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Leider verschwenden selbst die Fähigsten oft ihre Talente. Nur Abhängen und sich nicht besonders gut entwickeln, sind das kleinste Problem …

Besonders kreative und / oder begabte Kinder werden oft nervig-zappelig, sensibel-einsam oder gelangweilt-zurückhaltend, wenn sie z.B. keine Lern-Umgebung haben, die ihrem Naturell entspricht – oft wird kein entdeckendes und selbstaktives Lernen in Schulen angeboten. Dort fallen solche Schüler dann negativ auf oder gehen in der Masse unter – und leiden selbst darunter.

  • Ihre angeborenen Fähigkeiten verkümmern, entwickeln sich nicht.
  • Sie zeigen Hyperaktivität und Unruhe und werden mit ADHS-krank verwechselt.
  • Viele ziehen sich innerlich zurück, werden Außenseiter. Viele Kinder sagen: sie fühlen sich auf dem Schulhof immer so allein (Gleichgesinnte fehlen). Die Folge davon: erst “nur” Traurigkeit; langfristig: Depression.
  • Selbstwertprobleme / Minderwertigkeitskomplexe sind an der Tagesordnung
  • Einige neigen zur Selbstaufgabe. Gerade Mädchen versuchen sich dem Mittelfeld anzupassen, um dazuzugehören! Dafür geben sie ihre Talente auf.
  • Durch die oft parallel auftretende hohe Sensibilität / Empathie sind hochbegabte Kinder oft emotional stärker belastet und geraten schneller in Stresssituationen.
  • Für viele Menschen kaum nachvollziehbar: Solche Kinder versagen in der Schule und …
    • schalten ab, bekommen nichts mehr mit; bleiben im Stoff zurück
    • zeigen keine Leistung – das Abrutschen auf Hauptschul-Niveau kann folgen
    • Lernen das Lernen nicht (ihrer „Denkerstirn“ fehlt die Herausforderung)
    • lassen sich sehr schnell ablenken, können sich nicht konzentrieren, reagieren mit Hyperaktivität und Unruhe
    • spielen aus Langeweile den Klassen-Clown, ringen um Aufmerksamkeit
    • stellen sich quer, verweigern ggf. jegliche Mitarbeit, reagieren mit Aggression
    • verlieren ihre Lern-Motivation, wollen nicht mehr zur Schule gehen (Schulverweigerer)
  • und anderes

Dies, weil ihnen das förderliche, verständnisvolle Lernumfeld fehlt. Lies dazu gerne auch den Blog-Artikel: “Hirnforschung – hochbegabte Kinder lernen anders“.

Fälschlich als ADHS-krank eingestufte Kinder bringen Eltern zum Weinen.

Die ggü sii-kids am häufigsten genannten Dramen sind das Versagen in der Schule und die ganze ungerechtfertigte Kritik, die auf die Kinder und Eltern prasselt. Und: Die damit verbundenen Selbstwertprobleme. War im Kindergartenalter alles gut, beginnt dieses Drama mit der Einschulung.




Leider herrscht ganz viel Unwissenheit zu dem Thema Hochbegabung – nicht ohne Folgen! Eine ganze Reihe der Wesensarten von Hochbegabten zeigen zum Beispiel auch ADHS-kranke Kinder. In diese “Schublade” werden entsprechend viele von Ärzten und Lehrern gesteckt und nicht selten sogar mit Ritalin behandelt. Eltern, die ahnen, dass es eigentlich ganz anders ist, sind oft hilflos – selbst mit passendem Attest wird ihnen teilweise in den Schulen kein Glaube geschenkt. Die Kinder selbst werden nicht selten todunglücklich, falsch mit Medikamenten “behandelt”, gehen für sich selbst und die Gesellschaft verloren und:

Schlechte Schulnoten verbauen ihnen die Zukunft.

Ausbildungsbetriebe achten (leider) oft nur auf Noten, anstatt auf angeborene Fähigkeiten zu setzen. Dabei können lange brachliegende Talente durchaus später entdeckt und entwickelt werden! Es gibt tatsächlich nicht wenige Berechte darüber, wie Hochintelligente in der Schule schlecht waren und sich in der Ausbildung oder im Studium z.B. als Mathe-Ass entpuppten.

Beispiel: Ein Punk mit Hauptschulabschluss ohne Chance?

Vor mehr als 15 Jahren gab Vereinsvorstand Susanne Braun-Speck (damals Ausbilderin in einem IT-Personalunternehmen), einem jungen Oldesloer seine Chance. Sie und der Schüler lernten sich zuvor über einen Grafiker kennen und arbeiteten zusammen an einem Web-Projekt. Er bat darum, bei ihr ausgebildet zu werden; sie machte es mithilfe der IHK zu Lübeck möglich.

Er war Punk mit schlechtem Hauptschulabschluss. Mit Zahnlücke, Ratte, ungepflegtem Äußeren, Depressionen und Aggressionen. Anders war er schon irgendwie … und dachte in Nullen und Einsen – wie Programmierer es eben tun. Deutsch? Betriebswirtschaftliches Denken? Zeugnisnoten? Alles schlecht.

Doch Susanne sah seine versteckten Fähigkeiten und bildete ihn zum IT-Systemkaufmann aus.

Als Hauptschüler saß er in der Berufsschule zwischen Abiturienten. Mit der Zeit wurde ihm klar, dass er ihnen trotzdem das Wasser reichen konnte. Den Unterschied zwischen Brutto und Netto begriff er allerdings bis zum letzten Ausbildungstag nicht. Aber er entwickelte gemeinsam mit seiner Chefin ein Controlling-System für ein Franchisesystem; baute diverse Netzwerke auf, programmierte Websites und vieles mehr. Alles was mit Programmierung und System-/Netzwerk-Management zu tun hatte, musste er sich praktisch selbst erarbeiten – seine Ausbilderin war Kauffrau und Kreative …

Im Bereich “Logik” ist er relativ sicher hochbegabt. Zum Ende seiner Ausbildung waren Zahnlücke und Ratte weg, dafür trug er bei passenden Gelegenheiten einen Anzug!

Geschäftspartner und Kunden lobten stets sein zuvorkommendes Verhalten: Er war ein sehr beliebter Ansprechpartner in der Firma, Beratungs- und Vertriebsaffin. Dieser schlechte Schüler hatte im verständnisvollen Umfeld seine versteckten Fähigkeiten entwickelte und seinen Weg gefunden – mit Hilfe einer Ausbilderin, die sein wahres Ich gesehen hat. Er war gut in seinem Job. Sehr gut sogar.

Im Anschluss arbeitete er viele Jahre lang als IT-Supporter, dies mit einer Vielzahl an Überstunden, die er gerne leistete. Jetzt und heute arbeitet er als …

Anwendungsentwickler an einer Uni – ohne jemals selbst studiert zu haben.

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Aber wie?

Die meisten Menschen erfassen und lernen in Teilschritten. Vom Einfachen zum Schweren; Vormachen-Nachmachen – so lauten die Lehrgrundsätze, mit denen die meisten Schüler gut zurechtkommen. Aber das Frontalhirn von Hochbegabten ist laut Aljoscha C. Neubauer, Prof. an der Universität Graz, ausgeprägter (genetisch bedingt).

Durch den leistungsfähigeren „Arbeitsspeicher“ erfasst ein hochbegabter Schüler zum Beispiel eine Information erheblich schneller und umfassender. Dabei gelangt er nicht in 1, 2, 3 Teilschritten zur Erleuchtung, sondern ihm geht gleich das ganze Licht auf – Details werden erfasst; die Dinge aus mehreren Perspektiven gesehen.

Ein Beispiel aus der Schule:

Es klingelt. Das Frontalhirn des hochbegabten Kindes nimmt das Signal im rasenden Tempo auf, es realisiert sofort: Jetzt ist Pause. Die meisten Schüler verarbeiten diese Info einige Sekunden später – das heißt: sie bleiben sitzen; hören dem Lehrer noch zu. Aber: Das hochbegabte Kind flitzt sofort raus – und bekommt beispielsweise nicht mehr mit, welche Hausaufgaben es zu erledigen hat. Tagtäglich passiert das so. Es entwickelt sich ein Drama – mit viel Kritik am betreffenden Kind und Ärger.

Susanne Braun-Speck, sii-kids Initiatorin formuliert das so: „Das unüberlegte Reagieren nach dem schnellen Erfassen einer Information – hier die Schulklingel / Rausrennen zur Pause – ist impulsives Verhalten, welches weder durch Lob noch Tadel beeinflusst werden. Das impulsive Kind KANN sein Verhalten kaum kontrollieren. Ihm dies als “Misstat” vorzuwerfen, ist so, also würden Sie einem Einbeinigen den Vorwurf machen, er gehe zu langsam – er kann ja gar nicht gehen.“ Aber – die Lösung ist einfach: Teilt der Lehrer die Hausaufgaben beispielsweise zu Beginn des Unterrichts mit, tritt das Problem nicht auf!

Versagen in der Schule

Die sii-kids Initiatorin besuchte im Herbst 2010 den Landesthementag Begabtenförderung „Stärken entdecken und entfalten“ in Kiel. Sie lauschte dort besonders gespannt dem Vortrag von Prof. Neubauer „Begabungserkennung und -förderung aus Sicht der Gehirnforschung“.

Eine seiner Erkenntnisse macht besonders deutlich, warum begabte Kinder im normalen Schulunterricht so oft versagen. Dort ist zum Beispiel das Lerntempo auf Normalbegabte (ca. IQ 100) ausgerichtet. Nun sitzt dazwischen ein hochbegabtes Kind, welches die Lerninhalte durch seine hohe Arbeitsgedächtniskapazität des Frontalhirns schnell erfasst – schneller, als die anderen. Hat das Hirn seine Arbeit getan, schaltet es ab und begibt sich in einen Ruhezustand und entspannt sich. Sollten nunmehr auch noch Wiederholungsaufgaben anfallen, ist das für überdurchschnittlich Intelligente eine Qual. Betreffende Schulkinder schalten ab und bekommen nichts mehr vom Unterricht mit. Entsteht dieser Zustand regelmäßig, Tag für Tag, Monat für Monat – gar für Jahre, passieren möglicher Weise folgende Dinge … Klick

Lesen Sie hierzu gerne auch: 4+1 = Begabtenförderung

 
Werbung fürs eigene Buch:

Textauszug:

… Zwei Jahre ist es her, dass sich Jacquelines Leben durch einen IQ-Test grundlegend änderte. Heute weiß sie, dass sie einst zu den zwei Prozent der Kinder gehörte, die weit überdurchschnittliche intellektuelle Fähigkeiten haben. Doch das merkte niemand.

Ihre Mutter, erzählt sie, schämte sich sogar für ihr “dummes Kind”. Sie hörte Sprüche wie: “Nett lächeln kann sie ja. Ansonsten sollte sie besser den Mund halten”. Daran hielt sie sich – bis sie Weiterlesen

Impulse für den Unterricht

Anfang 29.11.2014
Ende 29.11.2014
Veranstaltungsort Kiel

Landesthementag Begabungsförderung - Impulse für den Unterricht Bild

Der Landesthementag Begabungsförderung 2014 befasst sich mit den verschiedenen Möglichkeiten und Aspekten der kognitiven Förderung im Unterricht und in der Kita. Der Hauptvortrag wird hierzu Ergebnisse aus der empirischen Unterrichtsforschung beitragen.

Programm
9.00 Grußworte
9.15 Hauptvortrag
Begabungen im Unterricht fördern: Was sagt die Forschung?
Prof. Dr. Miriam Vock, Professorin für empirische Unterrichts- und Interventionsforschung, Universität Potsdam
11.00 Workshops I
13.00 Mittagspause
14.00 Workshops II
15.30 Ende der Veranstaltung

Eine Übersicht über die angebotenen Workshops finden Sie weiter unten auf dieser Seite.

Veranstaltungsnummer BFF0212
Landesthementag Begabungsförderung
Impulse für den Unterricht

Datum
Sonnabend, 29.11.2014, 9:00 – 15:30 Uhr

Ort
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Leibnizstraße 1
24118 Kiel

Anmeldung online bis zum 22.11.2014 unter Angabe der Veranstaltungsnummer BFF0212 auf: https://formix.schleswig-holstein.de

Kontakt
Maren Stolte
maren.stolte@iqsh.de

Workshops
1 Unterricht auf die Bedürfnisse der ganz schnellen und hochmotivierten Lerner ausrichten – Methoden und Aufgabenformate
Referentin: Birgit Lehfeldt

Die zunehmende Heterogenität der Schülerschaft fordert die Lehrkräfte heraus.
Wie lassen sich die Bedürfnisse der ganz schnellen und hochmotivierten Lerner berücksichtigen, ohne das Gros der anderen Schüler zu vernachlässigen?
Welche Methoden und Aufgabentypen entsprechen dem Lernen dieser Schülergruppe und fördern sie im alltäglichen Unterricht?
Die Fortbildung stellt einige der bisher bewährten Methoden vor und gibt neue Impulse für eine veränderte Unterrichtspraxis.

Referentin: Birgit Lehfeldt, Beratungslehrkraft für Fragen der Begabtenförderung, Studienleiterin für Pädagogik am IQSH, Lerncoach, Leiterin des Kompetenzzentrums Begabtenförderung an der Anne-Frank-Schule Bargteheide

2 Begabungen fördern in den naturwissenschaftlichen Fächern
Referent: Dr. Ulf Schweckendiek

Schülerinnen und Schüler flexibel in die Situation zu bringen, im Unterricht weiter zu denken und zu lernen, setzt eine besondere Aufgabenkultur voraus: Im Rahmen struktureller Verbindlichkeit, inhaltliche Begleitung und Zielorientierung kann sich tiefes naturwissenschaftliches Verständnis entwickeln und erleben. In diesem Workshop werden derartige Aufgabenformate besprochen, entwickelt und strukturiert.

3 Asperger – Hilfreiches zum Umgang mit Autisten im Schulalltag
Teil 1: Einführungsvortrag und Gruppenarbeit zur eigenen Praxis
Referent: Thomas Frøsig

Wie nehmen Autisten die Welt wahr?
Und wie können wir, als Lehrkräfte, unterstützend mit Ihnen umgehen?
Ein Workshop in dem wir uns in die Welt der Asperger, auch Spektrum autistischer Erkrankungen genannt, vertiefen. Durch Beispiele, Tipps und Ideen werden offene Fragen aus der eigenen Praxis beantwortet

4 Hochbegabung – ein Thema schon in der Kita?
Referentin: Birgit Thurmann

Folgenden Fragen soll im Rahmen des WS nachgegangen werden:

  • Woran erkennt man Kinder mit einer kognitiven Hochbegabung?
  • Welche pädagogischen Herausforderungen können sich ergeben?
  • Wie kann man die Kinder im Alltag begleiten, ohne alles auf den Kopf stellen zu müssen?
  • Wie kann die Zusammenarbeit mit den Eltern gelingen?
5 Naturwissenschaftliche Wettbewerbe – ein Mittel zur Begabungsförderung an Schulen
Referentin: PD Dr. Sabine Nick

Die Beteiligung von Schulen an Wettbewerben ist sehr unterschiedlich. Neben organisatorischen gibt es oftmals auch inhaltliche Gründe, die eine Teilnahme am Wettbewerb verhindern. Beispielsweise haben viele (Lehramts-)Studierende Wettbewerbe selbst nie kennen gelernt, so dass ihnen als zukünftige Lehrkräfte diese Möglichkeit der ergänzenden Förderung naturwissenschaftlich interessierter und talentierter Schülerinnen und Schüler vermutlich auch weniger präsent ist.
Eine der Zielsetzungen des Workshops soll es daher sein, Lehrkräfte anhand der am IPN in Kiel verorteten bundesweiten ScienceOlympiaden über die Ausrichtung und die Anforderungen von Wettbewerben zu informieren. Weiterhin werden der, für die Betreuung von Schülerinnen und Schülern benötigte, zeitliche Aufwand sowie mögliche Unterstützungsstrukturen aufgezeigt. Darüber hinaus soll aber auch der Austausch zwischen unterschiedlich wettbewerbserfahrenen Personen ermöglicht und angeregt werden.

6 Potenziale vieler Schüler wecken durch sprachsensible Unterrichtsplanung
Referent: Oliver Sesemann, Studienleiter und Landesfachberater Geographie, Landesfachberater Bilingualer Unterricht

Lernen und sprachliches Handeln sind zwei Seiten derselben Medaille, denn Sprache konstituiert die Konstruktion, Erweiterung und den Austausch von Wissen. Dementsprechend sind Sprachfertigkeiten für die Erkenntnisgewinnung, die Konzeptbildung und den Wissenstransfer erforderlich. Die hierzu notwendigen Sprachkompetenzen entwickeln sich allerdings nicht von selbst. Es muss daher in jedem Unterricht ein systematischer Erwerb von typischen relevanten Denk- und Sprachhandlungsmustern für die fachliche Kommunikation stattfinden.

Damit haben alle Lehrer die Aufgabe, für die Lernenden ein sprachliches Gerüst aufzubauen (Scaffolding), das zu Beginn der Anleitung und Unterstützung bietet und im Verlauf des Lernprozesses schrittweise zurückgebaut wird. Diese Herangehensweise ist zentraler Gegenstand des Workshops. Es geht dabei konkret um den Aufbau von fachbezogenen Verstehens- und Mitteilungsfähigkeiten (Sachfachliteralität), die explizit und systematisch in jedem Sachfachunterricht vermittelt werden müssen. Durch die sprachsensible Planung eines jeden Unterrichts werden schließlich die schlummernde Potenziale einer breiten Schülerschaft geweckt. Es werden fächerübergreifend übertragbare Beispiele für die unterrichtliche Umsetzung aufgezeigt.

7 Begabungsförderung im Mathematikunterricht: Selbstdifferenzierende Aufgaben
Referent: Helmut Mallas

Eine Aufgabe für alle! Mathematikaufgaben können so formuliert werden, dass weder Untätigkeit durch Überforderung noch Langeweile durch Unterforderung auftreten müssen. Merkmale dieser Aufgaben werden im Workshop untersucht, Anregungen und Techniken zum Erstellen bzw. Umarbeiten von Lern- und Trainingsaufgaben werden gezeigt und geübt.

8 Musik und Bewegung als Bausteine der Begabungsförderung
Referentin: Anette Kröger

Besonders begabte SuS wirken manchmal unruhig und unkonzentriert – wie können Bewegung und Musizieren hier nachhaltig Veränderungen bewirken? Wie können auch routinemäßige Übungseinheiten gelingen, ohne dass der Satz fällt: „Mir ist langweilig“.
Ein Weg ist der Einsatz von Elementen der Musik und Bewegung im allgemeinen Unterricht. Über das Wie mit vielen Best Practice Beispielen aus der Arbeit im Grundschulbereich wir dieser Workshop Antworten geben.

9 Fass an! – Verstehen kommt von Begreifen
Referentin: Dr. Johanna Pareigis

Die Hand als Werkzeug des Geistes und der Körper als Handlanger unseres Verstandes? Kognitionswissenschaft beschreibt dies heute anders: Handeln ist die Grundlage von Kognition, von Erkenntnis (Embodiment, Enactment).
Dieser Workshop ermöglicht praktische Erfahrungen des eigenen Tätigseins und gibt eine Einführung in den Versuch bewusst zu machen, was wir unbewusst (implizit) wissen und wissen könn(t)en. Wie kann handelndes Denken und denkendes Handeln in Kindergarten und Schule öfter möglich werden?

10 Begabtenförderung in den Fremdsprachen – Aufgabenformate und Unterrichtskonzepte
Referentin: Birgit Lehfeldt

Welche Möglichkeiten der Förderung sprachlicher Intelligenz gibt es neben den klassischen Ansätzen wie Austauschfahrten und dem Fremdsprachenwettbewerb?
Der Workshop befasst sich mit differenzierten Aufgaben, Projekten und Enrichment-Angeboten für die Schreib- und Lesebegeisterten unter Ihren Schülerinnen und Schülern.

Referentin: Birgit Lehfeldt, Beratungslehrkraft für Fragen der Begabtenförderung, Studienleiterin für Pädagogik am IQSH, Lerncoach, Leiterin des Kompetenzzentrums Begabtenförderung an der Anne-Frank-Schule Bargteheide

11 Schlüssel individueller Förderung: ein breit gefächertes Angebot – Das Förder- und Forderkonzept des Elsensee-Gymnasiums
Referentin: Dr. Astrid Wasmann

In diesem Workshop stellt ein Gymnasium sein inklusives Konzept zur Begabungsförderung vor. In der Vielfalt begabungsfördernder Angebote liegt der Schlüssel für die Förderung aller Schüler und Schülerinnen, sowohl Lernschwacher als auch Lernender mit Teilleistungsschwächen oder mit emotionalen Besonderheiten als auch besonders Begabter und Hochbegabter. Aus dem breit gefächerten Angebot werden einzelne Maßnahmen detailliert dargestellt.
Im zweiten Teil des Workshops sollen die TeilnehmerInnen für ihr Schulumfeld umsetzbare Maßnahmen erarbeiten.
Wie startet man?
Welche Strukturen sind schon vorhanden?
Welche Maßnahmen lassen sich einfach umsetzen?
Welche Förderungen sind dringend notwendig?
Welche Ziele und Prioritäten werden gesetzt?

12 Asperger – Hilfreiches zum Umgang mit Autisten im Schulalltag – Teil 2
Referent: Thomas Frøsig

Nach einer kurzen Zusammenfassung der Ergebnisse aus der Vormittagsarbeit wird als ein praktisches Werkzeug für das Eins-zu-eins-Gespräch mit Autisten die Methode “Post It” eingeführt und diese in Gruppenarbeit erprobt.

13 Coaching von Begabten. Gefangen zwischen Potenzialen, Logik und Emotionen
Referent: Jörg Martens (deutsche Gesellschaft für das hochbegabte Kind – DGhK)

Viele begabte Kinder und Jugendliche durchlaufen eine schwierige Schulzeit und sind oft zusammen mit ihren Familien in mitten der Gesellschaft wie gefangen.
Welche Maßnahmen können den betroffenen Familien helfen?
Warum ist Coaching in vielen Fällen sinnvoll?
Was ist das Besondere an einem ECHA Coach (Spezialist in coaching the gifted) der DGhK?
Welche Ziele verfolgen die ECHA Ausbildungen?
Wie wird ein Coaching durchgeführt?
Abschließende Diskussion anhand von Fallbeispielen.

14 Besondere Begabungen bei Kindern mit Deutsch als Zweitsprache
Referenten: Wencke Schröder, Stefan Brömel (DaZ-Team des IQSH)

Bei Lernenden mit Deutsch als Zweitsprache verschleiern sprachliche Schwierigkeiten häufig intellektuelles Potenzial. Zudem haben Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund oftmals im Vergleich zu Schülern deutscher Herkunft ungünstigere Startchancen; die Herkunftsfamilien wirken im Vergleich zu deutschen mitunter bildungsferner. Unterrichtsstörungen oder Verhaltensauffälligkeiten werden im Schulalltag deshalb eher dem familiären oder kulturellen Kontext zugeschrieben als einer intellektuellen Unterforderung.
Dieser Workshop bietet Anregungen, wie Lernende mit Migrationshintergrund und besonderen Begabungen erkannt und gefördert werden können.

15 Die diagnostische Perspektive im Unterricht
Referentin: Andrea Momma

Welche Möglichkeiten habe ich im Unterricht besonders begabte und hochbegabte Schülerinnen und Schüler wahrzunehmen?
In diesem Workshop lernen Sie Methoden und Strategien kennen, um Ihren Blick diagnostisch zu schärfen. Dieser Schwerpunkt wird ergänzt durch kurze Informationen zur psychologischen Diagnostik hochbegabter Kinder und Jugendlicher.
Achtung: Diese Veranstaltung kann als einzelner Workshop besucht werden, sie bildet aber auch die Auftaktveranstaltung für eine Blended-learning-Fortbildung, die gesondert Zertifiziert wird und hauptsächlich online durchgeführt wird. Nähere Informationen dazu in der Veranstaltung.

16 Begabungsförderung in der beruflichen Bildung
Referent: Dr. Arno Broux

Der Workshop befasst sich zum einen mit den besonderen Bedingungen an den berufsbildenden Schulen (Aufbau, Struktur und System), zum anderen mit den Möglichkeiten der Förderung besonders begabter (Berufs)schüler.

17 Juniorstudium als Instrument der Begabungsförderung
Referentinnen: Susanne Neufeldt, Lena Lehmann-Willenbrock

Im Rahmen des Juniorstudiums können Schülerinnen und Schüler bereits vor dem Abitur reguläre Lehrveranstaltungen an der Christian-Albrechts-Universität besuchen. Es bietet sich vor allem zur Förderung von Schülerinnen und Schüler höherer Jahrgangsstufen an, deren Interessen und Fähigkeiten über das schulische Curriculum hinaus gehen.
Der Vortrag informiert über die Voraussetzungen und Möglichkeiten des Juniorstudiums. Anhand des Beispiels einer Schule wird gezeigt, wie ein Juniorstudium innerhalb der Schule umgesetzt und unterstützt werden kann.

18 Mach Dir ein Bild! – Sehen(d) verstehen
Referentin: Dr. Johanna Pareigis

Ob das Bild im Buch, die eigene Zeichnung oder Mindmap: Bilder sind nicht die Sprache der Dummen und Analphabeten. Visuelle Wahrnehmung führt zu anders zu komplexem Lernen und Verstehen als Erkenntnisgewinn in Text und Sprache. Visuelles Lernen ist weniger abhängig von Alter, Begabungen und sozialer Herkunft als die häufiger praktizierte Aneignung von verbalem Wissen.
Wie visuelles Denken und Handeln beim Lernen eingesetzt werden kann und wozu zeigt dieser Workshop.

Wenn psychische Probleme den Alltag beeinträchtigen

Ein „ganz normaler Tag“ ist für einige Menschen kaum zu überstehen. Für Sozialphobiker, Mutisten, Hypersensible, Autisten oder Menschen mit ADHS werden scheinbar völlig normale Situationen im Alltag häufig zu einem Albtraum.

https://www1.wdr.de/fernsehen/wissen/quarks/sendungen/verrueckt-previewvideo100.html

Legasthenie kann jeden treffen – auch Hochintelligente

Eltern von 4.-Klässlern bekommen zurzeit Formschreiben der Schulen bezüglich Lese-Rechtschreib-Schwächen (Legasthenie). Das Ministerium für Bildung und Frauen hat erlassen, dass Schüler der vierten Klassen mit Lese-Rechtschreib-Schwäche gefördert werden müssen. Schritt 1 dafür ist die Testung mit dem Intelligenztest “CFT 20-R” und dem Rechtschreibtest “DRT 4”. Was spricht dafür und was dagegen?

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Minderleister (engl.: Underachiever, von: to achieve, zu Deutsch: „etwas zustande bringen“, „ein Ziel erreichen“) ist eine Bezeichnung für Personen (z.B. Schüler), die in ihren Leistungen (z.B. in Form von Schulnoten) unter ihren Möglichkeiten (hier: angeborene intellektuelle Fähigkeiten) bleiben. Im Gegensatz dazu stehen Überleister, sogenannte Overachiever (Quelle: wikipedia)


Hochbegabt und trotzdem schlechte Noten? Wie gut Kinder in der Schule lernen, hat oft nichts mit der Intelligenz der Kinder zu tun, sondern mit den unterschiedlichen Lerntypen. Weiterlesen

Freu … :-) “Unser” ebook (Autor: Susanne Braun-Speck) ist derzeit auf Platz 1 in der Beliebheitsskala bei Amazon.de unter Kindle-Büchern über “Hochbegabung”. Untern allen Büchern (print + ebooks) steht es derzeit auf Platz 15 (Stand: 30.12.12)

sii-kids, der Enrichmentverbund Bargteheide-Großhansdorf mit den beteiligten Schulen und die Schlauberger-Factory möchten eine Organisationsstruktur (als gemeinnützige GmbH) aufbauen, um Kinder ab Grundschulalter gezielt zu fördern. Dafür brauchen sie finanzielle Unterstützung –  Firmen vor Ort, die wissen, dass sich Investition in Bildung lohnt und Privatpersonen, die Kinder von Herzen gerne fördern. Weiterlesen