Da hochbegabte Kinder oft ähnliche Wesensmerkmale wie ADHS-Kinder zeigen (motorische Unruhe, Aufmerksamkeitsdefizite) hilft Ihnen ggf diese Ausführung (pdf) (Dr. med. Hans-Dieter Hüwer hat uns die Erlaubnis dafür gegeben).

Nach dem Schulunterricht können begabte und interessierte Kinder …

  • an EnrichmentKursen der Schulen teilnehmen
  • Projekte/ Projekttage mitmachen. Siehe Beispiel unser Event am 07. Mai 2011
  • sich an Neuem und Ausgleich erfreuen (Eltern sollten ihnen freie Entfaltung ermöglichen, wechselne Unternehmungen und einen Kreativ-Raum anbieten, bewegungsstarken Ausgleich schaffen (Sport, Ausflüge in die Natur, etc.) zwecks Stressabbau
  • mit Gleichgesinnten zusammen bringen; ggf aktiv Freundschaften knüpfen, da anders sein einsam macht …
  • etc

Wir glauben übrigens, dass viele der Maßnahmen das Schulleben aller Kinder bereichert …

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Wäre es nicht toll, wenn das eigene Kind ein kleines Genie wäre? Die Eltern von hochbegabtem Nachwuchs sagen: Nein. Denn was das bedeutet, weiß kaum jemand. Von Klischees und Herausforderungen. Weiterlesen

Binnendifferenzierung-Praxisbeispiele

(Autor: SuS) Besonders lebhafte, begabte und kreative Kinder langweilen sich sehr schnell im Unterrricht. Zum einen, weil sie oft schneller begreifen als ihre Mitschüler. Zum anderen, weil es ihnen schwerfällt, nur zuzuhören. Sie agieren lieber selbst und lernen dabei auch besser.

Im Unterricht könnten diese besonders lebhaften, begabten und kreativen Schüler, von den Lehrern „angestiftet“ werden, zum Beispiel Folgendes tun:

Quellenangabe: mit Ideen von A. Schönberg, IQSH, Kiel

Material

  1. Bringe Dein eigenes Material zum Thema mit in den Unterricht, z. B.: Bücher / Zeitungsberichte/ Bilder/ Rätsel/ Texte aus dem Internet…
  2. Erstelle eigenes Anschauungsmaterial, mit dem Du wichtige Zusammenhänge zum Thema darstellst, z.B.: Skizzen/ Mind Maps/ Tabellen/ Lernplakate/ Bilder/ Diagramme/ Collagen/ Tafelbilder…
  3. Erstelle eine Liste mit Internetseiten, die Informationen zum Thema bereitstellen.
  4. Stelle eine Bücherkiste zum Thema zusammen (Schulbücherei / Leihbücherei).
  5. Entwickle, z.B. mit Hilfe eines PC- Programms, Übungsmaterial zum Thema.

Mitarbeit

Wichtig: Damit deine Lehrkraft erfahren kann, dass du gerade „Langeweile im Kopf hast“ oder Wartezeiten sinnvoll überbrücken möchtest, vereinbare (Hand-) Zeichen mit ihr. Sie muss dir ebenfalls mit (Hand-) Zeichen das OK geben, dass du selbstständig arbeiten darfst, wie folgt (Beispiele):

  1. Überlege Dir eine eigenständige Forschungsfrage zum Unterrichtsthema, die Du z.B. anstelle der Hausaufgaben bearbeiten kannst.
  2. Bearbeite weitere Übungsaufgaben, die im Ordner/Ablagefach___________ zu finden sind.
  3. Entwickle während der Stunde ein Tafelbild, das die Inhalte des Unterrichts zusammenfasst.
  4. Erfinde eigene Aufgaben und notiere die dazugehörigen Lösungen, Du könntest sie z.B. als Übungsmaterial zur Verfügung stellen.
  5. Hilf anderen.
  6. Arbeite still an eigenen, komplexeren Aufgaben, die Du in Dein Lerntagebuch einträgst. Dafür musst Du (nach Absprache) keine Hausaufgaben erledigen.
  7. in Wartezeiten: Du könntest ein Buch lesen und eine Buchvorstellung vorbereiten.
  8. Erfinde eigene Rätsel- oder Quizfragen zum Unterrichtsinhalt, die Du am Ende der Stunde vorstellen kannst.

-> Wenn du vor Energie platzt, darfst du auch einmal die Treppen hoch und runter laufen – nach Absprache mit deiner Lehrkraft.

Hausaufgaben:

  • Erstelle Deine Hausaufgaben nach eigenem Ermessen. Diese Regelung gilt, wenn die Klassenarbeiten mindestens mit der Note „gut“ ausfallen.
  • Schreibe eigene Texte, Gedichte oder Geschichten, die Dir zu dem behandelten Thema einfallen.
  • Dokumentiere im Lerntagebuch, wie Du beim Lernen vorgegangen bist.
  • Fällt es Dir schwer, Deine vielfältigen Gedanken aufzuschreiben, kannst Du die Texte (z.B. bei Aufsätzen) auch auf ein Tonbandgerät aufnehmen.
  • Statt der Hausaufgaben kannst Du auch ein Kurzreferat zum Thema halten.
  • Du könntest auch Aufgaben aus einer höheren Jahrgangsstufe bearbeiten (Teil-Akzeleration)
  • Erstelle Übungsmaterial für MitschülerInnen, z.B. in Form von Rätseln / Quizfragen/ Memoryspielen / Arbeitsblättern, …
  • Du kannst die Hausaufgaben durch Unterrichtsprotokolle ersetzen. Wende dazu z.B. die „Fünf- Satz – Methode“ an. Links dazu:

Infos zu Methoden wie Mind Mapping / Rätsel / Lernplakate / … findest Du z.B. hier:

Fragen an den Autor schreibe an: kontakt@sii-kids.de

Dass gute Schulnoten und Intelligenz nicht unbedingt zusammengehören, wird breitflächig diskutiert. Es gibt Kinder, die sich rein durch Fleiß sehr gute Noten verdienen und es gibt andere, deren Intelligenzquotient weit über dem Normalen liegt, die aber trotzdem in der Schule schlecht abschneiden. Diese werden “underachiever” genannt.

Häufung männlicher Underachiever

Sucht man nach einer Definition für Underachievement, so findet man gewisse Abweichungen. In einem aber ist sich die Fachwelt einig: Sogenannte Underachiever leisten nicht das, was eigentlich aufgrund ihres IQ erwarten wird. Noch schlimmer: Sie sind sogar oft so schlecht in der Schule, sodass sie das Klassenziel nicht erreichen. Hinzu kommt, dass die “Minderleister” häufig ein psychisch auffälliges Verhalten zeigen und damit schnell in eine bestimmte Schublade gesteckt werden. Da verwundert es nicht, dass der Prozentsatz von “erkannten” Underachievern bei den Jungs höher liegt als bei den Mädchen. Sie zeigen häufig auffälligeres Verhalten und werden damit eher einem Schulpsychologen vorgestellt, der, mit ein bisschen Glück, die eigentliche Ursache herausfindet.

Ein Underachiever steht sich selbst im Weg

Das soziale Verhalten von Underachievern gilt als nicht besonders ausgeprägt. Manche grenzen sich auch ganz bewusst von anderen Kindern und Jugendlichen ab, zeigen eine negative Einstellung gegenüber der Schule und ein ineffektives Arbeitsverhalten. Ganz typisch scheint eine geringe seelische Stabilität zu sein; das Kind sieht sich selbst in einem schlechten Licht und hat kein Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Es steht sich sozusagen selbst im Weg und glaubt nicht, seine Leistung positiv beeinflussen zu können. Doch den Underachiever an sich, den gibt es nicht, da sind sich die Fachleute einig. Also gibt es auch keine Standardlösungen für das Problem. Jeder betroffene Schüler muss als Einzelfall betrachtet und entsprechend unterstützt werden.

Problem betrifft etwa ein Zehntel aller Hochbegabten

Dass ein Großteil aller Hochbegabten zu den Underachievern zählt, ist ein Vorurteil. Das hat die sogenannte Rost-Studie, auch Marburger Hochbegabtenprojekt genannt, ergeben. Der Psychologie-Professor Detlef H. Rost und seine Kollegen gehen davon aus, dass sich unter den Hochbegabten etwa zehn bis 15 Prozent befinden, die dem Underachievement zugeordnet werden müssen. Das heißt, die Leistungen dieser Menschen lassen in keiner Weise auf eine Hochbegabung schließen. Zugegeben: Bei der oft auftretenden Symptomatik auf einen hochbegabten Menschen zu schließen, ist auch nicht das erste, was einem einfällt. Bei dem Problemschüler wird nur selten ein besonders hoher IQ vermutet. Allerdings sollten Lehrkräfte beziehungsweise Schulpsychologen bei einem auffälligen Kind immer auch diese Möglichkeit in Betracht ziehen und so vermeiden, dass ein möglicherweise hochbegabtes Kind letztendlich dann noch in einer Schulform landet, die ihm nicht entspricht. Und somit sein Lebensweg eine völlig falsche Wendung nimmt.

Lesen Sie bitte hier weiter (auf T-Online = Quelle).

Talente bewegen die Welt

Viele Forscher und Erfinder galten als verrückt, bis die Gesellschaft verstand, dass sie genial waren und Meilensteine für die Zukunft legten. Doch: Nicht alle Begabten werden Wissenschaftler wie Leonardo da Vinci, Einstein & Co! Nein. Viele werden nervig-zappelig, sensibel-einsam oder gelangweilt-zurückhaltend. Weiterlesen

Bericht-Serie; Teil 2 von 2 (ca. 6.700 Zeichen mit Leerz.)

Hochbegabtenförderung an Schulen

Lübeck & Ostholstein lassen Talente nicht verloren gehen

Hintergrund: Im Oktober 2013 befragte sii-kids & talents e.V. (i.G.) 21 Schulen im Kreis Stormarn und Großraum Lübeck, ob und wie sie Hochbegabte fördern. Die per E-Mail angeschriebenen Schulen sind weiterführende Schulen (ab 5. Klasse), welche laut dem Bildungsministerium Schleswig-Holstein entweder SHiB- und/oder Enrichment-Schule sind. Den Fragebogen haben 13 Schulen ausgefüllt und per Post oder E-Mail zurückgesendet. 12 davon, mehr als die Hälfte, fördern hochbegabte Schüler mit besonderen Maßnahmen. Eine Schul-Übersicht mit Kontakten steht unter: https://sii-kids.de/blog/schulen/ ‎

Eine ganze Reihe von Schulen in Lübeck, Eutin und Bad Schwartau fördert hochbegabte Schüler. Weiterlesen